Rezension: The Clone Wars Staffel 6 „Verschollen“-Zweiteiler (6×08 und 6×09)

Heute durften wir auf Super RTL gleich zwei Handlungsbögen der Abschlussstaffel von The Clone Wars beiwohnen. Wir werden diese natürlich getrennt rezensieren. Den Anfang macht der Zweiteiler Verschollen.

Inhaltsangabe (SPOILER!)

6×08 Verschollen, Teil 1
Königin Julias Hologramm
Königin Julias Hologramm im Senat

Krise auf Bardotta. Einige pazifistische Machtmystiker, die den Jedi misstrauen, sind spurlos verschwunden. Königin Julia erbittet die Republik um Hilfe und wünscht sich explizit den Abgeordneten Jar Jar Binks als Hilfe, aber keine Jedi. Die Republik erlaubt Mace Windu aus Misstrauen gegenüber Jar Jar, ihn zu begleiten. Als Jar Jar sich mit der Königin trifft, muss Mace vor der Türe warten. Das Verschwinden der dagoyanischen Meister bedroht Julia zufolge die gesamte Galaxis. Sie schickt alle vor die Türe und offenbart, dass Jar Jar ihr Geliebter war. Plötzlich verschwindet die Königin spurlos – genau wie die dagoyanischen Meister. Der Rat von Bardotta befürchtet, dass eine düstere Prophezeiung der Vergangenheit sich erfüllt. Jar Jar und Mace verfolgen die Prophezeiung auf eine Höhle zurück, in der von einem bardottanischen Kult der Kriegsdämon Malmourral angebetet wurde. Dort wird Jar Jar von den Kultisten entführt und zu den anderen Verschwundenen geführt. Es wird offenbart, dass der Frangawl-Kult die Macht aus den entführten Lebewesen stiehlt, um den Dämon zu nähren. Mace verhindert, dass Jar Jar dem Dämon geopfert wird. Die Kultisten entkommen aber mit der Königin.

6×09 Verschollen, Teil 2

Die Königin muss binnen drei Tagen gefunden werden oder der Frangawl-Kult bringt mithilfe ihrer lebendigen Macht Zerstörung über die Welt Bardotta. Mace beschließt, die Kugel mit der absorbierten lebendigen Macht über seine eigenen Machtsinne aufzuspüren. Die Sektenmitglieder vertrauen darauf, dass ihre „Große Mutter“ den Jedi erledigen kann, wenn er kommt. Mace schafft es, die Königin zu lokalisieren, und erklärt die Jagd auf den Frangawl-Kult als eröffnet. Als Jar Jar Julia entdeckt, rennt er ohne Mace los, um sie zu retten. In einem wagemutigen Manöver schaltet Jar Jar einen Kultisten am Geschütz aus und Mace erledigt einige weitere. Als sie die Königin finden, werden sie jedoch entwaffnet und gefangne genommen. Jar Jar holt Maces Lichtschwert mithilfe seiner Zunge von einem Kultisten zurück, während Mace sich mit Bestien duelliert. Als er sein Lichtschwert wiederhat, erledigt Windu die Bestien. Der Kultist verweigert die Kooperation, sondern verspricht Mace die Rache der „Großen Mutter“ und die kommende Dunkelheit. Die Kultisten hoffen offenbar, dass ihre „Große Mutter“ mithilfe der Kugel und der darin enthaltenen lebendigen Macht eine neue Ordnung herbeiführen wird. Die Kultisten bringen die Kugel zur „Großen Mutter“ – die niemand Geringeres ist als Mutter Talzin! Sie will zusätzlich zu ihrer schwarzen Magie Zugriff zur lebendigen Macht, indem sie sich die Machtsensitivität der Königin zunutze macht. So will sie mächtiger werden als die Jedi und die Sith. Mace und Jar Jar erledigen die Wächterdroiden der Kultstätte. Jar Jar rettet Julia und ein Kultist wird statt ihrer von der Fokuslinse der Kultisten getroffen. Mutter Talzin verschwindet unter Schmerzensschreien in grünen Energiewolken. Dadurch, dass Mace die Königin rettet, versöhnen sich die Bardottaner mit den Jedi.

Bewertung

Qualität der Folgen
Königin Julia - Jar Jars Geliebte!
Königin Julia – Jar Jars Geliebte!

Ich hatte mir von den Folgen nichts Weltbewegendes versprochen und tatsächlich blieb zunächst alles im Mittelmaß. Lobend kann man die Animationen erwähnen. Das in den Order-66-Folgen bereits verwendete neue Yoda-Modell ist sehr viel angenehmer für die Augen und gibt den Jedi-Meister wunderbar wieder. Die Actionsequenzen mit den Kultisten in der ersten Folge waren etwas künstlich, in der zweiten Folge wurde das aber besser.

Inhaltlich finde ich es witzig, dass Mace besser darin ist, Leute mit der Macht zu retten als Anakin Skywalker in den Clovis-Folgen… oder vielleicht hat Mace sich auch nur mehr angestrengt. Ich bin ja einer der Fans, die Jar Jar mögen (Ja, die gibt es!), aber Die Dynamik Mace/Jar Jar überzeugt mich nicht ganz. Die stehlen sich irgendwie gegenseitig die Show. Außerdem werde ich mit Jar Jars schriller deutscher Stimme nicht so warm.

Das Ende des Zweiteilers fand ich etwas abrupt und auch, dass Talzins Schicksal offen ist, finde ich etwas schade… ihr Auftritt hat diese Folgen erst für das restliche The Clone Wars-Serienuniversum relevant gemacht und ein netter Abschied für sie wäre toll gewesen. Vielleicht bekommen wir das aber ja in Darth Maul: Son of Dathomir, der Comicadaptation einer nicht verfilmten The Clone Wars-Story von Dark Horse, die im Mai losgeht.

Noch ein Letztes in puncto Coolness: Dieses Observatorium der Kultisten sieht echt genial aus… ich wünschte, man hätte diese Story etwas mehr ausgebaut.

(Die Werbepausen kamen aber echt immer an der falschen Stelle…)

Der Kanon/Erweitertes Universum

Von diesen Folgen dürften sich Indiana Jones-Fans eher angesprochen fühlen als EU-Leser. Dennoch ist die Idee, dass ein Kult die Macht in Objekten sammelt, nicht neu. Ich fühlte mich stellenweise an die Jünger Ragnos im Dark Forces-Spiel Jedi Knight III: Jedi Academy erinnert. Jaden Korrs Widersacher absorbierten dort die Macht aus machtstarken Orten überall in der Galaxis, um den Sith-Lord Marka Ragnos wiederzuerwecken. Es sind also durchaus Parallelen zum Verschollen-Zweiteiler vorhanden.

Bei Mace Windu dringt immer wieder etwas Raubtierhaftes durch, wie schon im Roman Shatterpoint/Mace Windu und die Armee der Klone von Matthew Stover. (Seine Gesichtsausdrücke waren generell ein Highlight der Folgen.)

Da diese Folgen keine sonderlich für den Kanon relevanten Ereignisse schilderten, gibt es an dieser Stelle auch nicht viel zu berichten. Es ist aber nett, dass die lebendige Macht, die Qui-Gon in Episode I einführt, wieder erwähnt wird, und ich bin mir sicher, dass Macht-Experten unter den Fans noch über die Implikationen dieser Folge diskutieren werden – insbesondere was Talzins Unterscheidung zwischen Schwarzer Magie und der Macht betrifft.

Fazit

Die Folgen waren zwar recht unterhaltsam und in der zweiten Folge war Jar Jar meiner Meinung nach auch gar nicht mehr nervig. Aber wie gesagt finde ich nicht, dass die Windu/Binks-Dynamik funktioniert, und es bleibt viel offen: Was ist mit diesem Dämon Malmourral? Was ist jetzt mit Mutter Talzin? Außerdem wäre etwas mehr Hintergrundgeschichte nett gewesen (ich höre ja die Fans schreien, die Jar Jar keine Romanze gönnen… aber hey, er ist auch nur ein Mann). Da die Charakterisierungen allerdings recht stimmig waren und keine so großen Logiklöcher in der Handlung waren wie letzte Woche, kann ich guten Gewissens drei von fünf Holocrons vergeben.

Der Rezensent vergibt 3 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 3 Holocrons!

Vorherige Episoden: Ein alter Freund, Clovis‘ Aufstieg, Wiederbelebung (Staffel 6, Folgen 5 bis 7)
Nachfolgende Episoden: Spuren, Stimmen (Staffel 6, Folge 10 und 11)

3 Kommentare

  1. Ich musste bei den Folgen auch öfter an Indy denken.

    Die Episoden waren ok, nichts weltbewegendes und gegen die Yoda Folgen stinken sie gewaltig ab! Aber ein nettes Abenteuer für zwischendurch mit meinem superheftig General Binks (und ja, die deutsche Stimme ist grausam!!!!!)

  2. Ich finde die Folgen ganz okay.

    Folge 8 Verschollen Teil 1: Zum einen finde ich den Anfang mit der Diskussion des Jedirates ziemlich cool und passend. Zum anderen finde ich die Entscheidung des Jedirates Mace Windu mit Jar Jar auf die Mission zu schicken ziemlich cool und finde das Mace Windu eine gute Entscheidung für diesen Handlungsbogen ist. Auch die Verbindung zur Macht die die Bardottaner haben finde ich sehr interessant. Auch das Misstrauen der Bardottanischen Königin finde ich sehr passend und sorgt für eine gewisse Spannung. Ebenfalls wie die Königin dann entführt wird finde ich auch sehr cool und interssant. Das hier auch die Macht auf gewisse Art und Weise wieder mehr in den Fokus gerückt wird finde ich cool. Ebenfalls sehr schön finde ich die Suche nach der Königin. Genauso gut und ganz amüsant finde ich den Kampf in der Halle in dem Jar Jar und Mace Windu gegen den Frangol Clan kämpfen aber die Königin nicht retten können da sie bereits zu einem Schiff gebracht wurde.

    Letztendlich muss ich sagen das diese Folge eigentlich ganz nett ist und diese Doppelfolge eigentlich ziemlich gut einleitet und es wieder mehr um die Macht geht. Da die Folge aber kein Highlight ist und auch nicht super spannend würde ich ihr 3 von 5 Holocrons geben!

  3. Folge 9 Verschollen Teil 2: Zum einen finde ich den Anfang und die erneute Dynamik zwischen Mace Windu und Jar Jar Binks ziemlich gut gemacht und nett anzusehen. Zum anderen finde ich die erneute Macht Thematik und wie sie hier wieder mehr im Vordergrund steht extrem cool und passend. Auch sehr schön finde ich die Verfolgungsjagd durch die Stadt und den dort stattfindenden Kampf von Mace Wind und Jar Jar gegen den Frangol clan. Ebenfalls sehr passend in dem Kampf finde ich Jar Jars tollpatschigkeit. Die dran anschließende Verfolgungsjagd und wie Mace Windu und Jar Jar die Hauptbasis des Frangol Clans finden finde ich zwar einbisschen lang gezogen aber trotzdem ganz nett gemacht. Den Endkampf und den Kampf Mace Windu gegen Mutter Talzin und wie Jar Jar die Königin befreit finde ich cool. Das Ende der Folge und wie Mace Windu Jar Jar und die Königin in den Sonnen aufgang reiten finde ich ein schönes Ende für diese Doppelfolge.

    Letztendlich muss ich sagen das diese Folge diese Doppelfolge zu einem guten Ende bringt und die Macht Thematik wieder sehr schön mit einbringt. Daher würde ich ihr 3 von 5 Holocrons geben!

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