Zum Abschluss der One-Shots zum Rogue One-Jubiläum darf noch mal Darth Vader höchstpersönlich ran und für Ordnung sorgen. Heute ist auch The Book of Boba Fett #4 von Rodney Barnes (Autor) und Will Sliney (Zeichungen) erschienen, aber die 1:1-Comic-Adaptionen werden wir ja nicht mehr besprechen.

Achtung: Wie immer besprechen wir im Marvel-Mittwoch die Handlung der Comics, sodass sowohl der Beitrag als auch die Kommentare Spoiler enthalten können.
Inhalt

Director Krennic, auf dringender Mission, mehr Kyber für den Todesstern zu beschaffen, macht der Regierung von Harreld wieder eines jener imperialen Angebote, die man eigentlich nicht ablehnen kann oder zumindest nicht sollte. Sieht man dort aber anders.
Überraschend schaut Darth Vader auf Direktor Krennics Raumschiff vorbei, ist, wenig überraschend, von diesen Entwicklungen gar nicht begeistert und zieht deshalb die weiteren „Verhandlungen“ an sich. Es wäre aber falsch zu sagen, dass es ab jetzt komplikationsfrei läuft. Der Landungsversuch der imperialen Truppen endet im Abwehrfeuer der lokalen Verteidiger, aber zu früh darf sich auch die Gegenseite nicht freuen, denn Vader gibt ja bekanntlich nicht so leicht auf.
Alleine dringt er schließlich in die heiligen Hallen der Harreldaner vor und wird dort von ihrem Anführer zum Duell herausgefordert. Nun müssen die Lichtschwerter sprechen – unerwarteterweise auf beiden Seiten. Die näheren Hintergründe, wie der Anführer in den Besitz dieser Waffen gelangt ist, bleiben offen. Aber man kann sich schon vorstellen, dass er sich über die Einsatzmöglichkeiten der heimischen Kyberablagerungen etwas näher informiert hat. Das Ende kommt trotz einer kleinen Lichtschwertkampfeinlage schnell und ganz so, wie es Vader will, denn eine Waffe allein macht noch keinen Meister.
Die Umsetzung
Eigentlich würde man sagen: zum linken Ohr rein, zum rechten wieder raus, nichts hängen geblieben. Aber das ist ja ein Comic – da würde man dann wohl Augen statt Ohren nutzen. Chris Condon hat eine sehr stringente und typische Darth-Vader-Geschichte erfunden, die trotz des imperialen Rückschlags niemanden wirklich überrascht. Vader kam, sah und siegte… wie immer. Ein paar nette Plänkeleien hier und da, ein wenig Sturmtruppen-Haue, ein unerwarteter Lichtschwertkampf und fertig ist die Minimal-Story. Mehr war aber auch nicht zu erwarten, schließlich ist die Hauptstory seit 10 Jahren genau bekannt.












Luke Ross hingegen liefert hier eine sehr gute Arbeit ab. Die Panels sind durchweg sehr gut gezeichnet, besonders der Anführer der Harreldaner ist sehr detailliert und interessant gestaltet. In der Qualität haben wir schon länger keinen Marvel-Comic mehr bei Star Wars gesehen. Michael Atiyeh passt sich mit seinen sehr realistischen Kolorierungen da voll an und rundet das Bild stimmungsmäßig noch gut ab, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle vielleicht zu kalt und klar rüberkommt und dadurch etwas von der Atmosphäre nimmt. Das Letting von Clayton Cowles und Travis Lanham ist wieder sehr sauber und dank all der Kampfgeräusche auch recht umfangreich, wobei in den Panels dann auch recht wenig gesprochen wird. Kurz, eine grafisch voll überzeugende Leistung des Künstlerteams.
Zahlreiche Cover erfreuen wie immer die Herzen der Sammler und Händler.
Fazit
Eine Fast-Food-Story. Schnell durch, war nett, ist nach 10 Minuten schon wieder vergessen. Aber Vader musste halt einfach dabei sein…
Am 11. November geht es bei Marvel mit The Book of Boba Fett #5 weiter.
Wir bedanken uns bei Marvel für die Bereitstellung der digitalen Vorabexemplare, ohne die unser Marvel-Mittwoch nicht möglich wäre.










