Willkommen zurück zum fünften und letzten Teil von Shadow of Maul, dieses Mal mit dem Titel Advent of Shadows. Wie der Titel schon sagt, läuft im Finale alles darauf hinaus, dass sich unsere Charaktere für die Animationsserie in Stellung bringen.
Achtung: Wie immer besprechen wir im Marvel-Mittwoch die Handlung der Comics, sodass sowohl der Beitrag als auch die Kommentare Spoiler enthalten können.

Der Inhalt

Er ist wieder da! Der Protagonist unserer Herzen. Die wichtigste Figur auf dem Schachbrett von Janix. Ruhl! Der emsige Stasi… ich meine natürlich, der um die interne Integrität bemühte Beamte lässt in dieser Ausgabe seine Hüllen fallen. Nein, jetzt schön oberhalb der Gürtellinie bleiben. Gemeint sind natürlich nur seine metaphorischen Hüllen, sprich seine wahren Motive. Warum hat er die ganze Zeit auf Captain Lawson abgesehen, taucht unvorhergesehen an denselben Orten auf und macht unserem rechtschaffenen Polizisten das Leben schwer? Natürlich – er wird dafür bezahlt. Doch unser ausgefuchster Ruhl lässt sich nicht nur von einem Verbrechersyndikat schmieren, nicht nur Deemis – nein, auch Vario hat ihn auf seiner Liste. Und während er Deemis versprochen hat, Lawson aus dem Verkehr zu ziehen, ist der Deal mit Vario, dass er seinen Konkurrenten aushorchen soll. Dumm nur, dass ihm der erste Teil seines Doppelspiels bisher nicht gelungen ist, aber man hat es eben auch in der internen Sicherheit schwer. Man wird einfach nicht wertgeschätzt. Grund genug also, dass er auch noch mit einem dritten Syndikat anbandelt, das uns Leser*innen noch gar nicht bekannt war. Eine pau’anische Gang, geführt von Benejin Bloor, die sich vor allem als Söldner auf Janix den Unterhalt verdient. Doch im Gegensatz zu den anderen beiden Syndikaten muss Ruhl diesmal mehr tun, als Lawson auflauern oder Deemis lauschen. Benejin braucht stattdessen Ruhls Schlagkraft, um einer “Schatteneinheit“ den Gar auszumachen, die ein paar ganz hohe Wellen zu schlagen scheint. Natürlich ist Benejin nur um die Sicherheit der Bürger*innen von Janix besorgt. Deshalb sollen etwaige Überlebende auch ganz brav bei der Polizei abgeliefert werden. Ganz sympathisch also unsere Glatzköpfe. Die Sache hat nur einen entscheidenden Haken: Sie versuchen, niemand Geringerem als Darth Maul und Konsorten den Riegel vorzuschieben, und man kann sich denken, wie das ausgeht. Lawson, der Ruhl den gesamten Abend bereits belauert und verfolgt hat und dabei das dreifache Schmierfest mitbekommen hat, kommt zu spät und kann nur noch die Leichen von Bloors Gang und einen im Sterben liegenden Ruhl vorfinden. Ruhl, der nicht einmal mehr eine ganze Arie singen darf und ohne Reprise abtreten muss, stirbt immerhin mit genug Einsicht, dass er sich das alles selbst zuzuschreiben hat.
Die Umsetzung
In der letzten Ausgabe kommt nochmal ein narrativer Kniff zutage, der zumindest das loseste Ende der gesamten Reihe endgültig auflöst. Indem wir Lawsons Beschattung von Ruhl folgen, bekommt zumindest sein wirklich bizarres Handeln in den letzten Ausgaben einen halbwegs sinnvollen Hintergrund, auch wenn er sich daran gemessen schon etwas dilettantisch angestellt hat. Dass Ruhl Lawson nicht aus vernünftigen Gründen dauernd auf dem Kieker hatte, war ja schon von Anfang an klar, aber so durften wir nochmal alle wichtigen Figuren sehen, die in der Animationsserie dann auch ihren Platz finden. Deemis, Vario, sogar Rook Kast für mehr als ein Panel dieses Mal und selbst Maul in einem etwas signifikanteren Auftritt. Über die Sinnhaftigkeit, dass Lawson jetzt schon an einem größeren Problem Lunte riecht, will ich mich jetzt nicht echauffieren, denn ich freue mich doch, dass zumindest mit dieser Ausgabe ein durchaus versöhnliches Ende für die Mini-Reihe gefunden wurde. Ruhl ist durch seine eigene Gier ums Leben gekommen, Lawson ist bereit, sich demnächst mit Maul anzulegen. Für den Rest von uns: Nun, wir müssen wohl auf eine zweite Staffel von Maul – Shadow Lord warten.






Wie zuvor lobe ich gerne Musabekovs Gefühl für Charakterzeichnungen. Aber ganz besonders auch Guerreros Kolorierungen helfen immer dabei, Janix dieses gewisse Noir-Feeling zu verleihen. Insgesamt war hier das Niveau der Ausgaben konstant hoch, sodass ein paar kleine Mankos wirklich nur Anmerkungen und keine großen Beanstandungen waren. Denn wo ich zeitweise mit der Handlung arg am Hadern war, haben mich die Zeichnungen und Kolorierungen doch immer abgeholt.
Fazit
Die letzte Ausgabe von Shadow of Maul bekommt die Kurve und liefert ein zufriedenstellendes Finale ab, das vorrangig die wichtigsten Personen für die Animationsserie in ihre Ausgangspositionen schafft. Und während ich immer noch eine Comicreihe fernab von Maul und ganz im CSI-Stil (oder am liebsten doch Criminal Minds) herbeisehne, sagen wir einstweilen auf Wiedersehen zu Janix.
In der nächsten Woche steht dann das mit unfassbarer Spannung erwartete Galaxy’s Edge: Echoes of the Empire #4 an.
Wir bedanken uns bei Marvel für die Bereitstellung der digitalen Vorabexemplare, ohne die unser Marvel-Mittwoch nicht möglich wäre.










