Marvel-Mittwoch: Galaxy’s Edge: Echoes of the Empire #3

Unter dem mehr oder minder griffigen Titel The Battle of Black Spire versorgt uns Marvel diese Woche mit dem dritten Heft dieser immer weniger gefälligen Geschichte. Wer nur wenig Zeit hat, braucht hier eigentlich nicht mehr weiterzulesen und hat trotzdem nichts verpasst.

Achtung: Wie immer besprechen wir im Marvel-Mittwoch die Handlung der Comics, sodass sowohl der Beitrag als auch die Kommentare Spoiler enthalten können.

Zu Beginn des Heftes lässt sich Rey auf Batuu von Oga weiterhin seine wilde Geschichte auftischen, wie die Bewohner des Außenpostens Black Spire gegen Darth Vader gekämpft und trotzdem überlebt haben. Und gerade als wir dachten, nun hätten wir das endlich hinter uns, mussten wir leider erfahren, dass die Geschichte doch noch weitergeht. Leia, die mit dem grünen Dingsbums irgendwie doch noch entkommen konnte, wird mit Luke und Han zurückkehren und das grüne Teil auch wieder mitbringen. Juchhe! Hoffentlich erfahren wir dann auch noch, welche kleine „Freundlichkeit“ Oga Chewie da noch als kleines Andenken mitgegeben hat.

Was Ethan Sacks uns mit dieser Geschichte erzählen will, erschließt sich mir immer noch nicht. Er hatte ja durchaus ein paar Ideen, wie diese Geschichte etwas zum größeren Ganzen beitragen kann, z.B. indem er Oga Leia verraten lässt, wie sie Zutritt zu Jabbas Palast bekommt, oder dass Oga eigentlich ein Zögling von Jabba ist, aber das bleiben leider absolute Hintergrundfakten, die keinen Einfluss auf die Geschichte haben. Ähnlich hilflos wirken die humoristischen Einlagen, z.B. der leicht an den Schwarzen Ritter aus Die Ritter der Kokosnuss erinnernde Attentäter-Droide, der einfach nicht aufgeben will/kann.

Aber nichts davon erzeugt nur die geringste Spannung oder etwas Interesse an dieser 08/15-Geschichte. Selbst für eine Promotion-Aktion für dieses grüne Dingsbums, von dem ja nicht mal Leia weiß, was es sein soll, ist das zu wenig.

Eigentlich versprechen, so J.W. Goethe, schlechte Kritiken beste Unterhaltung, aber wir scheinen hier eine Ausnahme von dieser Regel vorliegen zu haben.

Und auch bei den Zeichnungen gibt es wenig Positives zu berichten, auch wenn sich Jethro Morales zumindest phasenweise Mühe gegeben hat, aber nicht durchgehend. Und für Gesichter hatte  Roi Mercado, der zweite Zeichner im Bunde, diesmal anscheinend wirklich keine Geduld. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf das restliche Team. Man sieht geradezu, dass Rachelle Rosenberg das Ganze am liebsten in Farben ersäufen oder zumindest so weit wie möglich übertünchen wollte.

Am besten ist noch Phil Notos Hauptcover gelungen. Aber Leias genervter Gesichtsausdruck auf dem Variant Cover von Leinil Francis Yu gibt meine Stimmungslage am Ende des Comics gut wieder.

Fazit

„Lieber keinen Comic als so einen Comic“, hätte ein ehemals bekannter FDP-Politiker in diesem Fall wohl gesagt. Und damit ist auch genug gesagt.

Bewertung: 1 von 5 Holocrons
Bewertung: 1 von 5 Holocrons

Am 15. Juli geht es dann mit Galaxy’s Edge: Echoes of the Empire #4 weiter. Bei Marvel geht es am 1. Juli mit Rogue One: Saw Gerrera #1 weiter.

Wir bedanken uns bei Marvel für die Bereitstellung der digitalen Vorabexemplare, ohne die unser Marvel-Mittwoch nicht möglich wäre.

Schreibe einen Kommentar