Rezension: Hyperspace Stories: The Bad Batch: Rogue Agents #2 von Dark Horse

Dark Horse Comics setzt heute den Ende Dezember begonnenen zweiten Handlungsbogen zur Schadenscharge, Rogue Agents, fort, die ihre wendungsreiche Suche fortsetzen.

Der Inhalt

Die vier Mitglieder der Schadenscharge versuchen, sich in Zivil zwischen die Piraten auf Starport Borgo zu mischen, was erwartungsgemäß nur so semi-gut gelingt. Aber sie können ihre Zielperson Laruche aufspüren und erfolgreich einen Deal mit ihm aushandeln.

Im Gegenzug für ihre wie immer eher handgreiflichen Dienste erhalten sie ein paar benötigte Informationen und Kontakte. Aber die Sache stellt sich – auch wie immer im Leben – etwas komplizierter und komplexer dar, denn sie sind ja nicht die Einzigen, die dieser Sache auf der Spur sind. Die im Egorausch begangene Trotteligkeit des genialen Wissenschaftlers, zieht immer weitere Kreise. Hätte er mal ein bisschen besser aufgepasst, aber so ist das, wenn man meint, kurz vor dem Durchbruch zu Ruhm und Bewunderung zu stehen; manchmal wartet stattdessen nur Ärger und Häme dahinter.

Kein Wunder also, dass sich recht dynamisch neue Allianzen und Konfrontationen bilden und immer mehr gefährliche Akteure in die Geschehnisse verwickeln, denen es nicht nur ums Geld geht.

Die Umsetzung

Michael Moreci reichert die eigentlich recht klassische Ausgangslage in diesem Heft mit immer mehr Hintergrundmaterial und zusätzlichen, eigenmotivierten Akteuren an. Da die Figuren sehr viel miteinander sprechen, bildet sich ein recht dichtes und komplexes Erzählgewebe. Man muss aber noch keine Sorge haben, dass man mitschreiben muss. Für die doch sonst eher einfach gestrickten Geschichten in den Hyperspace Stories ist dies mal ein schöner Kontrast. Der einzige Kritikpunkt an der bisherigen Geschichte ist die fehlende Spannung, denn trotz der ein oder anderen Wendung entwickelt sich die Geschichte sehr erwartbar. Mal sehen, ob im nächsten Heft diesbezüglich eine Besserung eintritt.

Die Zeichnungen von Reese Hannigan gefallen mir von Heft zu Heft besser. Die Optik wirkt deutlich erwachsener als die der sonst in dieser Reihe erscheinenden Hefte. Mit der Umsetzung der menschlichen Figuren ringt er zwar noch etwas, dafür klappt es bei der Darstellung der Klonrüstungen umso besser. Die Komposition und Orchestrierung der Panels fügt sich zu einem sauberen Fluss der Geschichte zusammen, setzt aber hier und da auch mal kleinere Highlights und spendiert so einzelnen Figuren durchaus ikonische Großpanels, die auch außerhalb der Reihe bestimmt des Öfteren zu sehen sein werden.

Auch in diesem Heft nutzt man wieder Elisabetta D’Amico für die getuschten Hell-Dunkel Lichtspielerein, die dieses Mal aber durch die „Überbelichtung“ der Figuren in der Kolorierung durch Michael Atiyeh immer mal wieder zu hell und blass wirken. Und auch sonst wirkt die Kolorierung in vielen Panels etwas zu künstlich und damit wenig atmosphärisch. Das ist für die Zukunft durchaus verbesserungswürdig, aber kein großer Kritikpunkt. Tyler Smith und Bobby Bradford hatten im Lettering gut zu tun, denn die handelnden Personen sind sehr mitteilsam.

Fazit

Ein insgesamt ganz solides Heft, das durch seine deutlich erwachsenere Optik zu bestechen vermag und die Geschichte trotz einiger Wendungen stringent vorantreibt.


Am 15. April soll es mit Hyperspace Stories: The Bad Batch: Rogue Agents #3 weitergehen.

Wir danken Dark Horse für die Bereitstellung des digitalen Rezensionsexemplars und der Vorschauseiten.

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