Marvel-Mittwoch: Trail of Shadows #5 und Darth Vader #20

Im heutigen Marvel-Mittwoch gibt es einen Doppelpack! Mit Trail of Shadows #5 endet die Minireihe von Daniel José Older mit neuen Erkenntnissen über das Wesen, welches die Jedi terrorisiert, während in Darth Vader #20 eine alte Bekannte ihren Wiederauftritt feiert, die Reihe damit aber auch nicht wirklich aufwerten kann.

Wie üblich bei den Beiträgen zum Marvel-Mittwoch enthalten die Rezensionen und ggf. auch die Leser-Kommentare Spoiler. In diesem Fall kommen bei der Reihe Trail of Shadows noch zusätzliche Spoilerwarnungen für weitere Werke hinzu!

Trail of Shadows #5: „Dust“

Zusätzliche Spoilerwarnung: Die Rezension zu Trail of Shadows wird mögliche Spoiler zum bisherigen The High Republic-Programm enthalten, insbesondere zu The Fallen Star und den The High Republic Adventures. Die Spoiler zum neuen Roman Midnight Horizon werden in einem eigenen Abschnitt behandelt und können dadurch vermieden werden!

Im Finale der Minireihe lichtet sich endlich der Nebel rund um den Leveler und wir erfahren mehr über dessen Ursprung und Funktionsweise. Wieso das leider etwas zu gestresst wirkt und unser Ermittlerteam auf Starlight noch umfangreicher hätte dargestellt werden müssen, soll hier im Fokus stehen.

Zum Inhalt

The High Republic: Trail of Shadows #5
The High Republic: Trail of Shadows #5 (08.02. 2022)

Das große Finale beginnt mit den langsam von Emerick abfallenden Alpträumen, die der Leveler am Ende der letzten Ausgabe bei ihm verursacht hat. Direkt danach kommt ihm Sian zu Hilfe und gesteht sich selbst in ihren Gedanken ein, dass sie etwas für ihn empfindet. Dies war ja bereits durch die Darstellung in den vorherigen Heften abzusehen und wird nun hier ausformuliert, spielt im restlichen Heft aber keine so große Rolle mehr. Da müssen wir uns also bis zu Phase III gedulden.

Ansonsten macht uns Kisma Uttersond klar, dass er keinerlei moralischen Kodex habe und daher für jegliche Kooperation bereit wäre, eben ein wahrer Opportunist. Dieses Versprechen setzt er dann direkt in die Tat um, indem er einen Lore-Dump über den Leveler von sich gibt. Hier hatte ich bereits nach der letztwöchigen Vorschau (Bild 4) meine Bedenken, denn genau das habe ich mir nicht von der Reihe erhofft. Für mich war es als Ermittlungs- und Krimireihe angelegt und ich hätte mir eigene Forschungsarbeit der beiden gewünscht, statt sich auf die letzte Ausgabe und Uttersonds Gesprächigkeit zu verlassen. Diese eigene Arbeit erhalten wir später zwar noch, doch Name-Drops wie „The Nameless“ oder „Eaters of the Force“ werden unseren Helden rein erklärend aufgetischt.

Doch neben dem Leveler gibt es das noch viel dringendere Problem des vor dem Cockpit explodierenden Starlight Beacon. Doch anstatt zu fliehen, beschließt Emerick – dank Uttersonds Hinweis, dass die Leveler an Bord gebracht wurden – die Präsenz dort für weitere Erkenntnisse zu untersuchen. Kurzerhand fliegen sie also in die Kuppel im oberen Abschnitt der Station und landen im Atrium, wo auch direkt Padawane rund um Torben Buck und Qort auf sie treffen. Während die Padawane an Bord flüchten, wagen sich Emerick, Sian und Co näher an die Leveler-Präsenz heran und Emerick versucht, stets bei Sinnen zu bleiben und sich nicht den Ängsten hinzugeben.

Besonders gefallen daran hat mir die Einbindung Sians, da der Leveler auf sie als Nicht-Machtnutzerin keinen so großen Einfluss hat, wie wir bereits in The Fallen Star erfahren haben. Somit kann sie zumindest in einigen Umrissen erstmals den Leveler in seiner ursprünglichen und nicht in seiner alptraumhaften Erscheinungsform sehen. Wirklich viel außer langen Klauen und einem tentakelartigen Kopf erkennen wir zwar nicht, aber immerhin nähern wir uns damit der Darstellung des Levelers weiter an. Auch Emerick kann der Erscheinung eines um Hilfe rufenden Stellan widerstehen und damit die Kreatur einer Klaue entledigen, womit auch direkt weitere Analysen in Aussicht gestellt werden. Viel mehr ist jedoch nicht möglich, da dann bereits Nihil-Horden folgen, die sich befreit haben und nun eine Rachefeldzug gegen die Jedi führen.

Um dann schlussendlich noch den Bogen zu den eher humoristischer angelegten The High Republic Adventures zu schließen, beschließt Torben Buck zurückzubleiben, aber vorher noch seine komplette Kleidung an Emerick zu übergeben, da daran Blut des Levelers sei und man dieses analysieren könne. Leicht bekleidet wie er nun ist, entschwindet er in den Nebel der Nihil und bleibt auf der Station zurück. Diese Entscheidung empfand ich als etwas schwer nachzuvollziehen, da er seine Aufgabe, die Padawane zu retten, doch erfüllt hat und nun keinen wirklichen Unterschied mehr auf der Station machen kann. Wieso also dort bleiben und in den Tod rennen, wenn das Schiff neben einem steht. Hier hätte ich mehr als nur kryptische Motivationen für gut befunden.

Während also Starlight im Hintergrund weiter gen Eiram fällt, beginnt Emerick an Bord des Schiffes direkt mit den ersten Analysen durch Cue und gibt sich der Hoffnung hin, dass auch in den dunkelsten Stunden Wissen stets die Angst besiegen kann und die Schatten lichtet, um zum Licht zu finden. Außerdem erfahren wir, dass Kisma Uttersond geflohen zu sein scheint, was bedeutet, dass wir ihn wohl nicht das letzte Mal gesehen haben, denn Geld, um sich bei seiner Familie zur Ruhe zu setzen, hat er ja immer noch nicht.

Verbindung zu Midnight Horizon

Hier gibt es ein oder zwei (größere) Spoiler zu dem gleichnamigen Roman, daher in einem extra Absatz! Den Namen einer Figur haben wir leicht verschlüsselt, damit niemand, der nicht gespoilert werden will, beim Scrollen zufällig darüber stolpert.

Zum einen sehen wir in dieser Ausgabe, wieso Qort am Ende als definitiv überlebend gesehen werden kann, da er es ist, der mit Emerick, Sian und den anderen Schülern an Bord des Schiffes flieht. Ebenfalls erfahren wir, dass er nun zum Ritter geschlagen wurde, und im letzten Panel erblicken wir sogar eine Mini-Version von Qort, welche ebenfalls eine solche Maske trägt, wie er es einst tat. Dieses Detail hat mir sehr gefallen, da man quasi sieht, wie ein junger Qort aus den ersten The High Republic Adventures-Comics zu seinem späteren Ich aufblickt, welcher sich nicht mehr hinter einer Maske versteckt und Angst davor hat, seine Aggressionen könnten anderen schaden.

Darüber hinaus erhalten wir gerade in Verbindung mit dem Ende des Romans ebenfalls eine Aussicht darauf, was Emerick und Sian zu der Unterhaltung im Jedi-Tempel mitbringen werden, die Meister Adoy angesetzt hat. Hier liegt eben auch meine Angst für die Relevanz dieser Minireihe. Während Adoy off-screen sehr viele Nachforschungen angestellt hat, haben wir fünf Ausgaben diesen beiden ebenfalls bei solchen zugesehen und es beschleicht mich das Gefühl, dass diese weniger wichtig gewesen sein könnten, als die des Jedi-Meisters. Seine bedeutungsschwangere Ankündigung, Antworten für die Zukunft in der Vergangenheit zu suchen, und die bandagierte Kreatur, die das Kinderlied vor sich hinsingt , scheinen auf ein ebenfalls gefestigtes Wissen für den Leveler hinzudeuten. Aber warten wir es ab. Ich bin sicher, dass die Story-Architekten sicherstellen werden, dass alle Beteiligten im Tempel angemessen zur Lösung beitragen.

Die Zeichnungen

Die Reihe war für Dave Wachter die erste Star Wars-Reihe und in meinen Augen sind seine Zeichnungen sehr konstant auf einem hohen Niveau geblieben. Nach meiner Kritik an Sians Darstellung in Ausgabe eins, hat sich dies mit der Zeit verbessert, auch wenn ich immer noch finde, dass Emerick besser ausdefiniert ist, gerade was die Gesichtsdarstellung betrifft. Auch der Leveler wirkt bedrohlich, auch wenn wir weiterhin nicht das ganze Wesen zu sehen bekommen. Ebenfalls ist ihm durch die Bank die Darstellung Reihe-fremder Figuren gut gelungen, wodurch man Charaktere wie Stellan, Torban Buck oder Qort direkt erkennt. Der punktierte Schatten-Stil, den ich bereits bei Ausgabe eins lobend erwähnte, hat sich auch sehr stimmig durch die Reihe gezogen und dieser Miniserie einen ganz eigenen Look gegeben, der nicht komplett hervorsticht, aber subtil das Genre der Reihe andeutet.

Zusammenschau

Am Ende bin ich in großen Teilen zufrieden mit der Reihe. Mir gefiel die Dynamik zwischen Sian und Emerick sehr gut und vor allem Ausgabe zwei und die Andeutung von wirklich visualisierten Analysen eines Tatortes haben es mir angetan. Trotzdem habe ich scheinbar die falsche Erwartung an die Reihe gestellt. Eine Suche nach Uttersond und seinen Tarnab-Kollegen war nicht das, was ich mir von Nachforschungen über den Leveler erwartet habe. Die Höhle am Ende von Ausgabe eins wird nie wieder wirklich aufgegriffen, die meiste Zeit wird über Nachforschungen geredet, anstatt zu zeigen, wie diese wirklich stattfinden, und nun am Ende erfahren Emerick und Sian die wichtigsten Informationen als Monolog von Uttersond. Mehr Eigeninitiative und Ermittlerdrang hätte ich mir da schon gewünscht – genau solchen, der erst am Ende beim Betreten des fallenden Starlight Beacons und bei der bewussten Konfrontation mit dem Leveler wieder zum Vorschein kommt.

Insgesamt liegt das Problem hier wohl wirklich bei der Veröffentlichungspolitik der Comic-Reihe. Bis zu The Fallen Star durften sie ja gar nicht so viel herausfinden, da sonst die Bedrohung auf Starlight nicht geheimnisvoll genug gewesen wäre. Da jedoch jeden Monat ein Heft erschien, musste man eben drei bis vier Ausgaben eine fast schon hinhaltende Story erzählen. In meinen Augen hätte diese Reihe näher beieinander erscheinen und erst kurz vor The Fallen Star starten sollen – vor allem, da die Reihe ja sowieso einen größeren Zeitsprung enthält. Am Ende finde ich es nämlich sehr traurig, dass wir gerade einmal 10 Seiten auf der Station verbringen, die die größte bis dahin erfolgte Leveler-Bedrohung beherbergt. Mit einer oder zwei kompletten Ausgaben auf der fallenden Station, in denen Nachforschungen angestellt werden und sich dieser Widerstand gegen den Leveler (und die Erfahrung, dass Nicht-Machtnutzer relativ sicher sind) langsamer antrainiert wird, hätte ich mich noch mehr in diese Ermittlungsstory investiert gefühlt.

Fazit

Trail of Shadows #5 als auch die restliche Reihe hat mich in jedem Fall unterhalten können und am Ende auch einige Informationen zum Leveler zu Tage gefördert. Auch Uttersonds Handlung und seine Motivation kann ich im Grunde nachvollziehens. Trotzdem beliefen sich wirkliche Einsichten zum Leveler auf die letzte Ausgabe und einen Lore-Dump von Uttersond, während die vorherigen Ermittlungen alle lediglich zu Uttersond führten. Auch wenn man annimmt, dass die Nihil alle Informationen so gut versteckt haben, dass man nur über einen Eingeweihten wie Uttersond an die Details kommt, hätte der finale Payoff auf Starlight trotzdem mehr Raum verdient, gerade da die Leveler dort ihren bisher größten Triumphzug veranstaltet haben. Nichtsdestotrotz verbindet die Reihe zwei sympathische Hauptfiguren mit dem nötigen Humor als auch Tragik und hat wohl den beklemmendsten Ohrwurm der Ära heraufbefördert. In diesem Sinne:

Shrii ka rai ka rai

We’re coming to take you away

Shrii ka rai ka rai

We’re coming to take you away

They’ll do what they can

and they’ll do what they must

but when they find you all you’ll be is dust.

Trail of Shadows #1
Logo zu Star Wars: Die Hohe Republik

Star Wars: Die Hohe Republik ist ein mehrjähriges Buch- und Comicprogramm, das 200 Jahre vor den Filmen spielt und die Jedi in ihrer Blütezeit zeigt. Weitere Infos, News, Podcasts und Rezensionen gibt es in unserem Portal und in der Datenbank. Beachtet auch unseren Guide zur Lesereihenfolge.


Darth Vader #20: „Queen’s Shadow Returns“

In Darth Vader #20 werden Finten gelegt und vermeintliche Verräter bestraft, während eine alte Freundin des Hauses Amidala wieder auf der Bildfläche erscheint und nach Antworten sucht.

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Darth Vader #20 (09.02.2022)
Darth Vader #20 (09.02.2022)

Der Name ist Programm! Sabé ist wieder da und sucht in den von Vader zurückgelassenen Ruinen nach Antworten zu Vader, von dem sie nun weiß, dass er für den Tod Padmés verantwortlich ist. Natürlich arbeitet auch sie mittlerweile für Crimson Dawn (ich mein, wer nicht?!) und somit hat sie auch an der Front noch eine Mission zu erfüllen. Zunächst jedoch erweckt sie die vor Ochi neben Vader herlaufende Nervgestalt ZED-67 wieder zum Leben und kooperiert zukünftig mit ihm, nachdem dieser von Vader auf Polis Massa zurückgelassen wurde.

Von diesem erfährt sie dann, dass Anakin und Padmé einen Sohn hatten – von der Tochter wird gar nicht erst geredet – und, dass Luke dieser Sohn ist. Der darauffolgende Plan, Vader auszunutzen, knüpft dann wiederum direkt an die letzte Ausgabe an, am Ende derer Vader die Basis von Crimson Dawn hochnahm und dort Mitglieder der Organisation in die Flucht schlagen konnte. Genau eines dieser Mitglieder war Sabé. Dann beginnt erneut eine sehr fadenscheinige Handlung, in der an allen Ecken der Galaxis – mit Hilfe der von Vader erbeuteten Liste von Crimson-Dawn-Kollaborateuren – Personen abgeschlachtet werden. Selbst vor Palpatines Beratern macht Vader dabei nicht halt.

Am Ende seines Massakers wird darauf hingewiesen, dass er quasi wusste, dass die Liste falsch sei, aber trotzdem alle getötet hat, weil sie so oder so Agenten des Chaos gewesen seien. Ich würde einfach vermuten, dass es ohne einen blindwütigen Mordsturm keine Begründung gegeben hätte, das Lichtschwert zu ziehen, und das kann bei einem Vader-Heft ja wohl nicht angehen!

Sabé selbst tritt dann am Ende in Erscheinung, wenn sie Ochi und Sly Moore – ebenfalls bei Crimson Dawn (das nimmt ja schon Züge von den Anfängen von Club House an) – zur Kooperation zwingt und damit droht, Vader sonst die wirkliche Liste mit ihren Namen darauf zu verraten.

Insgesamt geht die Handlung erneut kaum voran. Die in den vorherigen Heften eingeführten Helfer Vaders erledigen seine Drecksarbeit und bringen Leute um, die gar nicht Teil von Crimson Dawn sind, während Ochi – nervig wie immer – mit Anschuldigungen um sich schmeißt. Für mich reitet sich diese Reihe immer mehr in den Crimson Dawn-Sumpf hinein, sodass es bald problematisch erscheinen mag, wie manche Figuren da lebend wieder rauskommen. Ochi muss am Ende ja überleben, um seine staatstragende Rolle für Episode IX auszuführen, und kann daher entweder nie auffliegen oder muss als Doppel-Doppelagent arbeiten. So oder so freue ich mich jetzt schon nur bedingt auf die Konstruktion, mit der man seinen Kopf aus der Schlinge schreiben wird.

Vader selbst schnetzelt sich wiederum munter durch Beraterstab und Soldatentum, was sicherlich die letzten Loyalitäten nur noch stärken dürfte, wenn man in dem Wissen lebt, jederzeit ohne Beweise als Verräter abgeschlachtet werden zu können, weil Vader gerade so eine Laune hat. Das mag zwar seinem Wesen und seiner Darstellung auch in den Filmen entsprechen, aber wenn bereits viele Imperiale Teil von Crimson Dawn sind, sollte man nicht noch die verbliebenden loyalen Kräfte so willkürlich gegen sich aufbringen. Aber was weiß ich schon.

Die Zeichnungen

Die Zeichnungen von Raffaele Ienco bleiben weiterhin beim gewohnten Niveau und auch die Rückkehr Sabés ist visuell erkennbar. Auch bekannte Orte wie Coruscant oder Polis Massa sind wiederzuerkennen und auf die albernen Kopfbedeckungen der Berater wurde besonders geachtet.

Fazit

Wenig Neues passiert heute in Darth Vader. Wir erhalten vielmehr „Was währenddessen geschah“ aus Sicht von Sabé erzählt, während sie selbst noch nicht wieder auf Vader trifft. Dieser schnetzelt munter durch allerlei loyales Gefolge und hat sichtlich Spaß dabei, während sicherlich die letzten Loyalitäten so langsam dahinschmelzen dürften. Am Ende kann das Heft nicht wirklich überzeugen, auch wenn es mit Sabé zumindest einen starken Teil aus dem ersten Arc zurückbringt, sie dann aber auch direkt in die Crimson-Dawn-Schublade steckt. Eigene Motivationen scheinen irgendwie out zu sein und alle nur noch mit dem Mainstream zu schwimmen. Ich frage mich ja, wann endlich auch die Rebellion und am besten noch das Imperium offiziell dieser Organisation beitreten, damit sich alle wieder vertragen können…

Der Rezensent vergibt 2 von 5 Holocrons!
Bewertung: 2 von 5 Holocrons

Wir bedanken uns bei Marvel-Comics für die Bereitstellung der digitalen Vorabexemplare, ohne die unser Marvel-Mittwoch nicht möglich wäre.

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