Marvel-Mittwoch: The High Republic #13 und Doctor Aphra #18

Der geneigte Star Wars-Comic-Leser kann am heutigen Marvel-Mittwoch in The High Republic #13 wieder mit Avar Kriss und ihrer Crew auf die Jagd nach Lourna Dee gehen und mit Chelli Aphra in Doctor Aphra #18 versuchen, schneller als die Konkurrenz die Bedeutung eines alten Abzählreims zu ergründen.

Und damit ihr nicht unversehens in etwaige Spoiler hineinlauft, hier noch mal die ausdrückliche Warnung, dass die Rezensionen und ggf. auch Kommentare des Marvel-Mittwochs Spoiler enthalten und der Leser selber entscheiden sollte, ob er hier direkt weiterliest oder sich erst die Hefte selber zu Gemüte führen möchte.

The High Republic #13 – rezensiert von Patricia

The High Republic #13 von Autor Cavan Scott bringt Zeichner Ario Anindito zurück, während es die Starlight-Jedi auf Reise Richtung No-Space schickt. Avar Kriss schafft es endlich, dem vermeintlichen Auge Lourna Dee auf die Schliche zu kommen, und die Verfolgungsjagd der erhitzen Gemüter findet ein spannendes Ende …

Zum Inhalt

Nun ist es endlich so weit! Der lange von Avar Kriss ersehnte Moment ist gekommen und der Kampf gegen die Nihil geht in die nächste Runde – mit „The Battle of No-Space“ geht es dem Auge (oder zumindest dessen Stand-in) an den Kragen … oder eher an den Arm, aber dazu kommen wir später. Nachdem Avar sich also dem Rat und ihrem Freund Stellan Gios widersetzt hat, fliegt sie nun ohne deren Zustimmung mithilfe eines Hyperantriebs der Nihil Richtung Great Hall, mitsamt Ritterin Keeve Trennis und (Ex-)Jedi-Meister Sskeer im Schlepptau.

Zunächst sehen wir allerdings die Seite der Nihil. In der Rezension zur letzten Ausgabe habe ich positiv hervorgehoben, dass der Fokus ganz auf den Jedi lag und die Action in den Hintergrund getreten ist. Nun erfahren wir wieder etwas mehr zur Seite der Gegner, und dies funktioniert innerhalb dieser Handlung wunderbar. Zum ersten Mal sehen wir die Great Hall in Comicform und bekommen so nicht nur den Plan der Jedi mit, sondern auch die Verteidigungsmaßnahmen der Nihil. Die zwei Perspektiven erzeugen somit mehr Spannung, und auch wenn man die Nihil vielleicht nicht gewinnen sehen möchte, kann man deren mehr oder weniger erfolgreiche Verteidigungsbemühungen besser nachempfinden. In den ersten Seiten der Ausgabe zeigt sich vor allem auch, dass Marchion Ro sich nur wenig um die Tempest Runner und die Great Hall schert. Die Runner wünschen sich dessen Unterstützung, doch wie Lourna es am besten weiß, überlässt dieser sie lieber ihrem Verderben, während er sich selbst in Sicherheit wiegt. Diesen Konflikt und Marchions obskure Prioritäten nun auch im Comic zu erleben, hilft sicherlich dabei, seinen Charakter auszureifen und auch die Frustration und Verwirrung der Nihil darüber, links liegen gelassen zu werden, greifbarer zu machen. Außerdem ist es eine Freude, Mitglieder aus Lournas neuem Tempest, den sie in Tempest Runner aufgebaut hat, zu sehen.

The High Republic #13 (19. Januar 2022)
The High Republic #13 (19. Januar 2022)

Lourna und Zeetar sind wie wir es gewohnt sind mal wieder anderer Ansicht, jedoch hat dieses Mal ausnahmsweise Zeetar recht, auch wenn sein Fluchtplan etwas zu spät kommt. Das Team der Ataraxia macht nämlich keinen Hehl mehr daraus, Lourna ein Ende bereiten zu wollen und feuert zuerst. Die fluchenden, hitzigen Dialoge der zwischen Lourna und Zeetar haben mir besonders gut gefallen und die Handlung des Comics direkt auf ein schnelles Tempo gehoben.

In einem epischen Aufmarsch betreten die Jedi der Ataraxia die Bühne, und schnell tritt vor allem Avars Entwicklung in den Vordergrund. Gleich in ihrer ersten Szene metzelt sie Muglan nieder (schade, ich mochte Lournas Tempest irgendwie), während sie das Kredo „For Light and Life“ spricht, ein gruseliger Kontrast zu ihren Taten. Auch Zeetar kann ihr nicht lange standhalten und wird von ihr niedergebrannt, bevor sie ihren Kreuzzug durch das Schiff der Nihil fortsetzt. Wer bis hierhin immer noch keine Sorge um Avar hatte, wird dies spätestens jetzt überdenken.

Einer meiner liebsten Momente des Comics ist jedoch ein ganz anderer Kampf als der groß angekündigte Showdown zwischen Avar und Lourna, sondern der Konflikt zwischen Jedi und Jedi. Keeve Trennis stellt sich gegen Avar und konfrontiert sie mit ihrer eigenen Scheinheiligkeit. Vor kurzen hat sie Sskeer sein Lichtschwert aufgrund seiner Morde entnommen (der in diesem Comic übrigens wieder eines mit sich trägt, dabei könnte es sich aber auch um eines der beiden Schwerter von Keeve handeln), doch nun tötet sie auf die selbe Art und Weise – jedoch ohne Krankheit, die ihre Wahrnehmung verzerrt. Avar will sich allerdings nicht von einer Jedi, die sie selbst zur Ritterin geschlagen hat, beirren lassen und geht mit ihrem Lichtschwert nun auch auf Keeve los. Sie scheint komplett im Tunnel gefangen zu sein, dies ist nicht mehr die ruhige und konfliktvermeidende Avar, die wir zur Beginn der Phase kennengelernt haben. Zwar ist sie noch genauso entschlossen wie zuvor, doch diese Entschlossenheit könnte ihr nun zum Verhängnis werden. Keeve gewinnt den Kampf, wobei Avar gerade ansetzt, ihr etwas zum Lied der Macht zu erklären, als eine Explosion Keeve niederreißt. Ich hätte liebend gerne gehört, was sie noch zu sagen hatte … ob die Drengir ihre Wahrnehmung der Macht doch nachhaltig beeinflusst haben? Oder ob sie bereits spürt, dass auf Starlight zeitgleich irgendetwas seltsames vor sich geht?

Nachdem Keeve fürs Erste ausgeschaltet ist erreicht die Spannung in der Konfrontation zwischen Avar und Lourna ihren Höhepunkt. Von ihrer Wut auf Dee beflügelt kämpft Avar in rasanter Action gegen ihre verhasste Gegnerin, die es in Zeetars Anzug zunächst sogar schafft, Avar zu übertrumpfen. Einen bewegenden Moment der Erkenntnis hat Avar, als sie Lourna dafür anklagt, auf ihre eigenen Leute zu feuern, während die bewusstlose Keeve neben ihr liegt. In gewisser Weise sind Avar und Lourna fast schon Abbilder voneinander geworden, durch ihre verbissene Jagd nach dem Auge hat sich Avar Lournas Taten immer weiter angenähert. Dies scheint Avar dann auch aufzufallen, doch lässt sie sich nicht beirren und zerlegt Zeetars Rüstung auf einer atemberaubenden Doppelseite allein mithilfe der Macht. Sie gibt Lourna die Chance sich zu ergeben (doch wieder ein Lichtblick für Avar?), doch Lourna besitzt immer noch Terecs Lichtschwert und greift erneut an. Dies bringt Avar komplett aus der Fassung und wie es sich für eine gute Star Wars-Geschichte gehört, darf nun auch Lourna Dee eine Hand – dieses Mal sogar mitsamt Lichtschwert – verlieren. Auch wenn dies nicht die erste Hand, und vor allem nicht der erste Tempest Runner ohne Hand ist, macht es irgendwie doch immer wieder Spaß, wenn dieser Running Gag fortgeführt wird. Außerdem entsteht dadurch die spannende Ausgangslage, dass Lourna Avar unbewaffnet gegenübersteht – und Jedi doch eigentlich keine Gegner niederstrecken, die sich nicht verteidigen können. Das scheint Avar allerdings genauso wenig zu kümmern, wie es einst Anakin Dooku gegenüber geschert hat, und so zeigt Heft #13, dass sich die Geschichte auch innerhalb von Star Wars immer wieder wiederholt.

Die wohl bedeutendsten Seiten des Comics sind die letzten Momente der Ausgabe. Avars Worte spannen einen Bogen zurück zum ersten Heft der Reihe– zu ihrer Rede bei der Einweihungsfeier von Starlight Beacon. Was für eine wundervolle Ironie, dass sie genau diese Worte aufgreift und ihnen eine dunklere, besorgniserregende Bedeutung gibt, während am anderen Ende der Galaxis gerade Starlight auf seinen bitteren Fall zusteuert. Zumindest scheint Avar zu merken, dass ihre Taten nicht denen einer Jedi gerecht werden, sie nennt sich selbst eine Lügnerin, lässt uns auf einen friedlicheren Kurs hoffen, doch anstatt an der eigentlichen Bedeutung ihrer Rede festzuhalten, zückt sie ihre Waffe gegen die verwundete Lourna und lässt mich als Leserin nur fassungslos die Seiten anstarren. Ob Keeve rechtzeitig intervenieren kann, werden wir wohl erst nächsten Monat erfahren … Lourna sterben zu sehen fände ich zumindest extrem schade, da Tempest Runner sie für mich zu einer der interessantesten Figuren gemacht hat. Cavan Scott gelingt mit Avar allerdings eine genauso gut gelungene Wandlung, die sich schleichend über die letzten Ausgaben hinweg vollzogen hat, wodurch man die ersten 12 Ausgaben sicherlich noch einmal aus einem neuen Blickwinkel lesen kann. Vor allem gespannt bin ich darauf, ob Avar sich wieder besinnen wird – sonderlich viel von ihr haben wir in The Fallen Star ja nicht erfahren können, und so stehen für ihre Entwicklung noch so ziemlich alle Türen offen. Doch so spannend ich Avars Entwicklung in der Comicreihe auch finde, und so gut es Cavan Scott auch gelingt, diese greifbar zu machen, so sehr wünsche ich mir auch, mehr von ihren Gedanken zu erfahren und ihre Abtrünnigkeit von den Wegen der Jedi auch aus ihrer eigenen Perspektive zu erfahren. Dennoch freue ich mich über jeden Avar-Moment, den ich bekommen kann, und so bleibt uns am Ende dieser Ausgabe nur eines zu hoffen, nämlich dass Avar Kriss nicht das gleiche Schicksal ereilen wird wie Starlight Beacon …

Zu den Zeichnungen

Ein riesiger Pluspunkt für die The High Republic-Reihe sind die fantastischen Zeichnungen von Ario Anindito. Mit Heft #13 kehrt dieser wieder zurück und wird auch die finalen zwei Ausgaben der Reihe zeichnen. Es macht einfach immer wieder Spaß, die von Anindito erschaffenen Seiten anzuschauen, die von vorne bis hinten detailreich gestaltet sind und auch im Hintergrund niemals zu verschwommenen oder verzerrten Gesichtern verkommen.
Gleich zu Beginn gefällt mir schon die visuelle Darstellung der Great Hall mit der zusammengeflickten Kuppel aus den verschiedensten Schiffsteilen – typisch für die Nihil. In dieser Ausgabe darf Ario auch zum ersten Mal Lourna Dee zeichnen. Diese hat mir schon in Jeantys Version gut gefallen, doch Anindito verleiht ihr einen richtig gruseligen Look, der fast schon albtraumhaft daherkommt. Auch Marchion Ro hat der Zeichner großartig getroffen, wenn auch nur als Hologramm. Und dass ich mich über die wahnsinnig schönen Darstellungen von Avar und Keeve freue, sollte wohl schon lange kein Geheimnis mehr sein.

Nach wie vor weiß Ario Anindito das volle Potential des visuellem Mediums zu nutzen. So stellt er beispielsweise direkt auf der ersten Seite Lourna und Marchion gegenüber, indem er je eine Hälfte deren Gesichter nebeneinander zeichnet. Ausgabe 13 ist gefüllt mit dynamisch angeordneten Panels, die die Action der Geschichte wunderbar hervorheben. Die Action an sich ist ebenfalls ein weiterer Pluspunkt der Ausgabe. In keinem Moment ist unklar, welcher Charakter sich wie bewegt, die Lichtschwertschwünge sind leicht nachzuverfolgen und verleihen der Handlung Leben. Die stärkste Seite des Comics ist die Doppelseite, in der Avar Lournas Rüstung auseinandernimmt, doch auch der Aufmarsch der Jedi erzeugt einen ebenfalls fesselnden Moment und gehört nun zu einem meiner Lieblingspanels der Reihe.

Anindito achtet auch auf Kleinigkeiten, so öffnen sich beispielsweise Avars Haare, sobald sie von Keeve besiegt wird und im Laufe der Ausgabe sammeln sich immer mehr Verschmutzungen auf ihrem Umhang an. Diese kleinen Dinge machen die Handlung greifbar und lassen sie realistischer wirken – genauso wie auch die jederzeit großartig eingefangenen Emotionen in den Gesichtern der Charaktere, die mich als Leserin mitfühlen lassen und den Protagonistinnen Tiefe verleihen.  

Zuletzt möchte ich auch noch die farbliche Gestaltung, die wir Carlos Lopez verdanken, hervorheben, denn auch diese hat mir gut gefallen. Die Farbgebung auf der Great Hall, mit Kontrast zwischen dunklem Hintergrund und hervorstechenden Charakteren ist besonders gut gelungen. Die Ausgabe ist nicht allzu bunt, sondern fokussiert sich auf das Grün der Nebelwolke, das Orange des Feuers und die Farben der Lichtschwerter, während der Hintergrund in matten Tönen die Action in den Vordergrund rücken lässt. Außerdem aufgefallen ist mir, dass der Hintergrund in Avars Momenten ab und zu besonders dunkel wird – eine Kleinigkeit mit großer Wirkung. Dieses Team darf gerne öfter zusammenarbeiten!

Fazit

The High Republic #13 nimmt uns mit Richtung No-Space und liefert nicht nur rasante, spannende Action mit grandios inszenierten Kampfsequenzen, sondern auch überraschende, fesselnde Konflikte zwischen Charakteren und deren Konfrontationen mit ihren eigenen Taten. Während Avar sich moralisch immer weiter an ihre eigentliche Erzfeindin Lourna annähert, dient Keeve als Stimme der Vernunft, die genauso verzweifelt wie der Leser Avars Ausschreitungen beobachtet und versucht diese zu stoppen. Eine von Ario Anindito großartig kreierte und von Carlos Lopez farblich stimmig eingefangene Atmosphäre verleihen der besorgniserregenden, von Cavan Scott mit interessanten Verbindungen versehenen Handlung die nötige Intensität und machen Ausgabe #13 zu einem der entscheidendsten Momente der Geschichte von Avar Kriss, Keeve Trennis und Lourna Dee.


Doctor Aphra #18 – rezensiert von Matthias

Der Inhalt

Doctor Aphra #18 (19. Januar 2022)
Doctor Aphra #18 (19.01.2022)

Das Heft beginnt mit einem Rückblick darauf, wie Just Lucky sechs Jahre zuvor Ariole verlassen hat, weil er ihn nicht der aufziehenden Gefahren aus den wachsenden Schulden seines Bruders aussetzen wollte. Nun, da er in der Gegenwart in einer Bar auf Canto Bight sitzt, macht er sich erneut Sorgen um Ariole, aber diesmal ist er es, der von Ariole ohne Wissen um dessen Aufenthaltsort sitzengelassen worden ist. Und dies, nachdem er doch an Bord der Vermillion Ariole um Verzeihung für sein Handeln damals gebeten hatte, auch wenn er fälschlicherweise glaubte, dass Ariole ihn in diesem Augenblick nicht hören konnte. Doch auch wenn die Barkeeperin ihn ein wenig damit neckt, merkt man dennoch sehr deutlich, dass er gerade etwas in der Luft hängt.

Selbiges tun – nur im wortwörtlichen Sinne – in diesem Augenblick auch eine paar (ehemalige) Mitglieder jenes illustren Kreises von Sammlern von Aszendenten-Artefakten, mit dem Aphra und Sana zuletzt verstärkt Kontakt hatten. Ein Kreis, der hier von Panel zu Panel kleiner wird, denn jedes Mal, wenn Aphra und Sana an einen ihrer Treffpunkte anlangen, finden sie dort nur noch Tote vor, die Kho rituell drapiert hat. Über die Analyse des Rituals nähert sich Aphra Khos Modus Operandi, um schließlich zu verstehen, was sie tun müssen, um Kho nicht mehr nur nachzulaufen, sondern wieder einen Schritt voraus zu sein und so eine Falle stellen zu können.

Dazu müssen sie einem alten, aber wie so oft bei Aphras Kontakten nicht sehr lieben Bekannten überreden, dass er für sie ein gefälschtes Angebot für ein ebenso gefälschtes Artefakt der Aszendenten im Kommunikationskanal der Sammler macht. Diese „Bitte“ von Aphra kann Beol de‘Rruyet ihr nicht wirklich abschlagen. Zwar ist er nach dem unfreiwillig gemeinsamen Abenteuer um die Nihil-Path-Engine nicht gut auf sie zu sprechen, aber sie hat damals sein Leben gerettet und bietet an, dieses auch jetzt wieder zu tun.

Und so kommt es, dass Kho, gerade noch tief in Grübeleien um die wahre Bedeutung eines rituellen Abzählreims versunken, von der angeblichen Verfügbarkeit der Krone des Suchenden Kenntnis erhält. Sofort ist xier klar, dass diese Krone xier zum Ewigen Funken führen könnte. Nach all den Enttäuschungen durch wertlose Fälschungen endlich mal wieder ein echter Lichtblick. Nur wartet am angegebenen Ort nicht der Sammler und sein Artefakt, sondern Aphra und Sana auf Kho. Dass sich nun entwickelnde Duell entfaltet sich gleichsam auf der physischen als auch auf der intellektuellen Ebene, auf der sich die beiden sehr wohl anerkennen. Und so geht nach und nach die Konfrontation von Aphra und Kho in ein gemeinsames, nicht ganz freiwilliges Brainstorming über, bei dem sich ihre Gedankengänge (und die von uns Lesern) synchronisieren, und aus dem beide mit den gleichen Erkenntnissen hervorgehen. Die Lösung für ihrer beider Problem liegt genau dort, wo das Rätsel seinen Ursprung nahm, auf Bar’Leth.

Zur Darstellung

Alyssa Wong hat sich trotz etwas Begleitaktion diesmal ungewöhnlich stark auf den Inhalt fokussiert und gibt dabei all ihren Charakteren den Raum, um sich und die Storyline sauber zu entfalten. Dies verstärkt das Wettrennen zwischen Aphra und Kho, ohne die Konfrontation in den Vordergrund zu stellen. Der Abzählreim und seine Bedeutung setzt das weltliche Geschehen in seinen intellektuellen Kontext. Ein sehr geschickter Kniff, um uns Leser wieder auf die gleiche Augenhöhe mit den beiden zu bringen und so die Spannung zu halten, auch wenn eigentlich noch nicht viel geschehen ist, da ja alles nur rituelle Vorbereitungshandlungen waren, die jetzt aber dem Höhepunkt entgegenstreben.

Auch dieses Mal gibt es wieder nichts an den Zeichnungen von Minkyu Jung und den Kolorierungen von Rachelle Rosenberg auszusetzen. Die unterschiedlichen Farbstimmungen zeigen den Wechsel der verschiedenen Lokationen sehr gut an und setzen den Ton der Ereignisse entsprechend um. So ist der Fokus der Ereignisse in Brentaal IV ganz klar auf Khos Überlegungen rund um den Abzählreim, während die Erpressung in der Bar auf Midarr überblendet und damit quasi als nur den Grundzügen nach relevant ausgeblendet wird.

Fazit

Ein inhaltlich etwas ungewöhnliches Heft, welches aber sehr gut zu der ruhigeren, besonneren Aphra der neuen Reihe passt und die Geschichte ordentlich anfüttert, ehe es mit dem nächsten Heft in die Kurve vor der Zielgerade geht.


Avar Kriss tritt schon in zwei Wochen, am 2. Februar, wieder in Aktion, während Aphra noch bis zum 16. März Zeit hat, die heutigen Rätsel zu lösen. Bis dahin könnt ihr am nächsten Marvel-Mittwoch in The High Republic: Trail of Shadows #4 miterleben, wie Emerick und Sian versuchen, das Rätsel um die Nihil-Geheimwaffe zu ergründen.

Wir bedanken uns bei Marvel für die digitalen Vorab-Ausgaben, ohne die unser Marvel-Mittwoch nicht möglich wäre.

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Star Wars: Die Hohe Republik ist ein mehrjähriges Buch- und Comicprogramm, das 200 Jahre vor den Filmen spielt und die Jedi in ihrer Blütezeit zeigt. Weitere Infos, News, Podcasts und Rezensionen gibt es in unserem Portal und in der Datenbank. Beachtet auch unseren Guide zur Lesereihenfolge.

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