Rezension: Comic-Kollektion, Band 113: Qui-Gon und Obi-Wan

Wen haben wir denn da? Qui-Gon Jinn!

Baroness Omnino

Am 09.02. erschien der 113. Band der Star Wars Comic-Kollektion mit einer Sammlung aus Geschichten, die zum Thema Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi passen. Entsprechend heißt der Band auch Qui-Gon und Obi-Wan. Enthalten sind vier verschiedene Geschichten: Qui-Gon & Obi-Wan: Verrat auf Ord Mantell von Ryder Windham, Qui-Gon & Obi-Wan: Der Aurorient Express von Mike Kennedy, Star Wars Tales: Leben, Tod und die lebendige Macht von Jim Woodring und Aurras Gesang von Dean Motter. Informationen zu den Zeichnern findet ihr in unserer Datenbank.  

Die Geschichten spielen in den Jahren 44 bis 36 VSY und hängen nicht miteinander zusammen. Außerdem unterschieden sie sich sowohl vom Zeichen- als auch vom Erzählstil stark voneinander. Die Tales-Geschichte finde ich dabei zeichnerisch am gelungensten, die beste Geschichte war in meinen Augen Verrat auf Ord Mantell.  

In dieser verhindern Qui-Gon und Obi-Wan ein Attentat auf eine Baronin, deren Mann vor Jahren nicht von den Jedi beschützt werden konnte und die deshalb einen Groll auf den Orden im Allgemeinen und auf Qui-Gon im speziellen hegt. Wie es der Zufall so will, benötigt sie kurz darauf jedoch die Hilfe des Jedi und bittet ihn, ihren Sohn zu finden, der eigentlich nach Coruscant nachkommen sollte. Schnell finden Qui-Gon und Obi-Wan das Schiff, mit dem dieser Sohn unterwegs war und finden die Mannschaft abgeschlachtet vor. Zudem ein Monster, welches sie auf den Planeten Ord Mantell stößt, wo sie auf einen scheinbar abtrünnigen Jedi treffen. 

Die Geschichte zeigt eine wunderschöne Dynamik zwischen den beiden Hauptcharakteren und auch das Meister-Schüler-Gefälle, welches in Die dunkle Bedrohung ihrem Ende entgegen geht, ist hier deutlich zu spüren. Ebenso verhält es sich mit der Handlung in Der Aurorient Express, einer Homage an Der Orient-Express und ebenso aufgebaut. Hier sind die Zeichnungen aber deutlich stilisierter und kantiger. Von der Story her ist es aber nicht weniger gefährlich, denn der Aurorient Express sinkt in einen Tibanna Planeten und merkt das gar nicht. Dazu kommen noch Piraten, mächtige Leute und ein Naturschützer. Beide Geschichten sind ein guter Zeitvertreib und konnten mich fesseln und unterhalten.  

Die dritte Geschichte mit den beiden Jedi regt hingegen eher zum Nachdenken an, denn hier geht es um die Philosophie des “der lebendigen Macht dienen”. Hierbei wird das Beispiel genutzt, dass Qui-Gon einem offensichtlich bösen Wesen, welches aber seiner Meinung nach nichts dafür kann, gegenüber sehr freundlich ist, es und seine Gruppe aber bedenkenlos abschlachtet als sie ihn angreifen. Dazu kommt das Beseitigen einer weiteren durch und durch bösen Kreatur. Die Erklärungen regen dann sowohl Obi-Wan als auch den Leser zum Nachdenken an, was einen interessanten Kontrast zur Action in den beiden vorangegangenen Comics darstellt.  

In der letzten Geschichte treten die Jedi gar nicht mehr auf. Hier sehen wir lediglich Aurra Sing, die von ihrer Vergangenheit in der Ausbildung bei den Anzati eingeholt wird. Ein großes Kopfgeld ist auf sie ausgesetzt und ihr alter Ausbilder, der sich zusätzlich körperlich zu ihr hingezogen fühlt, greift sie auf ihrem eigenen Schiff auf. Auch hier sind die Zeichnungen gelungen und die Story ist lesenswert, wenn man ein Aurra-Fan ist. Ich persönlich habe mich zwar unterhalten Gefühlt, doch war ich ohne die Geschichte auch glücklich.  

Alles in allem würde ich Comic-Kollektionsband 113: Qui-Gon und Obi-Wan drei von fünf Holocrons geben. Die Geschichten waren alle nett zu lesen, waren teils actionlastig, haben teils zum Nachdenken angeregt und haben uns gekonnt von der Dynamik zwischen Qui-Gon und Obi-Wan berichtet, doch sehe ich sie eher in einer Sammlerecke und qualitativ im Durchschnitt als zu sagen: Hier, den Comic musst du auf jeden Fall gelesen haben. Drei Holocrons sind trotzdem noch eine gute Bewertung und Fans der beiden Jedi (und Aurra) kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. 

Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!

Wir danken Panini für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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