Rezension: Comic-Kollektion, Band 112: Der Stark-Hyperraum-Krieg

Und wer dich da so unhöflich anstarrt, ist meine Schülerin Aayla Secura.

Tholme

Republik war eine wirklich lang laufende Reihe und in der Star Wars Comic-Kollektion von Panini haben wir schon viele Handlungsbögen lesen dürfen. In Band 112 kommen zwei weitere hinzu: Der Stark-Hyperraum-Krieg und Die Devaronianische Version, die beide von John Ostrander geschrieben wurden und die Hefte Republik #36 bis #41 abdecken. Der Stark-Hyperraum-Krieg wurde auf Deutsch zuletzt im Jahr 2001 in Sonderband #11 veröffentlicht, damals noch bei Dino. Übersetzer war Michael Nagula. Die Devaronianische Version ist eine Neuübersetzung und wurde von Benjamin Feuer angefertigt. Die Zeichnungen stammen in beiden Fällen von Davidé Fabbri.

Wir befinden uns im Jahr 30 VSY. Aayla Secura ist mit Tholme als neuem Meister in den Tempel zurückgekehrt und versucht mithilfe des Rates ihre Erinnerungen soweit es geht wiederherzustellen. Der telepathisch begabte Kel’Dor Plo Koon ist dabei eine große Stütze und leitet Aayla dabei an. Kurz darauf trifft ein gewisser Jace Dallin ein, der unbedingt mit Meister Koon sprechen will, da sie eine gemeinsame Geschichte verbindet. Die des Stark-Hyperraum-Krieges. Da Aayla mit dieser nicht vertraut ist, erzählen die Anwesenden Jedi und Dallin sie ihr.

Im Jahr 44 VSY wurde durch einen Unfall auf Thyferra das Bacta in der Galaxis knapp. Ein Verbrechersyndikat unter Iaco Stark, den Leser der Comic-Kollektion in Agent des Imperiums schon als alten Mann kennengelernt haben, überfällt die wenigen Frachter, die nun noch Bacta transportieren. Entsprechend verlangt die Handelsföderation unter Nute Gunray, dass die Republik doch bitte eingreifen soll. Es formen sich zwei Parteien: Nummer eins unter Ranulph Tarkin, einem Cousin von Wilhuff, welche die Republik militarisieren und eine Armee aufstellen will und Nummer zwei unter Finis Valorum, welche weiter den diplomatischen Weg gehen will. Die Jedi unterstützen dabei natürlich Valorum, während Gunray insgeheim Tarkin unterstützt und so direkt in die Hände von Stark spielt.

Die Geschichte ist mehr oder weniger ein Filler in der Handlung der Republik-Reihe, da die Handlung nicht vorangetrieben wird. Viel mehr wird erklärt wie Plo Koon Jedi-Meister wurde, warum er respektiert wird und wie Obi-Wan und Quinlan Freunde wurden, bevor letzterer sein Gedächtnis verloren hat. Außerdem legt sie den Grundstein für Valorums Wahl zum Kanzler. Für einen Filler hingegen ist sie unglaublich gut geschrieben. Man kann mit den Charakteren mitfühlen, besonders da es größtenteils bekannte Figuren sind und Tarkin ein Depp. Es hilft auch, dass die Geschichte auch als solche erzählt wird und in verschiedenen Tempos mit leicht anderen Stilen von den Erzählern wiedergegeben wird, wobei alle den Fokus etwas anders legen, sodass die eigentliche Nacherzählung sowohl für Aayla als Adressat als auch für uns als Leser spannend bleibt.

Die Devaronianische Version hat im Prinzip das gleiche Schema, nur dass Vilmarh Grahrk, der unglaublich nervtötende Devaronianer aus der Reihe, seine eigene Geschichte erzählt und dabei großzügig umdichtet und ausschmückt. Hier muss ich ganz ehrlich sagen, habe ich keinerlei Mehrwert gesehen. Es ist super, dass die Geschichte übersetzt wurde, keine Frage, aber warum sie überhaupt so geschrieben wurde, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Sie kann nicht einmal als Zusammenfassung dienen, weil wir zum einen alle diese Geschichten schon kennen und zum anderen sind sie größtenteils anders abgelaufen als der Pirat es behauptet. Besonders seine Darstellung der Jedi und von Bobo aka. Darth Sidious sind eine lächerliche Parodie und treffen meinen Humor leider gar nicht. Da war ich froh, dass er wenigstens zugegeben hat, von Darth Maul verprügelt worden zu sein.

Die Zeichnungen sind jedoch super. Im Gegensatz zum Cover, auf dem man Plo Koon nur erkennt, wenn man weiß wie er aussehen soll, passen die Zeichnungen im Comic tatsächlich auch zum Stil der Reihe! Unterstützt wird dies durch die kräftigen Farben, bei denen Aaylas blaue Haut wieder unglaublich hervorsticht und nicht so blass darstellt wird wie es in The Clone Wars der Fall war.

Zusammen gebe ich dann drei von fünf Holocrons. Der Stark-Hyperraum-Krieg hat zwar einige Anspielungen auf galaktische Politik, die auch in den späteren Legends Werken wieder Verwendung finden, aber was das Ganze nun mit der Haupthandlung zu tun hat, ist nicht klar geworden. So reflektieren eine Horde Jedi lediglich ein spannendes, vergangenes Ereignis.

Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!

Wir danken Panini für das Rezensionsexemplar!

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