Rezension: Comic-Kollektion, Band 110: Die neuen Abenteuer des Luke Skywalker

Tötet ihn, bevor er mich komplett verschlingt!

C-3PO

Wir machen mit dem 110. Band der Star Wars Comic-Kollektion weiter. Diese enthält mal wieder einen Klassiker unter den Star Wars Comics, nämlich die 1995 erschienene Adaption von Die neuen Abenteuer des Luke Skywalker von Terry Austin, basierend auf dem gleichnamigen Roman (später Skywalkers Rückkehr) von Alan Dean Foster.

Weil ich den Roman vor einiger Zeit schon rezensiert habe und der Inhalt gleich geblieben ist, wird diese Rezension den inhaltlichen Teil weitestgehend außen vor lassen und sich darauf beziehen, wie gut Comic und Roman zueinander passen. Eine „normale“ Rezension zum Comic hat Joshua bereits zum 14. Essentials Band geschrieben.

Ganz kurz: Wir befinden uns im Jahr 2 NSY und Luke, Leia, R2 und 3PO sind unterwegs, um im Circapous System eine rebellische Gruppe für die Rebellenallianz anzuwerben. Leider müssen sie auf Mimban notlanden und werden dort in ein längeres Abenteuer verstrickt. Dazu gehören eine alte Frau, ein Kristall und ein Sith Lord.

Die eigentliche Geschichte von Alan Dean Foster hat Terry Austin wunderbar auf das wesentliche runter gebrochen. Gefehlt hat mir nur, dass Luke und Leia den Kristall am Ende mitnehmen, dieser aber mit zunehmender Entfernung seine Kraft verliert. So bleibt sein Schicksal mehr oder weniger offen. Hinzu kommen dafür Lord Vader und Captain Piett auf der Executor, die im Originalroman so nicht vorkommen.
Kritikpunkte an der Story bleiben daher allerdings auch weiter bestehen: Was wollte die alte Halla überhaupt mit dem Kristall, wo sie die Macht doch gar nicht nutzen kann und viel schlimmer: Warum kann Luke, der von einem Wüstenplaneten stammt schwimmen und sogar tauchen, Leia Organa, die Prinzessin von Alderaan aber nicht? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich da bei den Rezensionen zu den klassischen Marvel Comics schon mal drüber ausgelassen habe, da ist es nämlich sinnvoll und andersherum! Machtblitze bei Vader gehen eigentlich auch nicht, aber das war zur Romanvorlage nun einmal noch nicht etabliert, daher muss man damit leben.

Ansonsten konnte ich die Comicadaption wirklich genießen. Die Zeichnungen Chris Sprouse sind wirklich gelungen. Besonders an der körperbetonten Kleidung der Hauptcharaktere hatte Sprouse seinen Spaß und so sind Luke und Leia quasi die Inbegriffe des klassischen Schönheitsideals. Etwas mehr Details hätten mir beim Kampf mit Vader gefallen, hier währen Verletzungen noch schön gewesen und nicht nur von einem Lichtschwert zerrissene Kleidung. Davon muss man immerhin auch nicht wiederbelebt werden. Und die Nichtmenschen bluten ja auch angemessen, da hätte man bei Leia also nicht geizen müssen.

Als Bonus im Band enthalten ist Tales #11: Die Tagebücher von Prinzessin Leia von Jason Hall. Dieses Tagebuch beschreibt Leias Leben von ihrem Kindesalter bis zum Senatsbeitritt. Allerdings kommt ihre Stiefmutter gar nicht vor, erster Negativpunkt. Zum zweiten verhält sich auch Kind-Leia etaws überspitzt und zuletzt kommen die Zeichnungen von Chris Bunner, die eher abstrakt wirken. Nett gemacht ist, dass Leia sich wie ein typischer Zwilling ohne ihren Bruder leer fühlt, als ob etwas fehlen würde. Ansonsten kann man echt froh darüber sein, dass der Comic so kurz ist und man nicht zu viel drüber nachdenken muss. Er zieht die Bewertung des Bandes damit deutlich nach unten.

Insgesamt gebe ich dem 110. Band der Star Wars Comic-Kollektion dann 3 von fünf Holocrons. Neben der eher durchwachsenen Story der Hauptgeschichte wartet diese mit einer guten Umsetzung der Vorlage auf, wird aber durch die Bonusgeschichte wieder auf Durchschnitt zurück gezogen. 

Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!

Wir danken Panini für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

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