Rezension: The Mandalorian 2×04: „Kapitel 12: „Die Vertreibung“

Nach der letzten Folge haben wir nicht erwartet, dass The Mandalorian sein hohes Erzähltempo beibehält und so wirkt diese Folge anfangs auch wie ein Filler, doch dann überrascht sie mit wichtigen Erkenntnissen zur Haupthandlung der Serie.

Die Rezensionen enthalten Spoiler zur aktuell rezensierten, als auch allen bisherigen Folgen. Wenn ihr die Folge also noch nicht gesehen habt, dann schaut gerne danach wieder bei unserer Rezension vorbei.

VeröffentlichungRegieAutor
20. November 2020Carl WeathersJon Favreau

Din und das Kind begeben sich für notwendige Reparaturen nach Nevarro und helfen Greef und Cara dort bei der Zerstörung einer vermeintlich verlassenen imperialen Basis. Als diese sich als Forschungslabor entpuppt, beginnt der Plan Gideons Gestalt anzunehmen und die Angst Dins um das Kind erneut zu wachsen!

Zum Inhalt

Die heutige Folge ist ein – wenn auch wohl unbewusster – Kniff gelungen. Nachdem in der letzten Folge Ahsoka Tano angekündigt wurde, hofften alle diese in der kommenden Folge zu sehen. Als dann Dave Filoni als Autor für die fünfte Folge angekündigt wurde, hat man sich damit abgefunden heute eher einen Filler zu sehen. Wie lagen wir falsch! Dieses Kapitel offenbart in bester Midseason-Manier endlich einige wichtige Fragen, welche wir uns schon seit Beginn der Serie gestellt haben.

Beginnen wir bei dem Planeten Nevarro und der imperialen Präsenz an diesem Ort. Wieso sitzt ein alter Mann in einem Geheimversteck und heuert Kopfgeldjäger an ein Ziel für ihn zu suchen? Wieso genau dieses Ziel? Wohin ist der Wissenschaftler nach Kapitel drei verschwunden und woher kamen in Kapitel sieben die ganzen Sturmtruppen in Transportern statt Raumschiffen? Nun die Antwort ist so leicht wie logisch: Das Imperium hat eine Einrichtung auf Nevarro. Diese ist aber nicht nur ein Außenposten, sondern eine geheime Forschungsanlage und hier kommt dann auch endlich das Kind ins Spiel.

Bitte nicht so landen wie auf Trask, danke.

Die Idee, dass es etwas mit der Machtempfänglichkeit zu tun haben muss lag bereits in der ersten Staffel auf der Hand, die Frage war für welchen Zweck man das Kind braucht. Spekulationen über Verknüpfungen zu Sidious und Episode IX standen im Raum, als auch generell die Suche nach einer solchen Waffe, die im Gegensatz zu zwei Todessternen vielleicht aussichtsreicher sein könnte (wir erinnern uns an Vaders Plädoyer in Episode IV). Wie wir am Ende der Folge sehen scheint Gideon eine Art Supersoldaten-Programm (Klone?) mit dem Kind befördern zu wollen. Da das Ende der Folge aber bewusst kryptisch gehalten wurde, kann es sich dabei auch nur um ein bereits einsatzbereites Arsenal an Soldaten handeln (man beachte die anderen Logos auf den Overalls der Forscher), welches nun zur Suche des Kindes eingesetzt wird. Auch die Erwähnung des M-Wertes ist eine tolle Idee, denn Midi-Chlorianer sind nun mal Kanon und unserer Meinung nach ist es besser dieser Tatsache durch eine halbwegs wissenschaftlich passende Abkürzung zu begegnen, als sie schamvoll totzuschweigen.

All diese großen Momente der Folge kontrastieren sehr gut mit den actiongeladenen, als auch humorvollen Szenen. Wir treffen neben Cara Dune und Greef Karga nämlich auch unseren blauen Freund (den Mythrol, wir erhalten immer noch keinen Namen) aus der Anfangsszene der ersten Staffel wieder, der sich als ehemaliger Buchhalter von Karga entpuppt und nun innerhalb von nur 350 Jahren Arbeit seine Schulden bei ihm wieder abarbeiten darf. Dank diesem Quartett ist die Infiltration der vermeintlich verlassenen Basis immer lustig anzusehen, was sich jedoch in den richtigen Momenten – wie bei der Entdeckung des Forschungslabors – mit der notwendigen Ernsthaftigkeit abwechselt. Der Humor der Serie bleibt allgemein auf einem guten Niveau und somit setzt sich unser Lob aus der letzten Episode in diesem Punkt unvermindert fort! Wenn versucht wird einen Aufzug zu öffnen und der Mando das schnell regelt, oder sich das Kind wegen zu vielen Keksen und einem zu wilden Ritt erbricht, dann kann man nicht auf einen Lacher verzichten.

Doch nicht nur der Kampf in der Basis ist eine Erwähnung wert, auch wenn er wohl einen wichtigen Wendepunkt darstellen sollte. Vielmehr hat auch Nevarro unter Marschall Cara Dune einen Aufschwung erlebt. Statt einer Cantina voller Kopfgeldjäger finden wir dort nun eine Schule vor und statt Geschäften in verruchten Straßen erstrahlt der Markt Nevarros förmlich vor Farben. Auch am Outfit von Karga kann man diesen Aufschwung förmlich sehen, doch dieser Aufschwung ist es auch, der Spione des Imperiums anzieht.

Selbstsicher grinsender Antagonist? Check!

An diesem Punkt wollen wir kurz die Implikationen des Peilsenders für die kommenden Folgen aufarbeiten: Gideon kann das Schiff nun verfolgen und damit entsteht gerade für uns Zuschauer eine andere Art der Spannung. Din weiß noch nichts von diesem Peilsender und führt das Imperium nun auch an einen Ort mit einer anderen Person recht hohen M-Werts. Außerdem kann es nun wesentlich schneller zu einem Problem für den Mando werden, wenn er das Kind wie in dieser Folge alleine zurücklässt. Das wird er aber wahrscheinlich sowieso nicht mehr tun, denn er erfährt in dieser Folge ja, dass Gideon noch lebt. Hier zahlt sich die einheitliche Autorenschaft von Jon Favreau also deutlich aus! In der letzten Folge fragte Bo-Katan zwar nach „ihm“ und dem „Dunkelschwert“, doch wir dürfen nicht vergessen, dass Din keine Ahnung hat wer der Träger dieses Dunkelschwertes ist. Das hat Gideon ja am Ende der ersten Staffel nur uns ganz stolz präsentiert.

Zuletzt gilt es noch auf das Ende der Folge auf Nevarro einzugehen. Dort erfahren wir, dass die Neue Republik scheinbar weiterhin – wohl nach Protokoll – nach der Razor Crest sucht und Karga seinen Freund natürlich schützt. Viel brillanter fanden wir dann das Gespräch zwischen Cara und Carson (Der Pilot aus Kapitel zwei), bei dem sehr viel Rebellengefühl und Erinnerungen an diese Zeit wieder aufkamen! Außerdem erwähnt er eine Bedrohung, derer man allein von den Kernwelten aus – wo zusätzlich keiner den Ernst der Lage erkennen will – nicht Herr werden kann. Das ist sowohl eine tolle Anspielung auf das nie ganz vernichtete Imperium, als auch auf die entstehende Bedrohung durch die Erste Ordnung.

Anmerkungen

Diese Folge zeigt uns eines deutlich, was bereits das Staffelfinale der ersten Staffel gezeigt hat: Diese Serie steht hervorragend auf eigenen Beinen! Eine Vierergruppe aus Figuren, die nur in The Mandalorian auftraten, schafft es eine Handlung zu tragen und gleichzeitig wird die scheinbare Haupthandlung – das Programm Gideons – weitergesponnen. Beeindruckender ist dann nur noch, dass die Serie auch die Integration anderer Figuren und ihrer Geschichten in ihre große Haupthandlung meistern kann.

Ertappt bei Kinderarbeit ihr mich habt!

Die Macht ist außerdem stark mit den Anfangssequenzen (Cold-Opens) dieser Staffel. Egal ob die Geiselnahme in Kapitel zwei, die Bruchlandung in Kapitel drei oder die Verkabelung des Schiffs durch das Kind in dieser Folge! All diese Szenen bringen einen humorvollen und gleichzeitig fast immer wichtigen Einstieg in die Folgen. Doch so ausgelassen wie in dieser Folge konnten wir noch nie bei einer Anfangssequenz lachen, und das trotz ihrer eigentlichen simplen Aufmachung. Das Kind schafft es eben immer wieder uns zum lachen und mitfiebern zu bewegen.

Zuletzt müssen wir einfach noch auf die Schulausbildung des Kindes eingehen! Wir fragten uns zuletzt in unserem Podcast zu den ersten drei Folgen, wann das Kind endlich mal wieder seine Machtfähigkeit einsetzen würde und kamen zu dem Schluss, dass das ja bisher eher eine Frage der Verteidigung des Mandos war, wenn er darauf zurückgriff. Doch nun nutzt er die Macht erstmals (bis auf das Bewegen der Eier im Glas in Kapitel zwei) in der Staffel eindeutig, um sich Kekse zu schnappen. Aber mal ehrlich: an der ganzen Folge war doch wohl das die am meisten konstruierte Szene: Wer in aller Welt würde dem Kind so böse antworten und Kekse verwehren?

Design und VFX

Nach dem Gozanti-Kreuzer in der letzten Folge sehen wir heute neben einem Arquitens-Kreuzer, der die angesprochene mobile Kommandobasis Moff Gideons zu sein scheint. Unsere Hoffnungen auf einen klassischen Sternenzerstörer erfüllen sich damit also nicht ganz, aber ich glaube mit dieser etwas kleineren Version hat man eine glaubhafte Alternative gefunden. Es muss eben doch nicht immer größer und besser sein.

Die Verfolgungsjagd durch die TIE-Fighter in dem allseits beliebten Trench-Run-Format wurde ebenfalls gut umgesetzt. Dazu tragen auch die bekannten Zielcomputer bei, die zwar seit Episode IV etwas verbessert wurden, aber noch genug alten Charme in sich tragen. Der Panzer, den Cara und Co nutzen, um aus der imperialen Basis zu entkommen, erinnerte natürlich an den Truppentransporter aus Star Wars Rebels, war aber leicht modifiziert und kam bisher nicht auf dem Bildschirm vor.

Alles neu macht der Mai-ndalorianer.

Allgemein ist auch das Design des nun saubereren und farbenfröhlicheren Nevarros erwähnenswert, was ähnlich wie in Kapitel fünf damals in Bezug auf Tatooine eine neue Perspektive auf einen eigentlich bereits zu genüge bekannten Planeten eröffnet. Die Schule wartet mit hellen Farben auf, die Kinder lernen authentisch in einer Handelsstadt mehr über die Routen und Planeten der Galaxis und die ganze Atmosphäre wirkt freundlicher und versöhnter als in der ersten Staffel.

Easter Eggs

Gleich am Anfang der Folge treffen wir auf einige Aqualishaner und seit ihrem Auftritt in Episode IV sind sie uns auch nicht gerade sympathischer geworden. Generell ist die Dichte an weiteren Aliens auch in dieser Folge nicht schwächer geworden. Gerade der Trend Favreaus, Aliens aus Solo zu verwenden ist hier ebenfalls wieder sichtbar, denn der Verräter ist ein Mimbaner, die mit Solo das erste Mal auftraten. Wer aufpasst kann auch im Hintergrund auf Nevarro eine IG-11 Statue sehen, was eine schöne Geste für das Opfer unseres Attentäterdroiden darstellt. 

Als wäre der oben erwähnte Zielcomputer, inklusive umgedrehten Trench Run nicht schon genug der Episode IV Mementos, so erleben wir außerdem auch eine etwas amüsantere Version von Obi-Wans Ausschalten des Traktorstrahls. In dem Fall darf sich unser Mythrol, der sich auch gleich darüber beklagt, dass es kein Geländer gibt, darum kümmern, dass die Kühlleitungen im Wärmeschacht geleert werden, um den Reaktor explodieren zu lassen. 

Und hier liebe Kinder wurde Werner Herzog erschossen.

In dem neuen Klassenzimmer bringt ein Protokolldroide gerade seiner Schülerschaft die gängigsten galaktischen Gegenden und Routen bei, die der aufmerksame Zuhörer auch gleich verordnen kann. Neben der Corellianischen Schnellstraße und der Hydianischen Handelsstraße werden auch die Regionen der Galaxis, bis hin zum Tiefkern erwähnt. Zusätzlich dazu taucht auch der Akkadese-Mahlstrom auf, ein weiterer Begriff, der uns aus Solo bekannt ist. Zeigt sich hier Favreaus Favorit? 

Auf imperialer Seite feiern die Granaten aus Rogue One ihr Comeback, allerdings ist die Erfolgsquote der Sturmtruppen mit ihrem Umgang weitaus geringer als die der Todestruppen. Es gibt auch schon Spekulationen ob es sich bei den schwarz gerüsteten Soldaten am Ende der Folge um Dunkle Truppen handelt, allerdings weisen Moff Gideons Versionen doch schon einige Unterschiede auf. Die Experimente in der Basis auf Nevarro dagegen riefen uns auf den ersten Blick dafür Snoke in Erinnerung, wobei das wohl eher der Kameraeinstellung zu verdanken ist.

Fazit

Die Serie bewegt sich in eine Richtung, die uns sehr gut gefällt. Diese Folge fühlte sich wie eine Mischung aus „nach Hause kommen“ und neu geöffneten Türen an. Wir erhalten sehr viele spannende Hintergrundinfos zu den Zielen Gideons, während noch genug Fragen offen bleiben, um dem Rest der Staffel (und Serie) erwartungsvoll entgegenzufiebern. Parallel dazu läuft das Quartett zur Höchstform in Sachen Humor und Action auf. Durch den Peilsender erhalten wir dann in den kommenden Folgen eine neue Spannung als Zuschauer, die aus der Unwissenheit von Din über diesen Umstand resultiert und können vielleicht sogar froh sein, wenn kommende Woche mit Ahsoka eine erfahrene Besitzerin des M-Werts zur Stelle ist.

Space-Macarons auch diese Rezension aufwerten.
Bewertung: 5 von 5 Holocrons
Bewertung: 5 von 5 Holocrons

10 Kommentare

  1. Mal wieder ne ziemlich coole Folge, macht einfach Spaß die Serie. Und langsam nähern wir uns dem Mysterium um die Imperialen Pläne. Aber hab ich da richtig gehört? „M-Zahl“ im Blut? Midi-Chlorianer? Ich dachte die hätten wir ad acta gelegt. Nun gut, wenns bei diesem kryptischen Nebensatz bleibt, will ich mal nicht so sein.

    In der Basis dacht ich ja erst das Wesen in dem Tank erinnert etwas an Snoke, ähnlich wie die misslungenen Snoke-Klone am Anfang von Episode IX, aber als man später diese dunklen Rüstungen sieht… Vom Aussehen erinnern die mich an die Dunklen Truppen (Kampfandroiden) aus dem Spiel Dark Forces, von der Prämisse an die (künstlich) machtsensitiven Schattentruppen aus Jedi Knight II.

    Sieht so aus als würden man eine ähnliche Storyline hier einbauen wollen. Nicht die schlechteste Wahl, da die Story damit weiterhin dann auf eigenen Beinen steht und nicht zum Erklär-Prequel der Sequels verkommt. Denn an die möchte ich eigentlich nicht ständig erinnert werden.

    1. Bezüglich der Experimente und den Soldaten am Ende auf Gideons Schiff haben wir ja in der Rezension schon gemutmaßt, dass es sich um zwei unterschiedliche Dinge handeln könnte (Experimente = Das Kind und die Macht; Dunkle Truppen = Technologie, um das Kind zu fangen). Dafür sprechen auch die unterschiedlichen Overalls der Forscher. In der Anlage haben sie die „Klonwissenschaftler“-Logos von Kamino (wie Pershing in der ersten Staffel) und an Bord von Gideons Schiff Zielkreuze. Aber da müssen wir wohl einfach abwarten.

      Und der M-Wert im Blut ist in unseren Augen eine gute Umsetzung der Midi-Chlorianer. Bisher waren die Experimente ja nicht von Erfolg gekrönt und ich denke es wird auch nicht machbar sein die Macht einfach einzuimpfen. Aber dass die Wissenschaftler bzw. Gideon daran forschen und das versuchen macht ja Sinn, wenn sie nicht an die mythische Komponente der Macht glauben, sondern alles für erklärbar halten. Da nutzt man dann eben die messbaren (lt. Episode I, die ja logischerweise Kanon ist) Werte und gibt den eben Abkürzungen.

      1. Ja, die Midi-Chlorianer werden wohl für immer ein Streitthema bleiben. Wobei es ja meines Wissens auch gar nicht hundertprozentig geklärt ist, wie genau denn nun der Zusammenhang zwischen ihnen, der Macht und Macht-Nutzern aussieht. Sind sie nur ein indirektes Indiz für einen Machtnutzer und die Stärke seiner Bindung zur Macht ohne an dieser Verbindung aktiv/direkt beteiligt zu sein (damit könnte ich grade noch leben), oder sind sie der Katalysator dafür bzw. sogar sozusagen die „personifizierte (bakterifizierte?) Macht“ an sich (hoffentlich nicht!)? Für Letzteres spricht leider wie Palpi in RotS darüber spricht das Darth Plagueis die Midis so manipulieren konnte, dass er Leben erschaffen konnte…

        Ich bin weiterhin der Ansicht, dass ihre Einführung ein Fehler war, und alle späteren Werke außer RotS haben das Thema ja auch bewusst ausgeklammert. Warum auch alte Wunden aufreißen? Denn bloß, weil etwas in einem der Filme vorkommt und von irgendwem als Kanon deklariert wird muss es nicht gut sein, und man kann es trotzdem ignorieren oder ausklammern.

        Hab mir die Szene auf Gideons Schiff grad nochmal angesehn. Könnte was dran sein, dass es sich um zwei verschiedene Technologien handelt. Gideon sagt ja auch, dass sie bereit sind, sobald sie in Reichweite des Kindes gelangen, also scheinen diese Dark Trooper, was immer sie auszeichnet (aufgrund der geschäftig um sie wuselnden Techniker könnten es tatsächlich Kampfroboter sein, wie bei Dark Forces, oder aber nur besonders tolle Anzüge, die vielleicht einen Vorteil gegenüber Machtnutzern bieten), schon einsatzbereit, während das Projekt Blut-Transfusions bisher ohne Erfolg geblieben ist. Wir müssen wohl einfach abwarten wo das hinführt.

        Aber sollte das tatsächlich zu einer Snoke-Origin-Story oder einer Erklärung für Palpis Wiederauferstehung / Klonung, oder was immer das da eigentlich sein sollte in IX, fände ich das zwar nicht ganz unlogisch, aber irgendwie auch schade, dass eine Western-Serie über einen Mandalorianer / Kopfgeldjäger / den Outer Rim, sich dann doch wieder so an die Filme kettet, bzw. da versucht zu kitten was die Filme vermurkst haben oder gar nicht erst versucht haben zu erklären. Es sollte auf jeden Fall nicht der Fokus der Serie werden.

      2. Manche spekulieren ja, dass Gideon selbst machtsenitiv werden will und er deshalb auch so stolz das Dunkelschwert rumträgt.
        Zumal er in der ersten Staffel sagt, dass ihm das Kind mehr bedeute als sie es sich vorstellen können.
        Edit: Wenn man bedenkt, dass es aktuell ein Machtvakuum im alten Imperium gibt und er Personen wie Vader und deren Macht vielleicht beneidet hat und genau so etwas jetzt selbst als Rettung des Imperiums – mit ihm an der Spitze – sieht.

        Denke mal nicht dass Favreau und Filoni da so sehr den Filmen zuarbeiten, was wir auch schade fänden, sofern es das einzig große Ziel der Serie wäre.

      3. Ja das klingt doch schon viel besser! Gideon als Möchtegern-Vader („Macht-Vakuum“, zwinker, zwinker :D). Absolut, will ich sehn. Ob vielleicht sogar auch noch Kyle Katarn in den Kanon kommt, wenn wir jetzt Dark Trooper bekommen? Ich fänds cool.

  2. Dass die Gestalten am Ende Dark Troopers (wie aus Dark Forces) sind wurde mittlerweile schon bestätigt (und sei es nur durch die Audiotranskription Version der Folge).

    Und es verwirrt mich, wie Dinge wie die Granate aus R1 in dieser Rezension angepriesen werden wenn sie schon in vorherigen Folgen in The Mandalorian vorkamen. Zum Beispiel der „Transporter aus Rebels“. Der kam auch schon in der Serie vor, weswegen ich es etwas überflüssig finde nochmal festzuhalten, dass das nicht der gleiche wie in dieser Episode ist…..

    1. Es ist einfach leichter auf Star Wars Rebels zu verweisen, als zu schreiben, dass der Transporter aus Star Wars Rebels bereits in Kapitel 7 zu sehen war, es sich aber hier nicht um den Transporter aus dieser Folge handelt, da er etwas anders aussieht und bisher nirgends sonst zu sehen war.
      Und die Granaten sind ja weiterhin ursprünglich aus Rogue One, weshalb wir das bei einer reinen Aufzählung denke ich mal erneut erwähnen können.

      Dass es sich laut Audiodeskription um Dark Trooper handelt, haben wir gestern Abend dann auch gelesen, wobei ich mir da immer noch nicht sicher bin, ob die Dame damit wirklich die Bezeichnung meinte oder nur beschrieben hat, dass es sich um dunkel aussehende Truppen handelt.

  3. Es ist vielleicht im Zusammenhang der Folge und der Diskussionen in den Kommentaren interessant, sich nochmals ein paar Dinge ins Gedächtnis zu rufen:
    1. Snoke hat bereits gelebt, als das Galaktische Imperium entstanden ist. Natürlich gibt es von ihm Klone, die wir bisher nur im Exegol-Labor gesehen haben.
    2. Palpatines (erster, aber schwacher) Klon existierte bereits auf Exegol, als er während der Schlacht von Endor starb. Palpatines Geist ging noch vor dem physischen Tod im Todesstern-Schacht auf diesen Körper über.
    3. Da der Körper zu schwach war, wurde danach versucht, weitere Klone herzustellen. Einer davon war Reys Vater, bei dem allerdings der Versuch scheiterte, ihn machtsensitiv zu machen (!). Bei normalem menschlichem Wachstum müsste der Vater zur Zeit von „The Mandalorian“ aber schon seit einigen Jahre leben. Ähnlich Versuche gingen ebenfalls schief, sodass Palpatine als letzte Hoffnung die Möglichkeit offenstand, mit seinem Geist auf einen „echten“ lebenden Machtnutzer überzuspringen.

    Ich mag die Sequels und insbesondere RoS und würde mich über eine Anbindung sehr freuen, doch ich halte das für alles andere als sicher.

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