TV-Rezension: Star Wars Resistance 2×13 „Kopfgeldjäger“

Kopfgeldjäger Ax Tagrin liefert Yeager und Synara an die Erste Ordnung aus.

Die heutige Episode namens Kopfgeldjäger (Originaltitel: Breakout) setzt genau da an, wo die vorige Folge aufhörte: Yeager, Synara und CB-23 sind in den Händen des Kopfgeldjägers Ax Tagrin. Kaz und der Widerstandsspion Norath Kev beobachten, wie der Kopfgeldjäger ihre Freunde an Commander Pyre von der Ersten Ordnung übergibt. Dieser lässt seine Gefangenen von Agent Tierny foltern, um ihnen Informationen über den Widerstand zu entlocken. Kaz und Norath müssen schnell einen Plan ersinnen, um ihre Freunde zu befreien, und entscheiden sich für den alten Sturmtruppen-Verkleidungs-Trick. Allerdings müssen sie sich bei der ganzen Aktion sehr beeilen. Denn gleichzeitig versteckt sich Captain Doza mit der Colossus in einem Interferenzfeld, befürchtet aber, jeden Moment von der Ersten Ordnung aufgespürt zu werden. Dann müsste er in den Hyperraum springen und Kaz und die anderen ohne eine Möglichkeit der Rückkehr zurücklassen…

Norath und Kaz schmieden einen Plan, wie sie ihre Freunde befreien können.

Wie schon vergangene Woche von mir beklagt, bleibt der Charakter Norath auch in der heutigen Folge leider ziemlich blass. Noch schlimmer: Er zeigt keinerlei eigene Initiative und lässt sich einfach von dem offensichtlich inkompetenten Kaz sagen, was zu tun ist und was der beste Befreiungsplan ist. Wieso? Norath hat bestimmt viel mehr Erfahrung als Kaz und ich vermute auch mal, dass seine Spionage-Tätigkeiten darüber hinausgingen, zu stolpern, sich auffällig zu verhalten und lautstark „Ich bin ein Spion!“ zu rufen. Warum übernimmt er nicht die Führung? Warum akzeptieren die Figuren in dieser Serie jemanden wie Kaz ständig als ihren natürlichen Anführer? Für mich ist das vollkommen unverständlich.

Dass hier zum wiederholten Mal die Sturmtruppler-Verkleidungs-Taktik gespielt wird, löst bei mir ein Gähnen aus – auch wenn diese Wiederholung durch Metakommentare von Kaz ins Lächerliche gezogen wird. Ein paar frische Ideen täten der Serie mal gut.

Der düster inszenierte Kopfgeldjäger Ax Tagrin, der hier, zumindest laut dem deutschen Namen der Folge, der Titelheld sein soll, sieht zumindest cool und interessant im Design aus. Das ist dann aber auch – wie leider bei den meisten Kopfgeldjägern – alles, was man über ihn sagen kann. Auch er bekommt keinen weiteren Hintergrund, keine weitere Geschichte.

Ein bisschen Folter in einer Kinderserie kann ja nicht schaden, findet Agent Tierny.

Jetzt aber zum kontroversesten Teil der Folge: den Folterszenen. Hierbei wird zuerst CB-23, danach auch Synara und Yeager, mit Elektroschocks traktiert, die ihnen offenbar Schmerzen zufügen. Die Erste Ordnung will damit Informationen aus ihnen herauspressen. Nun, es wird ja von Fans der Serie immer wieder betont, dass Resistance eben eine sehr junge Zielgruppe ansprechen soll – daher auch der viele Slapstick mit Kaz. Da frage ich mich aber schon, ob es wirklich sein muss, in einer Serie für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter Folterszenen zu zeigen. Wäre es nur der Droide gewesen, hätte ich damit noch leben können, aber hier wurde in längeren Einstellungen gezeigt, wie zwei Menschen gefoltert werden. Selbst in Eine neue Hoffnung bzw. Das Imperium schlägt zurück wurde das nur andeutungsweise gezeigt und sofort weggeschnitten, sobald die eigentliche Folter beginnt. Ich weiß wirklich nicht, wieso es nötig ist, noch jüngerem Publikum als dem der Filme grafische Folterszenen – wenn auch animiert – aufzutischen. Ich halte das für diese Zielgruppe nicht für geeignet und spreche hiermit eine Warnung aus.

Die Folterszenen sind auch der Hauptgrund, warum ich der heutigen Folge nur zwei von fünf Holocrons geben kann. Dazu kommt noch, dass die Figuren schlecht ausgearbeitet sind und das immer wieder auftauchende Klischee der Sturmtruppler-Verkleidung aufgegriffen wird.

Bewertung: 2 von 5 Holocrons
Bewertung: 2 von 5 Holocrons

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Ein Kommentar

  1. Ich finde die Folge eigentlich ganz gut!

    Zum einen finde ich sehr gut das diese Folge direkt an die letzte anknüpft. AX Tagrin wird hier wieder als sehr gut als Gegenspieler gezeigt und er ist einfach viel bedrohlicher als Agent Tierny oder Commander Pyre. Auch wie Synara und Yeager hier gefoltert werden ist vielleicht einbisschen extrem aber es passt sehr gut zu der Gnadenlosigkeit der Ersten Ordnung. Ebenfalls sehr schön und passend finde ich den Norath und Kaz Befreiungsversuch. Kaz Plan finde ich ebenfalls sehr passend und die Befreiung von Yeager und Synara finde ich sehr schön.

    Letztendlich muss ich sagen das ich diese Folge eigentlich ganz gut finde und diese Doppelfolge schön zuende führt. Daher würde ich ihr 4 von 5 Holocrons geben!

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