TV-Rezension: Star Wars Resistance 2×01 „Flucht ins Ungewisse“

Endlich ist es auch hier in Deutschland soweit: Die zweite Staffel von Star Wars Resistance geht an den Start!

Commander Pyre erstattet Captain Phasma Bericht.
Commander Pyre erstattet Captain Phasma Bericht.

Zur Erinnerung: Am Ende von Staffel 1 haben es Kazuda Xiono und seine Freunde geschafft, die Erste Ordnung von der Colossus zu vertreiben und zu fliehen. Die Station entpuppte sich als Raumschiff und sprang in den Hyperraum – allerdings wurden die Koordinaten zur Widerstandsbasis auf D’Qar falsch eingegeben, sodass das Ziel der Reise ungewiss war. Tam Ryvora hat sich unterdessen, enttäuscht von ihren Freunden und manipuliert von der FOSB-Agentin Tierny, der Ersten Ordnung angeschlossen. Die erste Folge der zweiten Staffel unter dem Titel Flucht ins Ungewisse (Original: Into the Unknown) knüpft nun nahtlos an das Staffelfinale an.

Die zweite Staffel beginnt mit Commander Pyre und Agent Tierny, die Captain Phasma über die Ereignisse rund um die Colossus Bericht erstatten. Von dieser bekommen die beiden sofort einen Einlauf: Sollte die Colossus General Leia Organa in die Hände fallen, droht Pyre und Tierny die Exekution. Dementsprechend machen sie sich sofort an die Arbeit und befragen ihren Neuzugang Tam Ryvora. Unterdessen leidet die drei Parsecs von D’Qar entfernt aus dem Hyperraum gefallene Colossus unter diversen technischen Ausfällen: Der Hyperantrieb hat keinen Treibstoff mehr und sowohl die Kommunikation als auch die Schwerkraftgeneratoren funktionieren nicht. Kaz, Neeku, Torra und CB-23 sollen diese reparieren, stoßen dabei aber auf einen Droiden der Ersten Ordnung, der ihnen das Leben schwer macht…

Auf der Colossus fällt die Schwerkraft aus.
Auf der Colossus fällt die Schwerkraft aus.

Bevor ich zum Inhalt komme, muss ich doch ein paar Worte über die allererste Szene verlieren: Wir sehen einen Pelikan-ähnlichen Vogel auf TIE-Trümmern auf dem Planeten Castilon sitzen. Dieser Vogel ist so abgrundtief hässlich und schlecht animiert, dass ich mich für den Bruchteil einer Sekunde echt gefragt habe, ob ich die richtige Serie schaue oder ob das noch Werbung oder etwas anderes ist. Wenn ich doch völlig freie Entscheidung habe, wie ich die zweite Staffel meiner Serie beginne, warum suche ich mir dann so einen furchtbar hässlichen Vogel aus? Für mich ist das echt kein schöner Einstieg in diese Folge.

Des Weiteren fällt das veränderte Intro der Serie auf: Der Logo-Schriftzug Star Wars Resistance ist jetzt schwarz hinterlegt und die Musik ist düsterer und schwerer als in Staffel 1. Die Macher der Serie wollen uns damit wohl sagen: Staffel 1 war noch verspielt und leichtfüßig, in Staffel 2 wird’s jetzt düsterer. Aber stimmt das auch?

Bewohner der Colossus finden es lustig, in der Schwerelosigkeit zu schweben.
Bewohner der Colossus finden es lustig, in der Schwerelosigkeit zu schweben.

Nein, zumindest für die erste Episode trifft das gar nicht zu, muss ich leider feststellen. Aus der gefährlichen Situation der Colossus, die mit diversen technischen Schwierigkeiten irgendwo im All gestrandet ist, hätte man sicher einiges machen können. Stattdessen fallen die Schwerkraftgeneratoren aus und wir sehen ein Dutzend Mal, wie schwebende Leute auf den Hintern fallen, als die Schwerkraft wieder aktiviert ist. Lustig! – Nicht. Generell scheinen die Bewohner der Colossus in dieser Folge alle auf dem geistigen Niveau eines Kleinkindes zurückgeblieben zu sein. Keiner macht sich irgendwelche Gedanken darüber, was hier passiert, wo man ist oder ob man sich in Gefahr befindet, sondern man amüsiert sich nur darüber, wie lustig man ohne Schwerkraft doch schweben kann.

Für Kaz geht es mit genauso viel Slapstick weiter wie in Staffel 1. Beim Bewegen in der Schwerelosigkeit sowie beim Reparieren der Colossus stellt er sich so ungeschickt und tölpelhaft an wie eh und je. Der Counter „Every time Kaz falls and yells in Star Wars Resistance, den Star Wars by the Numbers für die erste Staffel erstellt hat, dürfte in dieser Episode schon beträchtlich weiter angewachsen sein. Bis hierher gibt es also keinerlei Rechtfertigung für das verdüsterte Intro, das einfach nur aufgesetzt wirkt.

Agent Tierny bestärkt Tam, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat.
Agent Tierny bestärkt Tam, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat.

Die Szenen mit Tam bei der Ersten Ordnung sind da schon wesentlich interessanter, denn hier bekommen wir mit, wie sie sich immer mehr von ihren ehemaligen Freunden distanziert und die Ideologie der Ersten Ordnung in sich aufnimmt. Leider sind diese Szenen im Vergleich zu Kaz‘ Stolpereien viel zu kurz und zu wenig ausführlich. Auch befindet sich Tam in dieser Folge noch in keinerlei Gefahr oder Dilemma, sodass sich sich die Spannung noch stark in Grenzen hält. Die letzte Szene, in der sie entschlossen den TIE-Helm aufsetzt, ist jedoch wirklich schön gemacht und lässt auf mehr hoffen, ebenso wie die Aussagen der Resistance-Macher in einem Interview zu Staffel 2.

Insgesamt ist Flucht ins Ungewisse also ein eher schwacher Auftakt für die zweite Staffel, der aus der spannenden Präsmisse der gestrandeten Colossus kaum etwas macht und stattdessen die Resistance-üblichen Slapstick-Comedy-Nummern bringt, ohne die Lage ernst zu nehmen. Tams Geschichte bei der Ersten Ordnung ist hier auch noch nicht so spannend, verspricht aber noch mehr für die kommenden Folgen. Daher vergebe ich für diese Episode nur zwei von fünf Holocrons.

Bewertung: 2 von 5 Holocrons
Bewertung: 2 von 5 Holocrons

Wie hat euch der Staffelauftakt gefallen?

Hier könnt ihr euch die gesamte Folge in englischer Sprache sowie Bucket’s List mit mehr interessanten Fakten zur Folge ansehen:


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