Rezension: The Clone Wars 4×21: „Brüder“

Irgendetwas erhebt sich – etwas Finsteres.

Count Dooku

Die abschließenden zwei Folgen der vierten Staffel The Clone Wars werden von Savage Oppresses Suche nach seinem Bruder Darth Maul geprägt. Die erste der beiden, Brüder, ist die 21. Episode der vierten Staffel und wurde von Katie Lucas, der Tochter von George geschrieben. Regie führte Bosco Ng, dessen Name mir nicht bekannt vorkommt. Daher gehe ich davon aus, dass es seine erste Folge der Serie ist. Premiere in den USA war am 09.03.2012, in Deutschland am 14.07.2012.

Ein besiegter Feind kann sicher wieder erheben, doch ein versöhnter bleibt auf ewig bezwungen.

Bereits bevor es losgeht, bemerken wir, dass an dieser Folge etwas besonders ist. Das The Clone Wars-Logo ist nämlich nicht gelb, sondern rot. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mein Bruder und ich vor unserem kleinen Fernseher damals richtig ausgerastet sind, weil das Logo anders war. Das Intro erklärt dem Zuschauer noch einmal, was in jüngster Vergangenheit mit Savage Oppress passiert ist, bevor dieser auf der Suche nach Maul ein Diner überfällt, welches Dex‘ Diner auf Coruscant verdammt ähnlich sieht. Tatsächlich befindet es sich aber auf einem nicht näher benannten Planeten oder Mond „weit draußen“, ich gehe einfach mal vom Outer Rim aus.

Zufällig sind auch Anakin und Ahsoka kurz darauf in ebenjenem Diner unterwegs und lassen es sich gut gehen. Das Gespräch der beiden wird aber hauptsächlich dafür genutzt, damit eine interessante Analogie zustande kommt, die ich gleich noch kurz aufgreifen möchte.

Savage Oppress auf der Suche nach seinem Bruder (Bild von der jedipedia.net)

Asajj Ventress unterdessen wird ganz kurz in einer Cantina auf Tatooine gezeigt, was für die nächste Folge eine kleine Vorarbeit leisten soll. Bei ihr ist eine der Kopfgeldjägerinnen aus Bobas Truppe.

Oppress lokalisiert seinen Bruder, Darth Maul, letztlich auf dem Müllplaneten Lotho Minor. Sowohl Count Dooku als auch Anakin spüren, dass die Galaxis sich dem Dunklen zuwendet, und sagen ziemlich genau das Gleiche: „Irgendetwas erhebt sich – etwas Finsteres“. Und zwar unabhängig voneinander. Als würde die Macht die Galaxis vor der Wiederauferstehung des dunklen Jägers warnen.

Das Schiff, welches der Zabrak von Dathomir bei der Suche nach dem Ex-Sith benutzt ist ein Turtle-Tanker, von dem ich nicht genau weiß, ob er schon einmal in der Serie vorgekommen ist, der sich aber auf dem Boden, wie ein großes Nashorn oder etwas Ähnliches bewegt. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dieselbe Lauf-Animation schon bei einem der größeren Tiere in The Clone Wars gesehen zu haben, die genutzt wurde, um den Tanker landen zu lassen.
Um bei Animationen zu bleiben, lässt sich erwähnen, dass Savage subtil noch besser in seinen Charakter eingefügt wurde. Dies geschieht mithilfe der Gestik, die der Schläger benutzt. Oft wird er zum Schlagabtausch bereit gezeigt, gestikuliert wild herum und ist niemals entspannt unterwegs. In meinen Augen eine dümmliche Gestik, die perfekt zum Typ Schläger oder Disco-Pumper passt. Seine Wortwahl ist ebenfalls sehr, sehr einfach gehalten und das Vokabular recht gering.

Die Folge bietet uns eine Art Horror-Element, kurz bevor die Brüder aufeinandertreffen, denn der Zuschauer sieht immer nur einen Schatten und sonst gar nichts. Das ist allerdings so ein Horror-Klischee, dass es weder gruselig ist, noch ist man überrascht, was letztlich passiert, denn wir wussten alle, dass Maul gesucht wird, seinen Körper hat man im Schatten bereits erkannt und so ist er halt irgendwann einfach da. Der dramatische Auftritt, den er durch diesen Trick wohl bekommen sollte, ist in meinen Augen schlicht fehlgeschlagen.

Ein Lob muss ich für die deutsche Synchronarbeit aussprechen, denn Tobias Meister spricht sowohl Yoda als auch Maul und hat beiden eine komplett andere Stimme gegeben. Wenn man es nicht weiß und nicht aktiv darauf achtet, bemerkt man gar nicht, dass die beiden denselben Sprecher haben. Respekt dafür.

Von einem bewertenden Standpunkt aus gesehen, kann ich Brüder aber leider nur drei Holocrons geben. Es sind mehrere gute Ideen dabei, aber insbesondere der „große Auftritt“ wurde in meinen Augen schlicht versaut. Da wäre so viel mehr gegangen, wenn man sich getraut hätte, das Publikum tatsächlich zu schocken. Wenn man einen Jumpscare anteasert und dann nicht liefert, ist das definitiv ein Minuspunkt. Außerdem fängt Savage in meinen Augen irgendwann an ziemlich zu nerven, eben weil er als Schlägertyp auftritt und kaum Action bekommt.

Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!
Bewertung: 3 von 5 Holocrons

Vorherige Episode: Kopfgeld (Staffel 4, Folge 20)
Nachfolgende Episode: Rache (Staffel 4, Folge 22)

Ein Kommentar

  1. Ich mag die Folge nicht.

    Zum einen finde ich Savage Opress und seine Suche nach Darth Maul extrem langweilig und schlecht gemacht. Zum anderen finde ich die Designs der verschiedenen Planeten extgrem steril und farblos. Außerdem finde ich noch Darth Maul wieder erscheinen als extrem unnötig (Maul gehört auch zu den Charakteren die ich nicht mag)Es wäre besser gewesen hätte man Savage lieber die Rolle hier gegeben.

    Letztendlich muss ich sagen das ich diese Folge extrem langweilig finde und durch das auftreten von Darth Maul weiter nach unten gezogen wird. Daher würde ich der Folge 0 von 5 Holocrons geben!

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