Rezension: The Clone Wars 2×18: „Das Zillo-Biest“

Es entspricht nicht dem Kodex der Jedi, unschuldiges Leben auszulöschen.

Mace Windu

Eine Hommage an einen ziemlich bekannten Film liefert uns die heutige 18. Folge der 2. Staffel The Clone Wars: Das Zillo Biest. Welcher Film hier ins Star Wars-Universum gebracht wurde, ist offensichtlich: Godzilla. Premiere war in den USA am 09.04.2009, in Deutschland zwei Monate später, am 06.06.2009. Regie führte Giancarlo Volpe, die Geschichte selbst wurde von Craig Titley geschrieben.

Der einfachste Weg ist nicht immer der richtige.

Die Story ist leicht erklärt: Die Republik benötigt neuen Treibstoff für ihre Flotten. Rein zufällig wird ein Planet mit reichem Treibstoffvorkommen gerade von den Separatisten bedroht, was der Republik die Möglichkeit gibt, einen Befreiungsschlag auszuführen. Dabei wird eine Bombe genutzt, die das genaue Gegenteil des „Entlaubers“ darstellt, den wir in Die Verteidiger des Friedens gesehen haben. Nach einer gewaltigen Explosion wird eine Art Schockwelle ausgesendet, die in einem riesigen Gebiet alle Elektronik zerstört oder zumindest vorübergehend lahmlegt. Man könnte also von einer EMP-Bombe reden, wenn man nicht einen anderen pseudowissenschaftlichen Namen gefunden hätte. Die riesige Droidenarmee wird jedenfalls komplett zerstört. Leider bleibt auch ein kleiner Krater im Boden des Planeten zurück, in welchem mehrere Klonkrieger und Läufer verschüttet liegen. Bei einem Rettungsversuch treffen Windu und Skywalker auf das Zillo-Biest!

Die Dougs beschließen also, das Godzilla-artige Monster zu eliminieren. Meister Windu ist jedoch dagegen. Es widerspricht dem Kodex der Jedi, ein unschuldiges Leben auszulöschen.

Das bringt mich auch zum ersten Diskussionspunkt, denn Anakin sieht es eher so, dass ein Leben eingetauscht werden sollte, um indirekt das von vielen zu retten. Eine Grundsatzfrage, über die viel geredet werden kann, ohne dass ein eindeutiges Ergebnis gefunden werden kann. Diskutiert da gerne in den Kommentaren drüber: Das Zillo-Biest töten, um den Treibstoff zu bekommen und unschuldige Planeten gegen die Separatisten verteidigen zu können, oder das Zillo-Biest am Leben lassen und keinen Treibstoff erhalten?

Die Jedi kommen jedenfalls zu dem Schluss, das Biest hinter dem Rücken der Dougs zu betäuben und umzusieden. Dabei hat Mace zu Beginn noch ein ganz mieses Gefühl bei der Sache.

Der Klonkrieger Goji hat ein spezielles Muster auf seinen Helm gemalt. (Bild von der jedipedia.net)

Im Krater sind ebenfalls einige bemerkenswerte Dinge passiert: Zum einen hören wir den berühmten Wilhelmschrei, als ein Klonkrieger durch das Zillo-Biest zermatscht wird. Außerdem reitet Anakin in einer ziemlich peinlichen Pose auf R2-D2 aus dem Krater heraus, was echt zum Schießen ist.

Nebenbei bemerkt sind die beiden Flotten bzw. Kampfverbände dieses Mal in einem ganz neuen Maßstab angesetzt. Die Venator-Klasse-Sternenzerstörer, die zu Beginn der Folge aus dem Hyperraum fallen, sind mit Sicherheit an eine alte Clone Wars-Szene angelehnt, denn es sind mindestens 20 an der Zahl, eher mehr. Gezählt habe ich sie aber nicht. Ebenso sieht es mit der Droidenarmee aus, die den kompletten Horizont auf Malastare ausfüllt.

Auf der „sinnlosen Seite“ stellt sich mir die Frage, warum der eine Y-Wing Bomber, der tatsächlich die Bombe trägt, rot, statt gelb lackiert ist. So ist er doch für die Feinde im Zweifelsfall deutlich als das Schiff zu erkennen, welches als erstes abgeschossen werden muss. Ob das aber Sinn und Zweck der Aktion war, wage ich doch stark zu bezweifeln.

Der Episodenführer weist zusätzlich darauf hin, dass die zwei Klonkrieger Goji und Rod in dieser Folge Helmmarkierungen haben, die an Godzilla und Rodan erinnern. Mir ist allerdings nur einer der beiden aufgefallen. Wo wir dann auch gerade bei Klonkriegern sind, finden wir in dieser Folge nicht nur Captain Rex wieder, der wie immer Anakin begleitet, sondern auch Commander Ponds, den wir schon auf Ryloth mit Windu haben kämpfen sehen, der aber auch schon mit Yoda gereist ist.

Zusätzlich ist Das Zillo-Biest, wenn mich nicht alles täuscht, die erste Folge der Serie, in der ARC-170-Sternenjäger eingesetzt werden. Bisher waren in der Regel V-19-Torrent-Sternenjäger in Gebrauch. Das LAAT/f kennen wir zwar schon aus vorigen Folgen, unter anderem dem Pilotfilm, hier werden jedoch mehrere Schiffe dieser Art eingesetzt, um das Zillo-Biest – das Tier, nicht die Folge – abzutransportieren.

Die Storyline selbst hat mir allerdings nicht gefallen. Das Zillo-Biest hat mehr Ähnlichkeit mit G.I.N.O. als mit Godzilla und um die Godzilla-Story zu kopieren, ist diese Folge zu schwach. Letztlich ist es einfach nur eine schlecht gemachte Hommage an Godzilla. Daher bekommt die Folge zwei von fünf Holocrons von mir.

Bewertung: 2 von 5 Holocrons
Bewertung: 2 von 5 Holocrons

vorherige Episode: Kopfgeldjäger (Staffel 2, Folge 17)
nachfolgende Episode: Das Zillo-Biest schlägt zurück (Staffel 2, Folge 19)

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

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