Rezension: The Clone Wars 1×15: Der Übergriff

„Der Hochmut schmälert die Weisheit.“

Und weiter geht es heute in unserer Rezensionsreihe zum Auftakt der 7. Staffel von The Clone Wars. Der Übergriff, im Original bekannt als Trespass, zählt zu den wenigen Folgen, die komplett für sich alleine stehen, abgesehen von einer angedeuteten Fortsetzung in der 3. Staffel.

Diese Folge wurde von Stephen Melching, Henry Gilroy und Scott Murphy verfasst, Brian Kalon O’Connell führte die Regie. Erstausstrahlungsdatum war der 30. Januar 2009 in den USA, während die Erstausstrahlung in Deutschland am 01. März 2009 erfolgte.

Inhalt

Anflug auf Orto Plutonia (Quelle: Jedipedia.net)
Anflug auf Orto Plutonia (Quelle: Jedipedia.net)

Die Folge beschäftigt sich mit einem Souveränitätskonflikt um den Planeten Orto Plutonia, und ist als etwas politischere Folge einzuordnen. Auf dem Planeten Orto Plutonia ist der Kontakt mit einem Außenposten der Republik abgebrochen, weswegen Kenobi, Skywalker, eine Abteilung Klonkrieger und eine Delegation des Mondes Pantora, bestehend aus Senatorin Ryo Chuchi und dem Vorsitzenden Chi Cho, dorthin aufbrechen.

An der Basis angekommen, finden sie keine Überlebenden mehr, doch keine Spuren eines separatistischen Angriffs. Kurz darauf wird eine weitere Basis, diesmal der Separatisten, entdeckt, in der sich ihnen das gleiche Bild zeigt: keine angetasteten Computer und auf Speeren aufgespießte Droidenköpfe. In einem Taktikmodul finden sich jedoch Aufzeichnungen der mysteriösen Angreifer. Obi-Wan und Anakin machen sich sodann auf die Suche nach diesen Unbekannten, während die Pantoraner und die Klone die alte republikanische Basis wieder in Betrieb nehmen.

Obi-Wan und Anakin in ihren Freeco-Schlitten (Quelle: Jedipedia.net)
Obi-Wan und Anakin in ihren Freeco-Schlitten (Quelle: Jedipedia.net)

Es stellt sich heraus, dass ein Talz-Stamm auf Orto Plutonia lebt, seit Jahren unentdeckt von den Pantoranern. Die Jedi handeln mit dem Häuptling Thi Sen ein Treffen mit der pantoranischen Delegation aus, welches kurz darauf auch stattfindet, doch an der Forderung der Talz scheitert, dass die Pantoraner den Planeten verlassen sollen. Daraus entwickelt sich ein kurzer militärischer Konflikt mit der Frage, unter wessen Juristikation dieser Planet fällt …

Wertung

Diese Folge erzählt eine sehr kompakte Geschichte und schafft es doch, eine gute Handlung unterzubringen. Sehr interessant ist hier die politische Handlung, denn hier liegt die (bekannte) Zivilisation auf dem Mond und nicht auf dem Planeten. Da die Talz laut Obi-Wan nicht der Raumfahrt mächtig sind und somit als Ureinwohner Orto Plutonias anzusehen sind, ergibt sich ein politischer Konflikt, wie er leider in der Kolonialgeschichte schon häufig vorkam. Es wird hierbei auch auf die Rolle der Jedi eingegangen, inwiefern sie dem Senat unterstehen und sich in interne Angelegenheiten einmischen dürfen.
Neben diesen politischen Aspekten wächst die Galaxis um einen neuen Eisplaneten, der grafisch (für die erste Staffel) recht gut aussieht. Generell wurden hier viele Entwürfe von Ralph McQuarrie wiederverwertet. Auch das Design der Schnee-Klonkrieger entstammt frühen Entwürfen imperialer Schneetruppler.
Eine neue Ergänzung ist hier die Spezies der Pantoraner, die durch Retcons streng betrachtet schon mit Baron Papanoide (George Lucas) in Die Rache der Sith auftauchten. Es empfiehlt sich hier, die Folge auf Englisch zu schauen, da die Pantoraner einen eigenen Akzent erhalten – um Chi Chos Umgang mit den Talz zu betonen, wurde hier ein südafrikanischer Akzent gewählt. Die englische Sprecherin Jennifer Hale von Chuchi ist dazu u. a. bekannt als Stimme von Aayla Secura und für die Spieler von Knights of the Old Republic als Bastilla Shan.

Der Friedenssschluss zwischen den Talz und den Pantoranern (Quelle: Jedipedia.net)
Der Friedenssschluss zwischen den Talz und den Pantoranern (Quelle: Jedipedia.net)

Leider hat die Folge nicht nur Positives zu bieten, doch die Ungereimtheiten in der Handlung sind nicht allzu schwerwiegend. Es ist zum einem verwunderlich, warum C-3PO mit nach Orto Plutonia geschickt wird, da es eigentlich unbekannt ist, dass intelligentes Leben auf dieser Welt existiert. Ebenso verwundert es mich, wie Obi-Wan und Anakin mit Thi-Sen nur per Bildsprache komplexe Themen kommunizieren konnten und z. B. aus dem Geröchel der Talz Namen verstehen konnten.

Diese Folge erhält von mir 4 von 5 Holocrons, da sie eine kurzweilige und politisch spannende Geschichte erzählt, jedoch in der Handlung kleinere Logikfehler aufweist.

Bewertung: 4 von 5 Holocrons
Bewertung: 4 von 5 Holocrons

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vorherige Episode: Die Verteidiger des Friedens (Staffel 1, Episode 14)
nachfolgende Episode: Das Virus (Staffel 1, Episode 17)

Über den Autor

Carl Georg

Carl Georg
Carl Georg studiert Physik im vierten Semester an der TU Darmstadt. Seit Jahren begleitet ihn schon Star Wars im Leben, angefangen bei den Filmen bis hin zu den Romanen und Comics. Sein Ziel ist es, alle Geschichten – ob Kanon oder EU – zu sammeln, was wohl noch einige Zeit dauern wird. Dazu arbeitet er an einigen Star Wars-Romanen, in der unbegründeten Hoffnung, sie könnten jemals veröffentlicht werden. Im Forum des OSWFCs ist er als Owen Selevert zu finden.

2 Kommentare

  1. ThrawnThrawn

    Mein Highlight der Folge ist, dass man ab und zu im Hintergrund C-3PO seinem eigenen Speeder fahren sehen kann.

  2. Schosch

    Ich hasse diese Folge einer der schlechtesten der Serie!

    Der Pölot ist komplett unnötig und wird nur durch die Dummheit und Kriegstreiberei vom Vorsitzenden der Pantoraner in ganz gesetzt!

    Die Tals wollten einfach nur in Frieden auf dem Planeten leben und in Frieden gelassen werden der Angriff war Komplett unnötig genauso wie der rest der ganzen Folge und ich bin sehr froh wenn der Vorsitzende am Ende der Folge stirbt!

    Die Folge ist extrem Schlecht meiner Meinung nach und ich denke in dem Fall wäre meine Bewertung klar. 0 von 5 Holocrons!

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