Rezension: The Clone Wars 1×07: Kampf der Droiden

Die Klonkriege erreichen heute den zweiten Teil des „R2 ist weg“-Zweiteilers. Die Folge ist die siebte der ersten Staffel und heißt Kampf der Droiden. Die Geschichte setzt da an, wo die letzte Folge geendet hat, und wurde von Kevin Campbell und Henry Gilroy geschrieben. Letzterer ist übrigens auch in den Comics des Legends-Bereiches aktiv gewesen. Regie führte wieder Rob Coleman. Die US-Premiere fand am 14.11.2008 statt, in Deutschland war Kampf der Droiden am 04.01.2009 die erste Folge des neuen Jahres.

„Um eine Freundschaft zu erhalten, höre auf dein Herz und nicht auf den Verstand.“

Die aktive Suche nach R2 ist inzwischen eingestellt. Anakin versucht natürlich trotzdem noch, den Droiden zu finden, doch andere Dinge haben Priorität gewonnen. So scheinen republikanische Funksprüche abgehört zu werden. Das bringt die Jedi extrem schnell, für meinen Geschmack etwas zu schnell, darauf, dass es in der Gegend eine Abhörstation geben muss. Wie es der Zufall so will, bringt der furzende Trandoshaner R2 natürlich genau auf diese Station zu General Grievous, der sofort die Zerlegung und Auswertung unseres Freundes befiehlt – während er daneben steht und nichts macht.

Kampf der Droiden! (Bild von der jedipedia.net)

Da R2 vorher einen Funkspruch abgesetzt hat, finden Skywalker und seine Truppe die Abhörstation ebenfalls sehr zügig und infiltrieren sie, ausdrücklich ohne Rettungsmission. (Pfft, klar!)

Aus animatorischer Sicht ist die Station übrigens ein Kernschiff der Handelsföderation, das sind die Kugelschiffe innerhalb der Ringe, mit einigen Extras, die sie „böser“ aussehen lassen sollen, wie zum Beispiel die nach unten ausgerichteten Antennen.

Diese Folge bringt deutlich mehr Witz mit als ihre Vorgängerin und lässt sich daher deutlich besser ansehen. Besonders Captain Rex hat es hier mit unfreiwilligem Humor erwischt.

Auch die Kämpfe sind wesentlich besser gemacht als die sinnlose Sucherei. Dabei legt sich Ahsoka mit Grievous an und die Klone mit den Droiden. Logisch. Der General ist der Padawan natürlich haushoch überlegen und das bekommt die Kleine auch ziemlich schnell zu spüren.

Wichtig ist, dass Anakin in dieser, wie auch in keiner anderen Folge der Serie, persönlich auf den General trifft, sonst würde die Szene auf der Brücke der Invisible Hand in Die Rache der Sith nämlich keinen Sinn mehr ergeben. So muss er sich hier mit den vier Magna-Wächtern begnügen, die er gekonnt verschrottet. In meinen Augen ist diese Szene sogar die wichtigste der ganzen Folge, denn sie hat einiges an Foreshadowing intus. Denn wann gewinnt Anakin die klare Oberhand über die Droiden, wann beginnt er sie einen nach dem anderen zu zerstückeln? Richtig, nachdem er einmal getroffen wurde, nachdem er wütend gemacht wurde. Auch sein Gesicht spiegelt diese Emotion wieder. Die Musik, die normalerweise ja für derartige Blicke in die Zukunft gut zu haben ist, lässt mich mit meiner Interpretation hier aber im Stich.

Generell ist die Musik aber gut gelungen. Zu Beginn haben wir noch einmal das Thema der vorigen Folge, doch kommen wir recht schnell wieder im „normalen“ Star Wars-Musik-Bereich an und die Musik ist nicht mehr so stark störend oder ablenkend.

Die deutsche Synchronisation ist wieder auf ihrem Standardniveau angekommen und lässt sich gut hören, eine klare Verbesserung.

Trotzdem gebe ich auch dieser Folge nur zwei von fünf Holocrons, da sie mich kaum überzeugen konnte. Sowohl Ahsoka als auch Grievous treffen ziemlich dumme Entscheidungen – Ahsoka die, dass sie gegen den General kämpfen will, und der General, dass er sie nicht sofort umbringt, sondern erst noch mit ihr spielt. Auf beiden Seiten hat dies natürlich seine Konsequenzen, doch stellt das die Separatisten erneut unnötig unfähig dar.

Bewertung: 2 von 5 Holocrons
Bewertung: 2 von 5 Holocrons

vorherige Episode: Der Fall eines Droiden (Staffel 1, Episode 6)
nachfolgende Episode: Superheftig Jedi (Staffel 1, Episode 8)

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

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