Rezension: The Clone Wars 1×09: Im Mantel der Dunkelheit

Die heutige neunte Folge der ersten Staffel heißt Im Mantel der Dunkelheit und schließt direkt an Superheftig Jedi an. Autor dieser Folge war Paul Dini, Regie führte Dave Filoni. Premiere in den USA war am 05.12.2008, in Deutschland waren wir am 18.01.2009 dabei. In unserer Rezensionsreihe schließt sie nun den Januar ab.

„Wer nicht auf seine Intuition hört, tut dies auf eigene Gefahr.“

Was ist denn hier los? (Bild von der jedipedia.net)

Nachdem Nute Gunray in der letzten Folge von Truppen der Republik abgeführt wurde, wird er nun von Luminara Unduli und in deren Begleitung Ahsoka und Commander Gree zu einem Sternenzerstörer der Venator-Klasse gebracht. Dort wird er mehr oder weniger in die Obhut der Senatswachen unter einem gewissen Captain Argyus gegeben. Die Klone der grünen Kompanie und die beiden Jedi bleiben aber trotzdem mit an Bord, um den Vizekönig nach Coruscant zu eskortieren. Die Sith sind natürlich nicht begeistert über Gunrays Gefangennahme und leiten Schritte ein, um den Neimoidianer entweder zu befreien oder zum Schweigen zu bringen.

Für diesen Job wird Asajj Ventress ausgewählt. Sidious ist eher skeptisch, was diese Rollenbesetzung angeht, Tyranus ist jedoch zuversichtlich. Tatsächlich macht Ventress ihren Job mehr oder weniger gut und bekommt auch Hilfe von unerwarteter Seite.

In dieser Folge gibt es aber eine recht große Ungereimtheit, wie ich finde. Ahsoka regt sich nämlich über Luminara auf, da diese alleine in den Kampf mit Ventress marschiert. Die gute Ahsoka hat allerdings innerhalb der Serie selber auch noch gar nicht gegen die Attentäterin gekämpft. Da kommt es doch etwas heuchlerisch rüber, dass die Padawan sich hart darüber echauffiert, dass die Meisterin sie nicht mitnehmen will.

Der Episodenführer weist hier darauf hin, dass Commander Gree sich nach dem gleichnamigen Volk benannt hat. Ich kann aber nicht beurteilen, wie dieser Kommentar Kanon-technisch einzuordnen ist.

Ihr merkt, dass diese Rezension eher eine der kürzeren ist. Die Folge selber ist eigentlich ganz in Ordnung, doch bleibt sie einfach nicht im Gedächtnis. Es ist eine dieser Standard-Episoden, die zwar Inhalt haben, jedoch am Ende den Status Quo wiederherstellen. Der nächste Handlungsstrang mit Kit Fisto wird sogar schon angekündigt. Der Kampf zwischen Ventress und Unduli zeigt ein wenig, wie unfair die Möchtegern-Sith kämpft, und ist auch einer ihrer wenigen Siege innerhalb der Serie, doch wird sie hier stark überzeichnet dargestellt und lacht untypisch verrückt. Normal gibt sie sich zwar ihren Emotionen Hass und Wut hin, jedoch wirkt sie nie irre.

Der Konflikt, den die Senatswache und Commander Gree haben, kennen wir aus der Folge Der unsichtbare Feind bereits. Er wirkt an dieser Stelle also eher aufgewärmt. Gegebenenfalls wollte man das ja noch ausbauen, als man in diesem Stadium der Serienentwicklung war, doch dies ist meines Wissens definitiv nicht geschehen.

Ahsoka zeigt harte Anakin-Attitüden gegenüber dem Vizekönig und tatsächlich sehen wir im späteren Verlauf der Serie eine ähnliche Szene mit Skywalker. Doch diese Einstellung wirkt bei der Padawan zu diesem Zeitpunkt einfach fehl am Platz, da sie noch gar nicht so lange mit ihrem Meister zusammenarbeiten kann. Immerhin sind wir in der ersten von sechs Staffeln unterwegs.

Also alles in allem ist die Folge eher Standard. Von mir gibt es daher zwei von fünf Holocrons.

Bewertung: 2 von 5 Holocrons
Bewertung: 2 von 5 Holocrons

vorherige Episode: Superheftig Jedi (Staffel 1, Episode 8)
nachfolgende Episode: In den Fängen von Grievous (Staffel 1, Episode 10)

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

2 Kommentare

  1. ThrawnThrawn

    Ahsoka hatte eigentlich schon einen kurzen Schlagabtausch mit Asajj Ventress. Und zwar im Clone Wars Film kurz bevor Anakin und Ahsoka die Twillight finden.

    Und theoretisch einen Längeren in einer rausgeschnitten Szene, in welcher Asajj sich gegen Ahsoka, Anakin und einen Rancor behauptet.

    Also denke ich, es macht schon Sinn, dass sie weiß, was Asajj drauf hat. Vor allem, wenn sie überzeugt ist, dass Anakin der beste Kämpfer des Ordens ist und sich Asajj nicht nur gegen ihn behaupten, sondern ihm auch eine Narbe verpassen kann.

  2. MaximilianMaximilian(Autor des Beitrags)

    An den kurzen Schlagabtauch hatte ich zugegebener Maßen gar nicht gedacht, da hast du Recht. Die Rancor Szene ist allerdings, wie du gesagt hast geschnitten worden und sollte meines Erachtens daher nicht beachtet werden. Was die Narbe angeht, so glaube ich, dass es im Kanon bisher keine Quelle gibt, die belegt, dass diese von Ventress stammt, wobei du in den Legends natürlich Recht hast.
    Nichtsdestotrotz ist Ahsokas Gefühlsausbruch in dieser Folge massiv überzogen, selbst, wenn man alle deine Argumente in Betracht zieht. Klar weiß sie, was Ventress drauf hat, aber das rechtfertigt in dieser Situation nicht, dass sie Luminara nicht zutraut die Attentäterin alleine zu stoppen.

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