Rezension: The Clone Wars 1×06: Der Fall eines Droiden

Mit der heutigen Episode, Der Fall eines Droiden, beginnt einer der, sagen wir weniger guten Zweiteiler der Serie, wenn ihr mich fragt. Die Episode ist die sechste der ersten Staffel und steht daher an zehnter Stelle, wenn man den Kinofilm nicht mitzählt. Geschrieben wurde der Plot von George Krstic, Regie führte Rob Coleman. Premiere war am 07.11.2008, die deutsche Erstausstrahlung fand am 28.12.2008 statt.

„Freunde sind nicht leicht zu finden, schwer zurückzulassen, unmöglich zu vergessen.“

Die Folge beginnt damit, dass der Erzähler uns berichtet, wie stark General Grievous den Streitkräften der Republik zusetzt, und dass der Kampfverband, der von Anakin Skywalker, Ahsoka und Rex geleitet wird, als nächstes dran ist. Obi-Wan empfiehlt via Hologramm den Rückzug und auch Ahsoka versucht, Anakin in diese Richtung zu bewegen, doch der ersinnt eine geniale Falle für den General und opfert dafür nur einen Venator-Klasse-Sternenzerstörer. Übrigens wird die Resolute, Anakins Flagschiff und auch das von Admiral Yularen, hier zum ersten Mal beim Namen genannt.

Auf der Suche nach R2-D2 (Bild von der jedipedia.net)

Während der Schlacht, die für die Republik positiv und für die Separatisten in einem Desaster endet, bekommt der Jedi allerdings Probleme und wird ohnmächtig. Später muss er feststellen, dass R2-D2, sein Astromech, Freund und Berater spurlos verschwunden ist.

Die Schlacht zu Beginn der Episode ist tatsächlich das Highlight der Folge. Neben der tatsächlich genialen Falle für die Separatisten werden auch einige schöne Flugmanöver gezeigt und auch auf Seiten der Separatisten wird ein wenig des „Kriegsalltags“ auf der Brücke gezeigt. Der Rest der Folge ist aber von der Storyseite her eher schwierige Kost. R2 ist verloren gegangen und faktisch wird den ganzen Rest der Folge nach ihm gesucht. Dabei muss Anakin sich mit dem Nachfolger des Droiden herumschlagen, der laut Episodenführer schwarz und golden ist, weil Dave Filonis Heim-Football-Team diese Farben trägt. Dieser Droide manipuliert den Jedi ziemlich offensichtlich. Gut, als Kind mag man sich noch sowas denken, wie „Hihi, der Droide ist aber tollpatschig, das ist ja süüüß“, wie es auch Ahsoka mehr oder weniger macht, doch als erwachsener Zuschauer sieht man das relativ zügig. Und ja, ich bin der Meinung, dass man das auch bemerkt, wenn man die Folgen zum ersten Mal anschaut.

Schöner ist da die Einführung der IG-Serie-Killerdroiden, welche an Bord des Schiffes eines fetten und gierigen Trandoshaners zu finden sind. Innerhalb der bewegten Bilder ist dieser auch verhältnismäßig gut animiert, doch auf den Standbildern des Episodenführers ist er dann doch ziemlich hässlich und den regelmäßig auftretenden Charakteren im Animationsstil deutlich unterlegen. Übrigens ist die Eintrittstür in sein Schiff, diese Luke, derselbe Raum, der auch schon für die Luke in der Malevolence und der Zelle in Ziros Palast genutzt wurde. Er hat lediglich andere Texturen und Farben bekommen, doch es wurde tatsächlich dasselbe Modell verwendet, wie man in der Bonussequenz zu einer der Malevolence-Folgen erfährt.

Im Bonus zu dieser Folge macht sich Filoni über eine Sache der Folge lustig, die nicht aus der Regieabteilung kommt: Das Furzen in der Folge. Tatsächlich war ich nach dem Feature neugierig und habe die Folge noch einmal angesehen. Der Trandoshaner furzt überraschend oft und in mehreren Einstellungen. Schuld ist das Ton-Team, welches sich einen Spaß erlaubt hat. Im Episodenführer wird ebenfalls darauf eingegangen, jedoch nicht als Spaß des Sound-Teams.

Die Hintergrundmusik ist dieses Mal eher Elektro-rockig und passt nicht wirklich zu Star Wars.

Die deutsche Übersetzung ist teilweise ein wenig merkwürdig. Zwar wurde auch hier wieder das bekannte „Ich habe ein ganz mieses Gefühl bei der Sache“ untergebracht, doch kommt im Englischen ein „or else“ vor, was dort eine unausgesprochene Drohung ist. Dies wurde wörtlich als „oder sonst“ übersetzt, was, wie ich finde, die Drohung nicht wirklich rüberbringt und eher lächerlich wirkt.

Auch die Synchronisation ist unerwartet schlecht. Die Sprecher gehen durch die Bank gelangweilt an die Sache heran. Es gibt zig Stellen, bei denen ich einfach nur dachte, dass plump abgelesen wurde und das deutsche Sound-Team das dann, ohne zu hören, durchgewunken hat. Waren die am Abend vorher alle feiern? Also das war echt die bisher am schlechtesten eingesprochene Folge. Das können die Deutschen besser und das wissen wir alle.

Zusammenfassend gebe ich der Folge zwei von fünf Holocrons, weil ich weiß, dass es Folgen gibt, die ich noch schlechter findeund weil die Idee mit der Falle ganz gut war.

Bewertung: 2 von 5 Holocrons
Bewertung: 2 von 5 Holocrons

vorherige Episode: Rekruten (Staffel 1, Epsiode 5)
nachfolgende Episode: Kampf der Droiden (Staffel 1, Episode 7)

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

Schreibe einen Kommentar