From a Certain Point of View: Redakteurin im Interview und Skizzen von Jeffrey Brown

Die am 3. Oktober erschienene Kurzgeschichten-Sammlung From a Certain Point of View mit Beiträgen von über 40 Autorinnen und Autoren ist in vielerlei Hinsicht ein ungewöhnliches Star Wars-Buch. Wie es zustande kam und wie spannend die Arbeit daran war, erzählt nun die zuständige Redakteurin bei Del Rey, Elizabeth Schaefer, in einem Interview auf StarWars.com. Wir haben das gesamte Interview für euch übersetzt.

StarWars.com: Wie unterscheidet sich die Arbeit als Redakteurin einer Anthologie wie From a Certain Point of View von der Arbeit an einem traditionellen Roman?

Elizabeth Schaefer: Haha! Das ist einfach: Es ist um einiges schwieriger! Für diese Anthologie habe ich mit 43 verschiedenen Mitwirkenden gearbeitet. Es war eine logistische Olympiade, all diese E-Mails und Verträge und Lektorate und Prüfgänge und alle Dokumente, die ein jeder Autor bekommen sollte, zu koordinieren. Zum Glück unterstützt mich hier bei Del Rey das beste Team der Branche.

Viele großartige Autoren haben zu diesem Buch beigetragen – wie war es, mit angesehenen Autoren zu arbeiten, die ihre erste Star Wars-Geschichte erzählen?

Zu Beginn des Projekts saß ich vor einer leeren Excel-Tabelle und trug die Namen aller meiner Lieblingsautoren ein. Es war eine Traumliste von Leuten, mit denen ich schon immer einmal arbeiten wollte. Das Verrückteste war, wie viele von ihnen wirklich Ja sagten. Diejenigen, für die es das erste Mal war, waren allesamt sehr darauf bedacht, genau über die Hintergründe informiert zu sein. Sie alle wollten eine Liste mit Leseempfehlungen. Ich glaube, Sabaa Tahir hat sich extra Star Wars: Kenobi gekauft, um sicherzugehen, dass sich ihre Tusken-Geschichte authentisch anfühlte.

Wie lief die Auswahl der Figuren, die im Buch vorkommen sollten, ab? Wie war es bei den Figuren, die im Film gar nicht vorkommen oder erwähnt werden, wie Yoda oder Qui-Gon Jinn?

Immer, wenn ich Autoren wegen des Projekts kontaktierte, sendete ich ihnen eine Liste von ungefähr 30 Beispiel-Perspektiven, um ihnen ein Gefühl dafür zu zu geben, was wir uns für Geschichten vorstellten. Aber meistens hatte jeder Autor eine eigene Idee für eine Perspektive oder passte einen unserer Vorschläge nach seinen Vorstellungen an. Was besonders Spaß gemacht hat an dem Projekt, waren all die Anfragen nach unerwarteten Figuren. Wer hätte gedacht, dass Sue DeConnick und Matt Fraction so große Muftak-Fans sind? Oder dass Tom Angleberger sich die Perspektive der Whills selbst aussuchen würde?

Gab es Versuche, einige der Geschichten miteinander zu verknüpfen?

Es war mir wirklich wichtig, dass der einzigartige Schreibstil jedes Autors in seiner Geschichte zu Geltung kommt. Also habe ich meistens nicht versucht, jemanden dazu zu zwingen, seine Geschichte so anzupassen, dass sie zu einer anderen passt. Aber Autoren sind ein gerissener Haufen und einige von ihnen haben Anspielungen auf andere Star Wars-Romane in ihrem Beitrag versteckt! Sucht also auf jeden Fall nach dem Easter Egg, für das sich Daniel José Older, Ben Acker, und Ben Blacker verschworen haben.

Was sind die Highlights bei der Arbeit an einem solchen Projekt?

Es hat wirklich Spaß gemacht, die Social-Media-Momente zu verfolgen. Zu Beginn des Jahres hatte mein Kollege Tom Hoeler die Idee des #OperationBlueMilk-Plans, mit dem wir alle Autoren angekündigt haben. Zu sehen, wie die Fans ausrasteten, als ein Autor nach dem anderen sich meldete, das war unsere Version von „Alle Einheiten melden“ aus Eine Neue Hoffnung. “John Jackson Miller, bereit! Glen Weldon, bereit! Elizabeth Wein, bereit!”

Erzähl uns von First Book und wie die Organisation von diesem Buch profitieren wird.

First Book ist eine fantastische Organisation, deren Mission es ist, gleichberechtigten Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung herzustellen. Zu Ehren des Projekts hat Penguin Random House 100.000 Dollar an First Book gespendet und Disney/Lucasfilm hat 100.000 Kinderbücher gespendet. Aber die echten Stars sind die Autoren, die alle großzügig ihre Zeit und Energie geopfert und ihre Erlöse an aus der Anthologie an First Book gespendet haben. Ihr könnt mehr über diese wunderbare Organisation auf ihrer Webseite nachlesen: firstbook.org.

Außerdem zeigt uns Jeffrey Brown, welcher einen Cartoon für From a Certain Point of View beigesteuert hat, ebenfalls auf StarWars.com, wie er von der ersten Ideensammlung, über Skizzen zum finalen Cartoon kam. Seine Zeichnungen seht ihr in der Galerie unten.

Eine Übersicht aller Kurzgeschichten findet ihr in unserer Meldung vom 14. September.

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Star Wars: From a Certain Point of View (Dienstag, 3. Oktober 2017)

Star Wars: From a Certain Point of View (03.10.2017)
Medium/Sprache: ()
Ausgabe/Format:Hardcover
Erscheinungsdatum:03.10.2017
Autor(en):, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Zeichner:,
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Verlag: (Verlagsseite)
Reihe:
Seiten:496
ISBN:978-0-345-51147-8
Preis:$35,00 USD
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Über den Autor

Ines

Ines
Ines bildet im echten Leben zahlreiche Padawan-Schüler an einem Gymnasium in den Fächern Englisch und Deutsch aus. Star Wars konsumiert sie am allerliebsten in Romanform und hat sich zum Ziel gesetzt, sämtliche Romane des Kanons zu lesen. Bereits jetzt ist sie begeistertes Claudia-Gray-Fangirl.

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