TV-Rezension: Star Wars Rebels 3×16: „Das Vermächtnis von Mandalore“

Nachdem Sabine in der vorigen Folge „Das Dunkelschwert“ gelernt hat, ihre Rolle als Besitzerin des Darksabers anzunehmen und mit der antiken Waffe umzugehen, zieht sie am heutigen Star Wars-Tag nun in „Das Vermächtnis von Mandalore“ (Originaltitel: „Trials of the Darksaber“) gemeinsam mit Ezra, Kanan, Chopper und Fenn Rau los, um sich die Unterstützung ihrer Familie für die Rebellion zu sichern.

Sabine präsentiert ihrer Familie in <em>Legacy of Mandalore</em> das Dunkelschwert.

Sabine präsentiert ihrer Familie in Legacy of Mandalore das Dunkelschwert.

Doch gleich bei der Ankunft auf dem Planeten Krownest, wo Sabines Familie ihrem Stützpunkt hat, werden sie unfreundlich empfangen und geraten in ein Gefecht mit Imperialen Supercommandos. Einer dieser Elitekämpfer stellt sich jedoch als Sabines Bruder Tristan Wren heraus, welcher die Rebellen zu seiner Mutter Ursa eskortiert. Fenn Rau, der als Verräter gilt, bleibt auf der Schiff versteckt zurück. Auch Ursa scheint zunächst wenig begeistert von Sabines Rückkehr und unbeeindruckt vom Dunkelschwert zu sein, welches Sabine zückt. Im Gespräch zwischen Sabine und ihrer Mutter stellt sich jedoch heraus, dass Ursa selbst unter Druck steht: Ihr Mann wird auf Mandalore gefangengehalten und wenn Clan Wren sich einen falschen Schritt erlaubt, wird er getötet. Als Gar Saxon die Macht an sich riss, stand Ursa vor der Wahl, entweder den Tod ihrer Leute in Kauf zu nehmen oder sich zu beugen. Aus diesem Grund informiert Ursa Wren auch Gar Saxon über die Ankunft der Jedi und will sie ihm ausliefern. Als dieser jedoch mit seinen Supercommandos anrückt und auch Sabine hinrichten will, wird sowohl Tristans als auch Ursas Loyalität auf die Probe gestellt…

Der Stützpunkt der Familie Wren auf Krownest in <em>Legacy of Mandalore</em>.

Der Stützpunkt der Familie Wren auf Krownest in Legacy of Mandalore.

Zunächst einmal muss ich ein paar Worte darüber verlieren, wie toll die Folge gestaltet und animiert ist. Die schneeüberzogene Welt Krownest ist wunderschön anzusehen und vermittelt sogleich auch die unterkühlte Atmosphäre, die zwischen den Mitgliedern der Familie Wren herrscht. Auch der moderne Glaskomplex, in dem der Clan seinen Stützpunkt errichtet hat, wirkt beeindruckend. Und selbstverständlich bietet auch das finale Duell zwischen Sabine und Gar Saxon auf einer beinahe einbrechenden Eisfläche jede Menge Schauwerte.

Es ist schön, dass wir nach der letzten Folge, die meine Neugier auf mehr Hintergründe zu Sabine geweckt hat, diese nun direkt präsentiert bekommen. Auch wenn weder Ursa noch Tristan besonders tiefgründige Figuren sind, ist es dennoch interessant, endlich zu sehen, woher Sabine kommt und wer zu ihrer Familie gehört.

Auch die Einblicke in die mandalorianische Kultur werden weiter vertieft. Etwas enttäuscht war ich lediglich von den paar Sätzen Mando’a, die von Sabine gesprochen wurden. Synchronsprecherin Tiya Sircar spricht mir hier im englischen Original mit viel zu viel amerikanischem „r“, sodass es nicht wirklich nach einer authentischen, von einer Muttersprachlerin gesprochenen Sprache klingt, sondern eben nach einer von einer Amerikanerin gesprochenen „Fremdsprache“. Dass die Sprache der Mandalorianer ganz zufällig genau dieselben Laute und den selben Klang wie amerikanisches Englisch haben soll, kaufe ich als Sprachwissenschaftlerin Rebels nicht ab. Hier hätte man sich etwas mehr Mühe machen können. Aber das ist wohl ein Punkt, an dem sich außer mir kaum jemand gestört haben wird.

Sabine im Kampf mit Gar Saxon in <em>Legacy of Mandalore</em>.

Sabine im Kampf mit Gar Saxon in Legacy of Mandalore.

Insgesamt hat mich die Folge „Das Vermächtnis von Mandalore“ nicht ganz so mitgerissen wie „Das Dunkelschwert“, was wahrscheinlich daran liegt, dass der Fokus der heutigen Folge weniger auf der inneren Entwicklung Sabines lag. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal über eine Rebels-Folge schreibe, aber mit Mittelteil von „Das Vermächtnis von Mandalore“ wird mir tatsächlich ein bisschen zu viel gequatscht. Es werden unglaublich viele Erklärungen in die Gespräche zwischen den Wrens gepackt, welche meines Erachtens größtenteils recht unemotional bleiben, wenn man bedenkt, in welcher Lage sich die Familie befindet. Der Verrat der Mutter kommt erst vergleichsweise spät in der Folge, sodass bis zu diesem Punkt zu wenig Spannung in der Folge steckt.

Aufgrund kleinerer Kritikpunkte bewerte ich die insgesamt doch sehr solide Folge „Das Vermächtnis von Mandalore“ mit vier von fünf Holocrons.

Der Rezensent vergibt 4 von 5 Holocrons!

Der Rezensent vergibt 4 von 5 Holocrons!

Hier könnt ihr euch nochmals die Rebels Recon zur Folge ansehen:

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Über den Autor

Ines

Ines
Ines bildet im echten Leben zahlreiche Padawan-Schüler an einem Gymnasium in den Fächern Englisch und Deutsch aus. Star Wars konsumiert sie am allerliebsten in Romanform und hat sich zum Ziel gesetzt, sämtliche Romane des Kanons zu lesen. Bereits jetzt ist sie begeistertes Claudia-Gray-Fangirl.

1 Kommentar

  1. D.

    🙂 ich vergebe 10 von 5 Holocrons

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