TV-Rezension: Star Wars Rebels 3×07: „Verräter auf Concord Dawn“

In der zweiten Staffel hat die Ghost-Crew den „Beschützer von Concord Dawn“ Fenn Rau in Gewahrsam genommen und sich damit freien Durchflug durch das von den Mandalorianern kontrollierte System gesichert. Dieser Handlungsstrang wird in „Verräter auf Concord Dawn“ (Originaltitel: „Imperial Super Commandos“) nun wieder aufgegriffen.

Sabine und Fenn Rau in "Imperial Supercommandos"

Sabine und Fenn Rau in „Imperial Supercommandos“

Die Handlung beginnt damit, dass Sabine erfolglos versucht, Fenn Rau für die Rebellion zu begeistern. Doch die beiden werden bald unterbrochen, da die Rebellen feststellen, dass sie den Kontakt zu den Beschützern von Concord Dawn verloren haben. Ezra, Sabine und Fenn Rau wollen der Sache auf den Grund gehen und entdecken, dass eine Gruppe abtrünniger Mandalorianer unter der Führung von Gar Saxon die Beschützer getötet und die Kontrolle übernommen hat. Diese Mandalorianer kämpfen nun als „imperiale Supercommandos“ für das Imperium. Als Ezra in Gefangenschaft gerät, kommt es darauf an, auf welche Seite sich Fenn Rau schlagen wird: Hilft er den Rebellen oder nutzt er die Gelegenheit zur Flucht?

Die Wandlung von Fenn Rau in dieser Folge ist überzeugend dargestellt. Durch den Tod seiner Männer und das Auftauchen der imperialen Supercommandos wird ihm bewusst, dass das Imperium endgültig auch auf Concord Dawn angekommen ist und er allein nichts mehr ausrichten kann. Ich bin gespannt, wie Rebels die Figur Fenn Rau zukünftig einsetzen wird und was seine Rolle innerhalb der Rebellion sein wird. Auch über Sabine erfahren wir Neuigkeiten: Ihre Mutter steht laut Gar Saxon auf Seiten der imperialen Supercommandos. Daraus könnte sich für die junge Mandalorianerin im Laufe der Staffel noch interessantes Konfliktpotential ergeben.

Sabine mit Jetpack in "Imperial Supercommandos"

Sabine mit Jetpack in „Imperial Supercommandos“

Die Handlung auf Concord Dawn selbst ist jedoch ein wenig konfus und unglaubwürdig. Ezra lenkt die Supercommandos ab, indem er seine Deckung aufgibt und auf sie feuert, um Sabine und Rau zur Flucht zu verhelfen. Als die Supercommandos ihn dann verfolgen, gibt er auf und lässt sich gefangennehmen. Allein diese Aktion empfand ich schon als ein wenig seltsam, da Ezra und Kanan in Rebels sonst immer als übermächtig dargestellt werden und mit der Macht Auswege finden, um eine solche Gefangennahme zu verhindern. Gut, Ezra hat in dieser Situation sein Lichtschwert nicht dabei, weil er es (ebenfalls aus unerfindlichen Plothole-Gründen!) nicht direkt wieder Fenn Rau abgenommen hat. Aber trotzdem hätte er, wie er es bei Sturmtruppen auch immer tut, die Supercommandos mit der Macht ineinander schleudern und hoch auf das nächste Gebäude springen können.

Nur scheint es Ezra in dieser Folge aus ebenfalls unerfindlichen Gründen auf einmal extrem wichtig zu sein, dass die Supercommandos ihn nicht als Jedi enttarnen. Nachdem Ezra und Kanan aber schon mehr als zwei Staffeln lang vor den Augen beinahe jedes Imperialen in der Galaxie mit Lichtschwertern Saltos durch die Luft gemacht haben, scheint mir diese plötzliche Vorsicht ein wenig unbegründet. Sie dient nur dazu, den Plot voranzutreiben und die Geschichte so hinzudrehen, dass Sabine und Fenn Rau sich zusammenraufen und Ezra gemeinsam zur Hilfe kommen müssen. Diese erzwungen wirkende Handlung ist wirklich keine Sternstunde des Storytellings!

Sabine im Kampf gegen die "Imperial Supercommandos"

Sabine im Kampf gegen die „Imperial Supercommandos“

Generell passiert mir hier auch zu viel Mandalorianer-Fanservice. Man merkt, dass die Idee hinter der Folge eigentlich nur war, dass man Sabine mal mit einem Jetpack fliegen lassen und coole neue mandalorianische Gegner einführen wollte. Ich halte von den Supercommandos nicht viel. Allein der Titel „Supercommandos“ klingt mir schon zu erzwungen cool und nach einem achtjährigen Jungen, der begeistert schreit: „Schau mal, Mama, ich bin ein Supercommando!“ Und warum das Imperium den Mandalorianern erlauben sollte, ihre eigene, coolere Sondereinheit zu bilden, statt ihnen das imperiale Standardprotokoll überzustülpen, ist mir auch schleierhaft. Der Grund liegt wahrscheinlich nur darin, dass viele Fans Mandalorianer lieben und so etwas gerne sehen wollen. Logisch ist es nicht, wie so vieles an dieser Folge.

Aufgrund dieser gravierenden Logikmängel und einer Story, die sehr verkrampft und gewollt wirkt, vergebe ich auch insgesamt nur zwei von fünf Holocrons.

Der Rezensent vergibt 2 von 5 Holocrons!

Die Rezensentin vergibt 2 von 5 Holocrons!

Hier könnt ihr euch die Rebels Recon zur Folge ansehen:

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Über den Autor

Ines

Ines
Ines bildet im echten Leben zahlreiche Padawan-Schüler an einem Gymnasium in den Fächern Englisch und Deutsch aus. Star Wars konsumiert sie am allerliebsten in Romanform und hat sich zum Ziel gesetzt, sämtliche Romane des Kanons zu lesen. Bereits jetzt ist sie begeistertes Claudia-Gray-Fangirl.

1 Kommentar

  1. JeremyJeremy

    Was die Toleranz der „Supercommando-Spezialeinheit“ seitens des Imperiums angeht würde ich hier Analogien zum Römischen Reich ziehen, die Sturmtruppen (Legionäre) als Hauptstreitmacht und die Supercommandos als Hilfstruppen.

    Und außerdem wären sie ein gutes Aushängeschild für den Erfolg der Neuen Ordnung, in diesem Fall um die mandalorianische Bevölkerung von der Vereinbarkeit von Loyalität zu Mandalore und zum Imperium zu überzeugen.

    Ansonsten könnte man natürlich auch noch Analogien zur NS-Militärmaschinerie ziehen, welche ebenfalls Kollaborateure als Hilfstruppen eingesetzt hat (z.B. Dänische Waffen-SS-Ableger, etc.)

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