Rezension: Jedi-Padawan 12: Das teuflische Experiment von Jude Watson

Nachdem der letzte Band in einem Cliffhanger endete, setzt Jude Watson im zwölften Band der Jedi-Padawan-Reihe die begonnene Handlung fort. Dieser erschien unter dem Titel The Evil Experiment zunächst im Februar 2001 bei Scholastic, bevor Dino die Übersetzung von Dominik Kuhn im März desselben Jahres auf Deutsch herausbrachte. 2007 schloss der Das teuflische Experiment den vierten Sammelband der Reihe von Panini ab.

Jedi-Padawan 12: Das teuflische Experiment (01.03.2001)

Jedi-Padawan 12: Das teuflische Experiment (01.03.2001)

Das Titelbild von Cliff Nielsen zeigt Qui-Gon Jinn, der an eine kreisförmige Apparatur gefesselt ist und, wie es scheint, gefoltert wird. Darüber ist die obere Hälfte eines weiblichen Gesichtes zu sehen. Hier erwähne ich dieses Cover, da Qui-Gon nach seiner Entführung im letzten Band zwar gefangen gehalten wird, dies jedoch in einem engen Glaskasten geschieht und nicht gefesselt auf mehreren Metallstreben.

Wir befinden uns weiterhin im Jahr 43 vor der Schlacht um Yavin, also elf Jahre bevor Jinn und Kenobi auf Anakin Skywalker treffen sollen. Obi-Wan hat den verwundeten Didi Oddo und dessen Tochter Astri in den Jedi-Tempel gebracht, wo er behandelt wird. Selbstverständlich macht er sich auch Sorgen um seinen Meister, die die Jedi Tahl und sogar Meister Yoda teilen und so erhält er mehr oder weniger die Erlaubnis, Ermittlungen durchzuführen, um Qui-Gon zu finden.

Dieser findet sich unterdessen in einem kleinen Glastank wieder, der mit Gas gefüllt ist, dessen Sinn sich ihm zunächst entzieht. Bereits kurz darauf stellt sich ihm seine Kerkermeisterin vor, die wir ebenfalls bereits kennen: Jenna Zan Arbor, die Wissenschaftlerin, deren Team in Die tödliche Jagd in Didis Café essen war. Nun will sie Experimente an Qui-Gon durchführen, um die Macht erforschen zu können.

Ich muss sagen, dass Das teuflische Experiment ganz nach meinem Geschmack war. Ich mag ja so krimimäßig angehauchte Bücher, oder Krimis generell, von denen es im Star Wars-Universum leider viel zu wenige gibt. Hier haben wir ein solches Buch gefunden. Natürlich ist alles kindgerecht verpackt, da es sich immerhin um einen Jugendroman handelt, aber nichtsdestotrotz versucht man dann mitzuraten. Das funktioniert auch ganz gut, da kaum Hinweise gegeben werden und man so ziemlich auf dem gleichen Wissenstand ist wie Obi-Wan und Astri, die versuchen, Jenna Zan Arbor und damit Qui-Gon zu finden. Teilweise hatte ich allerdings das Gefühl, dass Watson an einigen Stellen gesagt hat: „Hm, ich wollte das Labor eigentlich hierhin packen, aber das wäre zu offensichtlich, oder? Dann pack ich es halt da hin. Oder weißt du was? Ich schreib einfach so lange weiter, bis die Seitenzahl voll ist und da kommt dann das Labor hin.“ Jedenfalls wirkt das dritte Viertel des Buches genau so auf mich. Zwar ist es ebenso spannend geschrieben wie der Rest des Buches, es kommt aber aben auch dieses Gefühl hoch.

Besonders interessant ist, dass Obi-Wan sich in der glatzköpfigen Kopfgeldjägerin eine neue Erzfeindin heranzüchtet. Ich bin sicher, von ihr werden wir in den nächsten Bänden noch einiges zu sehen bekommen, was das Potential einer neuen Rahmenhandlung mit sich bringt, nachdem Xanatos ja vor wenigen Bänden gestorben war.

Seit langem ist auch eine Charakterentwicklung Obi-Wans zu erkennen, der halbwegs eigenmächtig Entscheidungen treffen muss und dabei weniger impulsiv vorgeht als es noch vor einigen Bänden der Fall gewesen wäre. Wobei man dann natürlich dazu sagen muss, dass der Junge hier immer noch erst 14 Jahre alt ist.

Auch dieser Band endet wieder mit einem offenen Ende und so freue ich mich auf den nächsten, der nach einigen anderen Romanen gelesen werden wird. Ihr werdet aber nicht von dieser Pause mitbekommen, da ich diese Rezensionen lange im Voraus schreibe, und die Rezension kommt wie üblich pünktlich sonntags hier im Blog. Zunächst aber: Das teuflische Experiment bekommt von mir fünf von fünf Holocrons.

Der Rezensent vergibt 5 von 5 Holocrons!

Der Rezensent vergibt 5 von 5 Holocrons!

Jedi-Padawan 12: Das teuflische Experiment (Donnerstag, 1. März 2001)

Jedi-Padawan 12: Das teuflische Experiment (01.03.2001)
Medium/Sprache: ()
Ausgabe/Format:Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.03.2001
Autor(en):
Übersetzer:
Cover:
Verlag:
Reihe:
Seiten:157
ISBN:978-3-89748-424-5
Preis:12,90 DM / 6,95 €
Kanonstatus:
Ära:
Chronologie:-43 VSY
Nachschlagen auf:Amazon.de (Amazon.com, Amazon.co.uk)
Sammlung:
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Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

2 Kommentare

  1. Darth Bersercus

    Hallo, Maximilian!

    Deine Rezension zu Jedi-Padawan 12 – Das teuflische Experiment gefällt mir.
    Man sieht, das da ein wahrer Meister des Starwars-Universums am Werk ist, ich könnte es wahrscheinlich nicht besser machen.
    Mir fehlt allerdings noch die Erfahrung, über die Du als Rezensent der Jedi-Bibliothek bereits wahrscheinlich schon seit Jahren verfügst. Respekt.
    Lieber Nerd und maßlos übertrieben wie Du, aber dafür um sehr mehr Kenner der Szene.
    Ich weiß bereits auch sehr viel über das Mysterium der lebendigen Macht und das seit 1999.
    Mit dem Star Wars Roman „Die dunkle Bedrohung“ fing alles an und es wird auch mit mittlerweile geschätzten 80 Romanen nicht enden.
    Disney hat zwar manches an der Story von George Lucas verändert, aber ich bin froh und dankbar, das ich mich auch weiterhin im Erweiterten Universum fortbewegen darf.
    Es gibt zwar seit „Episode VII – Das Erwachen der Macht“ keine Romane mehr im Erweiterten Universum, aber ich muss meine Sammlung noch mit alten Romanen der „Jedi Quest“- Reihe ergänzen, auch anderen Romanen aus dem Eu fehlen mir noch einige Exemplare.
    „Kenobi“ war ja noch ein Roman im Erweiterten Universum, während „Tarkin“ schon von Disney im neuen Star Wars Kanon vertrieben wurde.
    So vermischen sich zur Zeit sowohl Romane aus dem Erweiterten Universum mit neuen Romanen aus dem Kanon.
    Das macht das Lesen irgendwie interessanter.
    Nun genug der weisen Worte, „Möge die Macht mit Dir sein, Maximilian!“

    1. MaximilianMaximilian(Autor des Beitrags)

      Hi Darth Bersercus,
      vielen dank für die netten Worte. Über Lob und Kritik freuen wir uns immer, besonders, wenns sich dabei um so ein geiles Lob handelt 😀
      Was die Erfahrung betrifft, einfach drauf losschreiben und dann mal drüber schauen lassen. Ich bin ja auch erst seit 2013 Rezensent, seitdem wir hier die Seite neu hochgezogen hatten und die Kollegen haben in den ersten Monat stark mit mir zu kämpfen gehabt, wenn ich mich recht erinnere ^^
      Als relativ junger Star Wars Leser hab ich erst 2010 mit der Todeskreuzer angefangen Star Wars zu lesen, weshalb ich auch die alten Romane rezensiere. Alles first-Reads, sofern ich es nicht, wie bei den EpisodenRomanen zu I bis III, anders angebe. In diesem Zusammenhang dürft ihr euch nach Jedi-Padawan selbstverständlich auch noch auf Jedi-Quest freuen (*hust* Ankündigung *hust*) 😉
      Was den Kanon betrifft mach ich da in meiner persönlichen Sammlung aktuell keinen Unterschied, alles wird chronologisch einsortiert und ich lese immer das worauf ich grade Lust hab. 🙂
      Und möge die Macht natürlich auch mit dir sein 🙂

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