Rezension: Das Erbe der Jedi-Ritter 7,5: Emissary of the Void von Greg Keyes

Was wir hier als Das Erbe der Jedi-Ritter 7,5 präsentieren ist eigentlich nicht eine einzige Geschichte, sondern eine Sammlung von sechs zusammenhängenden Kurzgeschichten, die von Greg Keyes geschrieben wurden. Von diesen sechs Kurzgeschichten erschienen drei im Star Wars Gamer-Magazin und drei im Star Wars Insider. Mehr Infos findet ihr auch in der Jedipedia.

Da diese Sammlung an Kurzgeschichten, genau wie The Apprentice, nicht übersetzt wurde bleiben wir hier auch beim englischen Titel, der so viel bedeutet wie Botschafter des Nichts. Als Handlungszeitraum ist das Jahr 26 NSY angegeben. Genauer finden wir uns in der zweiten Hälfte in der Schlacht von Yag’Dhul wieder, die zum Zeitpunkt von Das Erbe der Jedi-Ritter 8: Die Verheißung geschlagen wird.

Für die Kurzgeschichten hat sich Keyes nicht am bekannten Personenpool bedient, sondern neue Charaktere eingeführt. So treffen wir zunächst auf ein Jedi-Rettungsteam, geführt von Uldier Lochett. Dieses befindet sich aktuell auf Bonadan im Korporationssektor in einer Bar und genießt seinen Feierabend, als eine Frau über ihren Tisch läuft und sämtliche Gläser umwirft. Verfolgt wird sie bereits von den lokalen Behörden, doch Uldier lässt es sich nicht nehmen, sich der Jagd ebenfalls anzuschließen, hatte er doch für die Drinks bezahlt.

Bereits früh stellt sich heraus, dass es sich bei der Verfolgten um die Jedi Klin-Fa Gi handelt, die allerdings ein dunkles Geheimnis mit sich trägt.

Wie auch in seinen Romanen belässt Keyes es nicht bei einer einfachen Handlung, sondern will dem Leser zeigen, wie „der Fluss“, den Luke Skywalker initiiert hat, um Jedi zu transportieren und der in der Hauptreihe immer wieder erwähnt wird, funktioniert. Da es aber natürlich viel zu langweilig wäre, einfach einen Jedi pro Kurzgeschichte zu retten, baut Keyes sich einen isolierten Raum innerhalb der Gesamtgeschichte, in dem er seine Handlung weiter ausbauen kann. Und so kommt es auch bei diesem Rettungsteam zu einem Ereignis, welches möglicherweise die ganze Galaxis betrifft. Warum auch nicht? Außerdem verliert sich so auch die Struktur der einzelnen Kurzgeschichten. Das bedeutet, dass diese sich eher als Kapitel eines eigenen kleinen Romans lesen und nicht wie Kurzgeschichten. Die Gesamthandlung ist also auch in sich abgeschlossen.

Die ersten beiden Teile bestehen dabei noch hauptsächlich aus Charaktervorstellungen und Worldbuilding, bis es im dritten Teil mit der eigentlichen Handlung losgeht. In diesem Fall muss ich sagen: Schade, dass die Geschichten nicht übersetzt wurden, denn sie sind wirklich eine Bereicherung. Wir haben sogar einen Gastauftritt von Luke mit dabei und wer gut aufpasst, wird auch in den Reihen der Yuuzhan Vong bekannte Namen finden. Auch, wenn es nur Easter Eggs sind.

Von mir bekommt Emissary of the Void vier von fünf Holocrons. Das fünfte fehlt an dieser Stelle, weil der Hauptcharakter Uldier Lochett eine ganz leichte Verbindung zur Macht hat, die Akademie aber wegen mangelnden Talentes abbrechen musste. Das mag zwar eine interessante Hintergrundgeschichte sein, aber es wird wirklich alle paar Absätze wieder erwähnt und das war wirklich nervtötend. Die Geschichte wäre auch gut ohne diese Machtverbundenheit ausgekommen.

Der Rezensent vergibt 4 von 5 Holocrons!

Der Rezensent vergibt 4 von 5 Holocrons!

Vielen Dank an den Kollegen Jürgen, der mir diese Kurzgeschichten zur Verfügung gestellt hat.

Aktuell finden sich die ersten drei Kurzgeschichten bei web.archive.org.

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

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