Star Wars #8: Vorschau & Interview mit Stuart Immonen – Teil 1

Ab 19. August übernimmt mit Star Wars #8 Stuart Immonen dauerhaft John Cassadays Job als Zeichner der fortlaufenden Star Wars-Comicreihe von Marvel, die von Jason Aaron geschrieben wird. Marvel.com hat nun den ersten Teil eines Interviews mit Immonen veröffentlicht – mitsamt nicht kolorierten Vorschauseiten aus Star Wars #8.

Star Wars #8 (19.08.2015)
Star Wars #8 (19.08.2015)
Stuart, wie aufgeregt warst du, als man dich bat, Star Wars in Angriff zu nehmen? Weshalb hast du ja gesagt?
Als Redakteur Jordan White micn anruf, um mich darum zu bitten, an Bord zu kommen, hat er glaube ich nicht mal seinen Satz beenden können bevor ich bereits eingewilligt hatte. Es kam einfach nicht in Frage, dass die Antwort irgendetwas Anderes als ja sein würde; Jason Aaron ist ein fantastischer Autor und ich bin begeistert, endlich mit ihm zusammenzuarbeiten. Mit [Inker] Wade [Von Grawbadger] und [Kolorist] Justin [Ponsor] habe ich seit Ultimate Spider-Man nicht mehr zusammen an einer Serie gearbeitet und sie sind der Eins-zwei-Schlag, der die Leser [überzeugen] wird, dass ich begabter bin als das tatsächlich der Fall ist.

Und, naja, Star Wars.

Welche Dinge an Jasons Stil für die Serie werden deiner Einschätzung nach gut mit deiner Vorgehensweise bei den Illustrationen funktionieren?
Jason beherrscht die Charakterstimmen perfekt; er liebt es offenkundig, das Star Wars-Universum zu erkunden und dabei mit den vertrauten Figuren und Schauplätzen zu spielen, die wir alle sehen wollen, und diese mit neuen Ideen auszugleichen. Aus handwerklicher Sicht versteht er, große, theatralische Actionsequenzen mit Exposition die Waage halten zu lassen. Er hat seinen Job einfach drauf; der Stab wird an mich weitergereicht, um ihn entweder zum Sieg zu tragen oder gleich ungeschickt damit herumzuhantieren.

Was hat John Cassaday deiner Meinung nach zu dem Comic beigetragen und wie wirst du diesen künstlerischen Mantel übernehmen?
Johns Lebenslauf spricht für sich selbst, sowohl im Comicsektor als auch außerhalb; er ist ein preisgekrönter Fanliebling, der die beste Arbeit seiner Karriere leistet. Dennoch ist es etwas ganz Gewöhnliches, dass ein Kreativteam das andere ablöst – ich habe das letzte Vierteljahrhundert damit verbracht, auf talentierte Leute zu folgen – also konzentriere ich mich einfach auf meine eigene Arbeit und versuche nicht, mich vom Erfolg einer anderen Person einschüchtern oder beeinflussen zu lassen.


Was schaust du dir an, um dich selbst in Star Wars-Stimmung zu versetzen? Konzentrierst du dich auf die Optik im Allgemeinen oder auf das filmische Gefühl oder auf die Musik?
Die Optik von „Episode IV“ ist einzigartig bei den Filmen, teils aufgrund damaliger technologischer Grenzen, aber hauptsächlich aufgrund der stark geradlinigen Designarbeit von Joe Johnston und Colin Cantwell, den entschieden nicht weltraummäßigen Kostümen von John Mollo und dem Einfluss von Art Director Roger Christian, der dafür gesorgt hat, dass die Galaxis „benutzt“ wirkt. Die Alchemy aus innovativen Sci-Fi-Ideen und einem Schrottplatz war – und bleibt – äußert einflussreich.

Wir müssen einfach fragen: Was ist dein Lieblings-Star Wars-Film und warum?
Oh, ganz ohne Zweifel der erste Film. Den Dialoge und den schauspielerischen Leistungen wohnt eine Leichtigkeit inne und die Konzepte und Designs und der Kamerastil sind fast vierzig Jahre später immer noch frisch und neu. Die anderen Filme sorgen zweifellos für ein reichhaltigeres Erlebnis, aber in „Episode IV“ wurden alle Samen gesät. Es ist ein Film, der dauerhaft und mühelos unterhält.

Der zweite Teil des Interviews mit weiteren Vorschauseiten wird demnächst auf StarWars.com veröffentlicht und wir werden euch natürlich auch eine Übersetzung bieten.

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