Marvel-Mittwoch: Bounty Hunters #24

In Bounty Hunters #24 geht T’onga zum Angriff auf die Vermillion über. Unterstützt von ihrer Crew und angeführt von Dengar, der aber ganz eigene Pläne hat. Und auch Beilert Valance kommt mit seinem neuen Team mal wieder zum Einsatz.

Wie immer noch der Hinweis, dass wir im Marvel-Mittwoch und den Kommentaren zum Beitrag die Hefte und deren Handlungen, inklusive Spoilern, detailliert besprechen.

Zum Inhalt

Bounty Hunters #24 (15.06.2022)
Bounty Hunters #24 (15.06.2022)

Nachdem sich Dengar erstmal im Team bekannt und auch gleich mächtig unbeliebt gemacht hat, übernimmt er die Befragung von Vukorah höchst selbst, da T’onga ja nichts aus ihr rausbekommen hat. Kaum hat er sich in der Gefängniszelle seiner Zuschauer entledigt, bietet er ihr, nachdem er sich als Angehöriger von Crimson Dawn zu erkennen gegeben hat, eine Zusammenarbeit an und übergibt ihr daraufhin auch eine Waffe.

Auf Garel ringt Valance immer noch mit seiner neuen Rolle. Seine verbale Distanzierung vom Imperium passt nicht so ganz zu seiner getreuen Befolgung der Befehle eben jenes Imperiums. Seinen Auftrag, einen Anschlag auf General Skarhorn zu verhindern, der auf Garel gerade eine neue Waffenfabrik eröffnet, nimmt er jedenfalls sehr ernst. Umso frustrierter ist er, als eine übereilte Handlung eines Mitglieds seiner unkonventionellen Spezialeinheit den Anschlag vorzeitig auslöst. Nur durch einen waghalsigen Einsatz eines Speeders kann Valance auf den angreifenden Scout Walker gelangen, diesen zerstören und die Tochter des Generals retten. Der General selber hingegen findet bei dem Angriff den Tod.

Dengar hat die Besatzung der Edgehawk mittlerweile zum Bibousa Raumhafen auf Nal Hutta geführt, wo die Vermillion wartet, um sich mit einigen der Crimson-Dawn-Agenten zu treffen. Nachdem ihm seine Freundin Manaroo bestätigt hat, dass das von Crimson Dawn ausgesetzte Kopfgeld für das Aufspüren und Eliminieren von T’ongas Team auf seinem Konto eingegangen ist, verrät ihr Dengar zum ersten Mal seinen großen Plan. Er will T’onga – wie vereinbart – bis ins Herz der Vermillion schleusen, dort soll sie sich dann mit Qi’ra und den anderen Crimson-Dawn-Schergen und -Oberen einen Kampf liefern, an dessen Ende keiner von ihnen mehr am Leben ist. Erst dann, glaubt Dengar, kann er wieder frei sei. Solange es Crimson Dawn gibt, würden sie ihn immer wieder zwingen, bestimmte Aufgaben für sie zu übernehmen. Manaroo hält diesen Plan zwar für sehr gefährlich, aber willigt ein, ihn drei Stunden später von Nal Hutta abzuholen.

T’onga macht sich und ihr Team derweil einsatzbereit, wobei sie Losha in der Edgehawk zurücklässt. Vorgeblich, um die Kommunikation und Vukorah zu überwachen und das Raumschiff fluchtbereit zu halten, aber es ist klar, dass sie sie aus der Gefahrenzone raushalten will, unwissend, dass Vukorah mittlerweile bewaffnet ist. Als Anhänger eines Kultes von Vincorba verkleidet, der sich in Darth Vader #18 unter den Schutz von Crimson Dawn gestellt hat, hoffen sie bis ins Schiff zu gelangen. Aber am Ende bedarf es doch noch eines kleinen Ablenkungsmanövers, um an den Wachen vorbei an Bord zu kommen. Dort verlässt Dengar T’ongas Team, stellt aber während seines Rückzuges sicher, dass die bislang unerkannten Eindringlinge zügig gefunden werden. Es kommt zur unvermeidlichen, mächtigen Ballerei. Aber T’ongas Team überlebt die Falle und das Gefecht, trifft dann aber – im nächsten Heft – auf die Knights of Ren.

Die Umsetzung

Ethan Sacks hält die beiden Handlungsfäden gut und straff gespannt und kann so die Geschichte deutlich weiter voranbringen, als dies sonst auf zwanzig Seiten Comic üblich ist. Dafür fährt er aber auch die Dialoge und die in dieser Reihe quasi unvermeidlichen Kampfszenen auf ein Minimum runter. Auch wenn die Geschichte rund um Valance noch etwas isoliert erscheint, hat man dank der Entwicklungen in T’ongas Geschichte zum ersten Mal wieder ein wenig das Gefühl, dass es sich hier tatsächlich um einen Teil eines Crossovers handelt. Die Verknüpfung mit dem Kult auf Vincorba halte ich hingegen für wenig gelungen und an den Haaren herbeigezogen. Nur weil sie sich eine Allerwelts-Kutte überwerfen, haben sie null Ähnlichkeiten mit den Pilgern dieses Kultes, zumal dieser Kult in Darth Vader #18 doch eher geschreddert wurde. Aber trotzdem fügt Dengars Plan hier die Geschehnisse der verschiedenen Teile des Crossovers doch deutlich erkennbar zusammen. Man darf gespannt sein, wie sich dies in den noch verbleibenden Heften des Crossovers entwickelt.

Nach den deutlich schwächeren Zeichnungen von Natacha Bustos im letzten Heft, ist diesmal wieder das gewohnte Gespann aus Paolo Villanelli und Arif Prianto im Einsatz und liefert auch die gewohnt sehr hohe Qualität ab. Zwar weiß man sich auch in diesem Heft von den klassischen Kästchen-Layouts von Comics geschickt zu lösen, aber nutzt die Freiheiten nicht zu sehr aus, sondern bleibt – ähnlich wie die Geschichte – sehr konzentriert. Im Ganzen also eine sehr stimmige Umsetzung.

Fazit

Ich finde das Heft gut gelungen. Die für ein zweites Heft in einem Handlungsbogen üblichen Durchhänger hat man hier komplett vermieden, da es sich eigentlich wie der siebte Teil des letzten Handlungsbogens anfühlt. Und auch an den Grafiken gibt es diesmal nichts auszusetzen.


Wie es mit T’onga, Dengar und Valance weitergeht erfahren wir dann ab dem 13. Juli in Bounty Hunters #25.

Nächste Woche erscheint mit Crimson Reign #5: The Scarlet Queen das Finale der Crimson Reign-Mini-Serie. Wird Lady Qi’ra die Früchte ihrer Arbeit ernten können oder einen hohen Preis für ihr gewagtes Unterfangen zahlen müssen?

Wir danken Marvel für die Bereitstellung des digitalen Vorab-Exemplars, ohne das unser Marvel Mittwoch nicht möglich wäre.

4 Kommentare

  1. Ich meinte nicht die Verzögerung. Das ist mir auch besten bewusst. Ich dachte Crimson Reign wäre bereits mit den erschienen Heften rum. Ich orientiere mich da immer an den Sammelbänden und bei Bounty Hunters dachte ich das Crimson Reign bis Heft 23 läuft und danach The Hidden Empire startet.

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