Rezension: Der Aufstieg Skywalkers – Die Junior Graphic Novel

Der Aufstieg Skywalkers - Die Junior Graphic Novel (20.04.2021)

Mit diesem Band schließt Panini die Reihe der Junior Graphic Novel von Alessandro Ferrari zu den Filmen ab. Ob es zum nächsten Star Wars-Film auch einen solchen Comic von Herrn Ferrari geben wird, kann natürlich noch nicht gesagt werden, da dieser ja bekanntlich erst im Dezember 2023 in die Kinos kommen soll.

Dieser Comic wird wahrscheinlich der einzige zu diesem Film bleiben, da Marvel seinen Comic zu Der Aufstieg Skywalkers gecancelt hat.

Der Autor muss den Spagat hinbekommen einen langen Film ins Comicformat zu kürzen und die extrem schnellen Wechsel im ersten drittel des Filmes umzusetzen. Das ist ihm nur bedingt gelungen. Die ersten Szenen wechseln alle zwei Seiten, was einen beim Lesen kaum durchatmen lässt. Dadurch kam mir der Comic genauso gehetzt vor wie der Film. Durch die Kürzungen wird Babu Frik leider etwas farbloser als er im Film herüber kam. Dennoch hat es Alessandro Ferrari geschafft die wichtigsten Szenen aus dem Film im Comic unterzubringen.

Am Anfang des Comicbuches erhalten wir je eine Seite mit Rückblicken zu Rey und Kylo Ren und dann nochmal je eine Seite über die wichtigsten Schurken und Helden dieser Geschichte. Durch diese Rückblenden in Schriftform bekommt der Leser einen leichteren Einstieg in die vorliegende Geschichte und wird nicht direkt in den zu schnellen Ablauf der Handlung geschmissen.

Die Zeichnungen finde ich wieder hervorragend. So wie sie mir bei den Vorgängerbänden bereits gefallen haben, kann ich auch hier nichts negatives über den Zeichenstil schreiben.

Es ist schön, dass auch hier wieder das gleich Kreativteam mit Igor Chimisso (Zeichnungen, Tusche), Matteo Piana  (Zeichnungen) und Davide Turotti (Farben) mit von der Partie ist, da sich dadurch die Optik innerhalb der einzelnen Comicgeschichten nicht verändert. Leider ist das beim Cover anders. Wie man in der Galerie sehen kann hat man für Episode I bis VIII und auch für Solo: A Star Wars Story einen einheitlichen Stil gewählt, die einzelnen Trilogien weisen kleine Änderungen im Schriftzug auf, sind aber dennoch innerhalb der Trilogie gleich. Nur Der Aufstieg Skywalkers und Rogue One tanzen hier komplett aus der Reihe. Als Sammler kann ich solche Entscheidungen nicht verstehen. Warum kann man als Verlag solche Reihen nicht einheitlich gestalten?

Was mich an dem Comicbuch besonders störte, war dass einige der Sprechblasen so dicht am Knick in der Mitte abgedruckt wurden, dass man es nur hätte lesen können, wenn man einen Knick in den Buchrücken gemacht hätte. Ich verstehe ja, dass man bei diesem Band so viel wie möglich an Bildmaterial auf eine Seite packen will und daher die Ränder vernachlässigt, aber die Sprechblasen kann man dann doch ein wenig umsetzen, damit sie nicht im Knick verschwinden.

Ich geben dem Comic 3 von 5 Holocrons, da der Autor es dieses Mal nicht so gut geschafft hat den Film so zu adaptieren, sodass witzige Nebenfiguren auch noch witzig rüber kommen. Die Ausrichtung der Panels und Sprechblasen hat mir ebenso nicht gefallen und natürlich auch nicht das Cover. Dagegen sprechen die tollen Zeichnungen und ein schönes Intro.

Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!

Wir bedanken uns bei Panini für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

2 Kommentare

  1. Ich finde es immer schwer Filmadaptionen zu bewerten. Sei es als Comic oder Roman. Als Komplettist war das auch eher ein Pflichtkauf. Ich erfreue mich einfach an den Zeichnungen und schmöcker das so nebenbei weg, wie den dritten Kaffee. Der muss nicht mehr sein, tut aber auch nicht weh.

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