TV-Rezension: Star Wars Resistance 2×05 „Die Ingenieurin“

Neeku freundet sich mit der Ingenieurin Nena an.

Nachdem vergangene Woche die Handlung rund um den Eismond Celsor 3 und das Eismonster Jakoosk abgeschlossen wurde, widmet sich Star Wars Resistance heute einem ganz neuen Thema.

In Die Ingenieurin (Originaltitel: The Engineer) trifft auf der Colossus ein Hilferuf von einer jungen Nikto-Frau ein, die scheinbar von der Ersten Ordnung angegriffen wurde und deren Schiff nun hilflos im Weltraum treibt. Kaz ist sofort entschlossen, dass man diesem Hilferuf folgen muss, und befreit zusammen mit Synara die Gestrandete aus ihrer misslichen Lage. Diese stellt sich als Nena vor und ist Ingenieurin, was der Crew der Colossus sehr entgegenkommt, da das Schiff einiger Reparaturen bedarf. Neeku schließt sich mit Nena zusammen und die beiden beheben erfolgreich einige Probleme an der Colossus und freunden sich dank Nenas freundlicher Art auch an. Doch Synara ist skeptisch und überprüft zusammen mit Kaz Nenas Schiff. Wie es sich herausstellt, hat die Nikto für die Erste Ordnung die Colossus sabotiert und Bericht an die Erste Ordnung erstattet. Deren Kampfschiffe sind nun im Anflug und die Colossus hat keine Energie, keinen Antrieb und keine Verteidigung…

Synaras Misstrauen gegenüber Nena bewahrheitet sich.

Die Handlung der Folge ist relativ vorhersehbar. Warum sollte der Hilferuf eines gestrandeten Schiffs zum Thema gemacht werden, wenn es nicht eine Falle darstellt? Nena ist dann auch etwas zu genial und qualifiziert und repariert alles im Handumdrehen, sodass einem beim Schauen der Folge direkt klar wird, dass es das ja nun nicht gewesen sein kann. So glatt kann ja nicht alles laufen, sondern es muss noch etwas Spannendes passieren, das unsere Hauptfiguren in eine Krise stürzt. Und das kann dann ja mal beim Titel The Engineer nur mit Nena zu tun haben. Allerdings muss ich auch sagen, dass diese Vorhersehbarkeit wohl nur für erwachsene Zuschauer besteht. Für Kinder dürfte die Episode wunderbar funktionieren und spannend genug sein.

Auch leider vorhersehbar bzw. klischeehaft ist, dass Nena letztendlich doch nicht wirklich böse ist. Wie auch schon Synara in Staffel 1, ist auch diese Figur so animiert und synchronisiert, dass sie direkt sympathisch wirkt. In der Mitte der Folge dachte ich mir zwischendrin: Wow, gibt es jetzt bei Resistance doch mal eine böse Figur, die einfach unschuldig und nett aussieht und so alle täuschen kann? – Aber nein, natürlich nicht. Am Ende ist Nena doch nur ein armes Opfer der Umstände und wird jetzt von der Ersten Ordnung gejagt, sodass sie sich dann in den nächsten Folgen doch dem Widerstand anschließen und ihre Freundschaft mit Neeko wieder aufnehmen kann. Schade, eine verpasste Chance!

Im Auftrag von Commander Prye hat Nena die Colossus sabotiert.

Neekus und Nenas Freundschaft ist die große Stärke der Folge. Es ist schön zu sehen, wie begeistert Neeku ist, endlich jemanden gefunden zu haben, der seine Leidenschaft für Ingenieurswissenschaften teilt. Neekus offenes Gespräch mit Nena ist rührend, vor allem, als ihm auffällt, dass er schon so lange nichts über sich selbst erzählt hat, weil Kaz ihn immer mit seinem Redefluss übergießt und nur über Themen spricht, die ihn interessieren. Auch Nenas traurige Vorgeschichte als Sklavin bei den Hutten erregt sofort Mitgefühl. Von dieser Paarung Neeku und Nena möchte ich gern noch mehr sehen.

Insgesamt ist Die Ingenieurin also etwas vorhersehbar und klischeehaft, baut aber mit Neeku und Nena eine interessante und sympathische neue Figurenkonstellation auf. Dafür gibt es von mir vier von fünf Holocrons.

Bewertung: 4 von 5 Holocrons
Bewertung: 4 von 5 Holocrons

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Ein Kommentar

  1. Ich finde die Folge eigentlich ganz gut!

    Zum einen finde ich Idee mit Nena und ihren Plan ganz cool. Es ist echt spannend zu sehen wie sie versucht alle Parteien auf der Colossus gegeneinander auszuspielen. Auch der Plo-Twist das sie eine Verräterin ist war überraschend und extrem gut gemacht. Auch der Kampf am Ende zwischen der Colossus und der Ersten Ordnung finde ich wirklich spannend und ist fast genauso gut wie der in Folge 2. Auch das am Ende nachdem die Collossus entkommen ist Agent Tierny und Commander Pyre Jagd auf Nena machen finde ich sehr passend und zeigt nochmal sehr schön die Skrupellosigkeit der Ersten Ordnung. Den letzten Punkt den ich sehr positiv hervorheben möchte ist die Beziehung zwischen Neeku und Nena man merkt wirklich das die beiden Gefühle für einander hatten und das wenn sich ihre Beziehung über den Rest der Staffel weiter aufgebaut hätte vermutlich eine Beziehung zwischen den beiden entstanden wäre. Generell haben mir die Interaktionen der beiden sehr gut gefallen.

    Letztendlich muss ich sagen das mich diese Folge auch wieder bestens Unterhalten hat, teilweise ziemlich spannend war und mich auch mit einer tollen Dynamik zwischen Neeku und Nina überzeugen konnte. Daher würde ich der Folge 4 von 5 Holocrons geben!

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