TV-Rezension: Star Wars Resistance 2×06 „Bedrohung aus der Tiefe“

Flix‘ Familie betreibt eine Treibstoff-Raffinerie.

Erinnert ihr euch noch, was bei Star Wars Rebels immer passiert ist, wenn mal wieder eine Filler-Folge gebraucht wurde? – Richtig, die gute alte Treibstoff-Mission! Ein Glück, dass die Colossus in Staffel 2 von Star Wars Resistance nun ein Raumschiff ist, das eben solchen Treibstoff benötigt. Da tun sich ganz neue Möglichkeiten für kreative Ideen auf – oder auch nicht.

Wie ihr meiner Einleitung entnehmen könnt, geht es in unserer heutigen Folge namens Bedrohung aus der Tiefe (Originaltitel: From Beneath) darum, dass die Colossus frischen Treibstoff benötigt. Diesen soll Flix besorgen, da seine Familie eine Raffinerie auf ihrem Heimatplaneten Drahgor III besitzt. Auch seine Partner Orka, Kaz, Torra und CB-23 sind bei diesem Auftrag mit von der Partie. Am Ziel angekommen, stellt es sich jedoch heraus, dass Flix‘ Familie nicht ganz so nett und nicht bereit ist, ihm kostenlosen Treibstoff zur Verfügung zu stellen. Stattdessen sind sie ziemlich von Profitgier getrieben, sodass sie auf der Suche nach Treibstoff tief in den Planetenkern bohren, was laut einer alten Legende nicht ratsam ist, da man dort lebende Drachen wecken könnte. Flanx, Flix‘ Cousin, tut diese Bedenken jedoch als Unsinn ab. Als die Erde beginnt zu beben und sich Kaz und Co. tief ins Planeteninnere begeben, um nach den Ursachen zu forschen, müssen sie jedoch feststellen, dass die Legende der Wahrheit entspricht.

Torra und Orka versuchen, aus dem tiefen Bohrschacht wieder herauszuklettern.

Man könnte diese Episode natürlich als „Cautionary Tale“, also eine abschreckende Geschichte, begreifen, die vor den Gefahren des Frackings warnt, was ich an sich eine recht interessante Idee finde. Allerdings weiß ich weder, ob dies von den Machern so beabsichtigt war, noch denke ich, dass Kinder die richtigen Adressaten für eine solche Thematik sind. An sich aber ist die Moral dieser Folge auch abseits der Fracking-Parallele ziemlich deutlich: Der Mensch (bzw. Nichtmensch) soll sich nicht anmaßen, aus Profitgier immer neue Gebiete zu erschließen und dabei die Tierwelt zurückzudrängen.

Nur leider ist diese Idee absolut langweilig umgesetzt. Wenn man nur die zweizeilige Zusammenfassung der Folge gelesen hat, weiß man im Prinzip schon alles, was es zu wissen gibt: Uns erwartet mal wieder Monster-Action nach Schema F, dieses Mal mit unter der Erde lebenden Drachen. An der Stelle gibt es einen Extra-Minuspunkt für die Kombination der ausgelutschten Treibstoff-Mission mit dem schon viel zu oft gesehenen Monsterangriff in nur einer einzigen Folge. Für die ultimative Klischee-Orgie hätten jetzt nur noch die Tentakel bei dem Monster gefehlt.

Die legendären Drachen aus der Tiefe stellen sich als real heraus.

Auch die „emotionale“ Handlung der Folge, Flix‘ Zerwürfnis mit seiner Familie, kann die Folge leider nicht vor dem Absturz in die Untiefen des Bohrschachts retten. Flix ist keine Figur, zu der wir als Zuschauer einen besonders engen Bezug haben, und seine Familie ist von Anfang an ziemlich unsympathisch. Selbst Flix scheint nicht wirklich daran interessiert zu sein, sich ernsthaft mit ihnen zu versöhnen, sondern ist nur auf den Treibstoff aus. Meine Motivation, bei der Familienversöhnung mitzufiebern, hält sich daher auch in Grenzen.

Insgesamt kommt also weder bei der Beschaffung des Treibstoffs noch bei den familiären Streitigkeiten oder dem Kampf gegen die Drachen auch nur ansatzweise Spannung auf. Die Folge dümpelt einfach nur unkreativ vor sich hin und bleibt von vorn bis hinten ein Filler. Da ich aber die Fracking-Idee interessant finde und die Folge einen roten Faden und keine der typischen Slapstick-Einlagen enthält, reicht es noch auf knappe zwei Holocrons.

Bewertung: 2 von 5 Holocrons
Bewertung: 2 von 5 Holocrons

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