Rezension: Star Wars, Band 1: Aus der Dunkelheit – mit Gewinnspiel!

Denn es fällt mir schwer, euer Flehen… euren Wunsch, dass Pirros der Neuen Republik beitreten möge, als etwas Anderes zu sehen als… das Drängen eines verzweifelten Tyrannen.

-Kezrin Almovar

Mitte Mai erschien der Sonderband Star Wars: Aus der Dunkelheit, der die erste Hälfte der Star Wars-Reihe (2025-2026) zur Zeit der Neuen Republik beinhaltet. Autor ist Alex Segura, der auch schon die Reihe Die Schlacht von Jakku geschrieben hat. Das merkt man insbesondere an den im Comic auftauchenden Charakteren, aber dazu später mehr. Die Zeichnungen und Farben sowie sowohl das Soft- als auch das Hardcover stammen von Phil Noto. Der erfahrene Matthias Wieland hat die Übersetzung übernommen. Das Lettering kommt im Deutschen von dem ebenso erfahrenen Hardy Hellstern.

Diese neue Reihe setzt nach den Ereignissen des Kinofilms „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ ein: Während Prinzessin Leia Organa und Mon Mothma versuchen, mit Planeten Allianzen zu schließen, die bislang vom Imperium beherrscht wurden, greifen Piraten die Versorgungswege der Neuen Republik an und sorgen für Unruhe in der Galaxis. Luke Skywalker muss in die Tiefen der Unterwelt vordringen, um herauszufinden, wer hinter den Überfällen steckt.

-Klappentext

Inhaltlich kann Aus der Dunkelheit als Sequel zu der Die Schlacht um Jakku-Reihe angesehen werden. Alex Segura lässt sich die Chance nicht entgehen, sowohl Charaktere wie Rynn Zenat und Kith Alaytia wiederzuverwenden als auch des Öfteren auf die Ereignisse der Comicreihe anzuspielen. Im Gegensatz zu Die Schlacht von Jakku ist Aus der Dunkelheit allerdings deutlich übersichtlicher aufgebaut.

Zu Beginn scheinen Luke, Han und Leia mit unterschiedlichen Aufgaben beschäftigt zu sein, bei denen sie von jeweils einem Charakter aus der Schlacht von Jakku-Reihe unterstützt werden. So versuchen Luke und Rynn Zenat herauszufinden, wer hinter den im Klappentext angesprochenen Überfällen steckt, während Han Solo Beilert Valance zur Hilfe eilt und dabei Informationen über eine mögliche Bedrohung für die Neue Republik erhält. Leia versucht währenddessen, mithilfe von Kith Alaytia die Vertreter des Planeten Pirros von einem Beitritt zur Neuen Republik zu überzeugen. Doch schon bald stellt sich heraus, dass alles miteinander verknüpft ist, sodass eine übersichtliche Handlung erzählt wird. Die Handlung wird dabei meistens aus der Sicht der drei Duos gezeigt, sodass die unterschiedlichen Perspektiven gut ineinandergreifen und es nicht zu chaotisch wird.

Besonders gut finde ich einen Teil, in dem die Leser*innen Lukes Gedanken direkt lesen können, sodass man in einer Szene seine Schlussfolgerungen besser nachvollziehen kann und generell mehr mit ihm mitfiebert. Auch Leias Perspektive ist sehr lesenswert. Gerade zu Beginn ist ihre Storyline politisch geprägt und ich finde es sehr spannend, Leia in Verhandlungen für die Neue Republik zu sehen, bei denen die Gegenseite der Neuen Republik nicht sehr positiv gegenüber steht. Insbesondere Leias Optimismus und Kampfgeist werden dabei sehr gut dargestellt. Eine Kleinigkeit, die mir ebenfalls gut gefallen hat, ist das Auftauchen von Kampfdroiden der Separatisten und Klonrüstungen. Luke und Han mit diesen Droiden konfrontiert zu sehen, ist, zumindest für mich, auch ziemlich cool und ich bin gespannt, wie sich die Situation im nächsten Band entwickelt.

Die Zeichnungen von Phil Noto gefallen mir grundsätzlich sehr gut. Die Charaktere sind realistisch gestaltet und auch die Hintergründe sind sehr stimmig. Je nach Situation ist der Hintergrund entweder recht detailreich oder schlicht, aber meiner Meinung nach immer genau richtig. Charaktere wie Luke, Leia, Han und Valance sind auch direkt gut erkennbar. Bei Charakteren, die zuvor ausschließlich in der Schlacht von Jakku-Reihe aufgetaucht sind, sieht das leider anders aus. So hätte ich beispielsweise die in den obigen Vorschauseiten abgebildete Rynn Zenat nicht wiedererkannt, wenn sie nicht von Luke mit ihrem Namen angesprochen worden wäre. Die unterschiedliche Darstellung mag zwar daran liegen, dass für Die Schlacht um Jakku und Aus der Dunkelheit unterschiedliche Zeichner tätig waren, allerdings hätte man sich vielleicht doch etwas mehr vom „Original“ inspirieren lassen können. Das ist aber auch die einzige Kritik, die ich an den Zeichnungen habe. Die Actionszenen sind flüssig und anschaulich gezeichnet und auch die Raumschlachten sind gekonnt in Szene gesetzt. Die Gesichter der Charaktere sind sehr ausdrucksstark gezeichnet, sodass man die jeweiligen Gefühlsregungen der Charaktere gut nachvollziehen kann.

Insgesamt ist Aus der Dunkelheit aus meiner Sicht ein gelungener Sonderband mit spannender Geschichte und überwiegend gelungenen Zeichnungen. Der Sonderband hört auch sehr spannend auf, sodass ich mich auf die Fortsetzung Star Wars: Revolution, die im November erscheint, schon sehr freue. Aufgrund der geringen Wiedererkennbarkeit mancher Charaktere vergebe ich allerdings nur vier von fünf Holocrons.

Bewertung: 4 von 5 Holocrons
Bewertung: 4 von 5 Holocrons

Wir bedanken uns bei Panini für das Rezensions- sowie das Gewinnspielexemplar!

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