Rezension: The Clone Wars 4×07: „Die Dunkelheit von Umbara“

Sie haben eine gewisse Beharrlichkeit, Captain – das muss ich Ihnen lassen.

Pong Krell

Mit Staffel 4, Episode 07 darf ich euch zu einem der im wahrsten Sinne des Wortes dunkelsten Handlungsbögen in der Geschichte von The Clone Wars begrüßen. Die Dunkelheit von Umbara leitet den düsteren Vierteiler von Autor Matt Michnovetz ein- In dieser ersten Folge führte Steward Lee Regie. Premiere war am 28. Oktober 2011 in den USA, in Deutschland lief die Folge erstmals am 28. August 2012.

Vertrauen ist der erste Schritt zur Loyalität.

Bevor es losgeht, erwähnt der Episodenführer, den ich bei Rezensionen zu The Clone Wars immer neben mir liegen habe, dass Sly Moore, die Beraterin von Kanzler Palpatine aus den Prequels, ebenfalls eine Umbaranerin ist.

Einen ersten Auftritt hat in der Einleitung dieser Folge übrigens eine Abart des Z-95 Kopfjägers, nämlich der Klon-Z-95-Sternenjäger, der auf Basis des erstgenannten für die Klonkrieger entwickelt wurde. Ebenfalls erfahren wir in der Einleitung, dass die Republik dabei ist, Umbara einzunehmen. Dabei sind General Tiin und General Krell bereits vor Ort und werden von Kenobis Streitkraft unterstützt, während Skywalkers Gruppe von einer anderen Seite aus angreifen soll. Ebenfalls mit an Bord ist dabei Fives als letzter ARC-Trooper der Gruppe, die uns schon seit Beginn der Serie begleitet. Weitere Klonkrieger, die im Laufe der Folge vorgestellt werden, sind Tup, Hardcase und Dogma, die später größere Rollen einnehmen werden.

Jesse als Teil der 501. auf Umbara (Bild von der jedipedia.net)

Bei der Landung bekleckert sich Anakins Pilot nicht mit Ruhm, denn er erklärt Anakin und Rex lautstark, dass er die Lichter ausschalten muss, da die Nachtsichtgeräte wegen des Beschusses nicht funktionieren, lässt sie dann aber doch an. Auch wird nicht klar, ob die Landezone nun eigentlich erreicht wurde, oder ob der Pilot deshalb jetzt nicht richtig zielen konnte. Gesichert wird die tatsächliche Landezone jedenfalls von einer großen Menge ARC-Läufern, wobei jedes LAAT/i einen davon abgesetzt hat. Dabei fällt eine größere Differenz zwischen den vielleicht zehn LAAT/is und den bestimmt 100 ARC-Läufern auf. Wo kommen die her? Können die Maschinen und die Krieger, die sie bedienen, innerhalb einer kurzen Zeit eine Zellteilung durchführen? Hat jemand die Zauberkarte Vervielfältigen aktiviert? Man weiß es nicht. Während der darauf folgenden Schlacht fällt besonders auf, dass die deutsche Synchro sich an der Stelle hat gehen lassen. So wird innerhalb von zwei, vielleicht drei Minuten bestimmt fünf Mal „Los los los los los“ gesagt und es ist immer dasselbe Sound-File. Normalerweise habe ich nichts dagegen, aber hier ist es unglaublich auffällig gemacht.

Wichtig anzumerken ist hier, dass Anakin sich einen Vorschlag von Rex anhört und entsprechend handel. In diesem Fall rettet das allen das Leben, da Oddballs Luftschlag ein wenig übertrieben wirkt, aber visuell definitiv was her macht.

Danach geht das Theater aber richtig los. Anakin wird auf Wunsch des Kanzlers vom Jedi-Rat von Umbara abgezogen, sodass Pong Krell als Ersatz den Befehl übernimmt. Was mit seinen eigenen Truppen ist, wird aber nicht wirklich gesagt. Wurden sie vernichtet? Arbeiten sie alleine? Werden sie von Tiin oder Kenobi weiter geführt? Man weiß es nicht. Wichtig ist nur, dass Krell sich wirklich unglaublich schnell als Klon-Rassist und – Verzeihung – Arschloch vorstellt. Er behandelt die Klone wie Droiden, verlangt Unmögliches, wandelt den ursprünglichen Plan so ab, dass möglichst viele Klonkrieger sterben, und droht seinen Truppen. Mein persönliches Lowlight bei diesem General war das Anschreien der Klonkrieger, die nach zwölf (!) Stunden Fußmarsch keine Pause bekommen, sondern eine Standpauke, dass sie scheiße seien, weil eine Pause die Republik verrate. Mit anderen Worten: Storytelling-mäßig hat man alles richtig gemacht, wenn man wollte, dass die Zuschauer den Charakter hassen sollen.

Als Besalisk hat Krell allerdings einen einzigartigen Lichtschwertstil. Er führt nämlich gleich zwei Doppel-Lichtschwerter und damit vier Klingen gleichzeitig.

Während der Schlachten fällt wieder auf, was auch schon bei den Zitadellen-Folgen aufgefallen ist: Niemand zählt Klone. Es sterben Soldaten am laufenden Band, nur die benannten überleben und in der nächsten Szene sind wieder viele neue da.

Letztlich bekommt Die Dunkelheit von Umbara fünf von fünf Holocrons von mir, da sie es schafft, mich emotional mitzunehmen, und einen super Aufbau für den Vierteiler liefert, der den Klonen die Augen öffnet.

Bewertung: 5 von 5 Holocrons
Bewertung: 5 von 5 Holocrons

vorangegangene Episode: Zwischen den Welten (Staffel 4, Folge 6)
nachfolgende Episode: Die Bruchpiloten (Staffel 4, Folge 8)

Ein Kommentar

  1. Ich finde die Folge sehr gut.

    Zum einen wird hier Umbara als Dunkler Ort gut eingeführt und die generelle Atmosphäre passt finde ich auch sehr gut. Auch Pong Krell wird hier sehr gut eingeführt und die intention der Autoren das man Krell hasst und mit den Klonen mitfühlen kann wird hier wirklich top umgesetzt. Man kann wirklich die ganze Zeit extrem gut mit den Klonen mitfühlen und man würde Krell am liebsten erwürgen für sein Respektloses und Arschlochmäßiges Verhalten.(Sorry für die Wortwahl)

    Letztendlich muss ich sagen das diese Folge wirklich extrem gut ist und keinerlei Schwachpunkte aufzuweisen hat daher würde ich ihr definitiv 5 von 5 Holocrons verdiente geben!

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