Rezension: The Clone Wars 1×14: Die Verteidiger des Friedens

Mit Die Verteidiger des Friedens treffen wir erneut auf die Lurmen, welche den Jedi und insbesondere Anakin Skywalker die Haut gerettet haben. Dieses Mal werden sie jedoch vor eine große Wahl gestellt. Geschrieben wurde diese Folge von Bill Canterbury, dessen Name mir leider so gar nicht bekannt vorkommt, Regie führte Steward Lee. Die Premiere dieser 14. Folge der ersten Staffel fand am 23.01.2009 statt, in Deutschland sahen wir sie erstmals am 22.02.2009.

„Wer von Krieg umgeben ist, muss sich irgendwann für eine Seite entscheiden.“

Die Jedi bei der Verteidigung des Lurmen-Dorfes. (Bild von der jedipedia.net)

Nachdem die Lurmen Anakin wieder gesund gepflegt haben, treffen nun auch die Separatisten auf Maridun ein. Tee Watt Kaa, der Lurmen-Anführer begrüßt sie und bittet den General Lok Durd – nicht zu verwechseln mit Senator Lot Dott – wieder zu gehen. Dieser befiehlt jedoch eine Durchsuchung des Dorfes – natürlich sind die Jedi längst weg und er weiß ja eh nichts von ihnen – und erklärt, dass die Kolonie nun unter separatistischer Kontrolle steht.

Von Animationsseite her wurde hier ein besonderes Schmankerl für Fans eingebaut. Während der Durchsuchung des Dorfes halten sich zwei der Lurmen gegenseitig fest und kauern sich aneinander, während man als Schattenspiel die Kampfdroiden vorbeigehen sieht. Eine ganz ähnliche Szene gab es in Clone Wars (ohne The) schon einmal. Damals waren es allerdings Ortolaner.

Der General ist auf Maridun, um eine Waffe zu testen, die organische Materie zerstört, Maschinen jedoch unversehrt lässt. Ein Testlauf in den Grasfeldern läuft gut, weswegen nun das Lurmen-Dorf auf der Liste steht. Die Jedi finden das jedoch nicht richtig und verteidigen das Dorf gegen den Willen des Anführers. Die jungen Lurmen helfen irgendwann, da sie der Meinung sind, dass sie ihr eigenes Leben verteidigen müssen.

Auf lange Sicht ist dies quasi das Eingeständnis, dass man eben nicht dauerhaft neutral bleiben kann, sondern sich wehren sollte, wenn man gerade umgebracht wird.

Lok Durd, der im Original von George Takei gesprochen wird, hat dabei übrigens eine recht interessante Angewohnheit: Er hält Reden vor seinen Droiden. Im Featurette zur Episode wird darüber philosophiert, ob diese überhaupt zuhören und ob es sie überhaupt interessiert, was der Neimiodianer da zu sagen hat, aber immerhin jubeln sie am Ende mit lauten Juhus und Roger-Rogers. Eine gewisse Komik wird eingestreut, indem der Durd an dieser Stelle Freiwillige fordert, jedoch kein Droide Lust hat, diese Aufgabe auf sich zu nehmen.

Der visuelle Aspekt dieser Folge bietet einige erwähnenswerte Dinge. Neben der Explosion, die wir durch einen Schildgenerator von unten bestaunen dürfen, was wirklich beeindruckend ist, haben wir auch Lok Durds Rede, welche im Nachhinein an die Rede von General Hux aus Das Erwachen der Macht erinnert (zumindest vom Setting und vom Aufbau her). Außerdem wurde durch den Verband, den er trägt, auch Anakins Charaktermodell leicht angepasst. Sein Gesicht wurde ein ganz kleines bisschen eingedellt und man sieht unter dem Verband auf der Stirn einige Furchen. Auch die Frisur auf der Vorderseite wurde geändert. Leider ist dies die einzige Gelegenheit, zu der wir dieses leicht angepasste Modell sehen, und in späteren Folgen der ersten Staffel behalten wir das ursprüngliche Modell.

Beeindruckt hat mich hingegen der Soundtrack, der ungewohnt dunkel und sehr basslastig war. Genauer kann ich es leider auch nicht beschreiben.

Leider bietet die Folge ansonsten nicht mehr allzu viel. Natürlich gewinnen die Separatisten nicht und die Jedi können nach Hause zurückkehren. Die Lurmen denken über ihre Neutralität nach und so weiter und so fort. Laut Filoni ist übrigens der einzige Grund dafür, dass hier weder Grievous noch Ventress auftreten der, dass man nicht wollte, dass die Bedrohung durch die beiden verloren geht, indem sie ständig gegen die Hauptcharaktere verlieren. Denn Hauptcharaktere können nur durch komische Unfälle und Zufälle verletzt werden.

Trotzdem ist die Folge kein schlechter Abschluss für die Geschichte und landet mit drei von fünf Holocrons im Mittelfeld.

Bewertung: 3 von 5 Holocrons
Bewertung: 3 von 5 Holocrons

vorherige Episode: Die Bruchlandung (Staffel 1, Episode 13)
nachfolgende Episode: Der Übergriff (Staffel 1, Episode 15)

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

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