Filmkritik: Solo: A Star Wars Story

Solo: A Star Wars Story - Deutsches Filmplakat (Bildquelle: Disney Deutschland)

Solo: A Star Wars Story – Deutsches Filmplakat (Bildquelle: Disney Deutschland)

Auf Han Solos Millennium Falken kann es ganz schön turbulent zugehen: Da werden gefährlich Asteroidenfelder durchflogen, Teile des Schiffs bei wagemutigen Manövern abgerissen und überlebenswichtige Reparaturen hektisch in letzter Sekunde durchgeführt, damit der rettende Sprung in den Hyperraum gelingt. Ein ähnlich chaotisch-turbulenter Eindruck ergab sich in den letzten Monaten, wenn man sich die Produktion des Films Solo: A Star Wars Story ansah: Die ursprünglichen Regisseure Christopher Miller und Phil Lord wurden wegen kreativer Differenzen gefeuert und mitten im Projekt durch Ron Howard ersetzt, der das Projekt retten sollte. Alden Ehrenreich soll zudem am Set „Nachhilfe“ von einem Schauspiel-Coach bekommen haben. Fans, die einer Neubesetzung der ikonischen Rolle des Han Solo ohnehin kritisch gegenüberstanden wurden dadurch nur in ihrer Meinung bestärkt, dass die Hauptrolle komplett fehlbesetzt und der Film zum Scheitern verurteilt sei. Alles in allem also keine guten Vorzeichen für einen gelungenen Film – oder konnte Lucasfilm, genau wie Han Solo, im letzten Moment noch das Steuer herumreißen? Springt Solo erfolgreich in den Hyperraum oder stürzt er ab?

Diese Frage werden wir, Julian und Ines, euch in dieser Rezension beantworten. Beide hatten am Freitag, dem 18. Mai, dank einer Einladung von Disney, die Gelegenheit, Solo: A Star Wars Story in einer Pressevorführung im Metropolis-Kino in Frankfurt bereits einige Tage vor dem offiziellen Kinostart im Originalton und 2D zu sehen. In der Rezension werden wir keine Spoiler verraten. Wer allerdings noch nicht einmal einen Trailer gesehen hat und völlig ahnungslos ins Kino gehen will, dem könnte unsere Rezension vielleicht doch zu viel verraten. In diesem Fall lest ihr auf eigene Gefahr weiter.

Handlung

Alden Ehrenreich als Han Solo in Solo: A Star Wars Story

Worum geht es also, möglichst spoilerfrei formuliert, in Solo: A Star Wars Story? Wir treffen den jungen Han Solo (Alden Ehrenreich), der vom Fliegen und einem eigenen Schiff träumt, zunächst auf Corellia. Gemeinsam mit seiner Freundin Qi’ra (Emilia Clarke) versucht er, dem harten Leben als Teil einer kriminellen Gang zu entfliehen. Als das nicht ganz nach Plan verläuft, findet sich Han im Dienst der imperialen Armee wieder, wo er auf den Wookiee Chewbacca (Joonas Suotamo) trifft, mit dem er sich anfreundet. Die beiden lernen Tobias Beckett (Woody Harrelson) und seine Partnerin Val (Thandie Newton) kennen, die gemeinsam mit ihrer Diebesbande das große Ding drehen und sich mit einem ausgetüftelten Plan große Mengen des wertvollen Treibstoffs Coaxium aneignen wollen. Han und Chewbacca schließen sich der Gruppe an. Als Han und Co. jedoch bei Becketts Auftraggeber, dem kaltblütigen Gangsterboss Dryden Vos (Paul Bettany), in Ungnade fallen, sehen sie sich gezwungen, einen noch riskanteren Coup zu versuchen. Über das dafür benötigte schnelle Schiff, den Millennium Falken, verfügt der Spieler Lando Calrissian (Donald Glover), der gemeinsam mit seiner Droidin L3-37 (Phoebe Waller-Bridge) unterwegs ist. Doch nicht nur Dryden Vos macht Han und seinen Freunden die Hölle heiß, sondern auch eine konkurrierende Verbrecherbande, angeführt von Enfys Nest, welche immer wieder ihre Pläne durchkreuzt.

Ines‘ Kritik

Erwartungen
Nicht nur aufgrund der Berichterstattung über die Produktion waren meine Erwartungen an Solo recht gering. Generell hatte ich an dem Thema „Han Solos Vorgeschichte“ noch nie sonderlich viel Interesse und auch Gangster- und Heist-Geschichten sind nicht mein bevorzugtes Genre. In Star Wars interessiert mich eher alles rund um die Macht, weshalb ich von vorn herein nicht damit rechnete, dass Solo zu meinen Favoriten gehören könnte.

Die Darsteller

Donald Glover als Lando Calrissian in Solo: A Star Wars Story

Für viele Fans steht und fällt der Film wahrscheinlich mit der Frage, ob sie Alden Ehrenreich als Han Solo akzeptieren können oder nicht, weshalb ich auf seine Performance zuerst eingehen möchte. Natürlich muss man ehrlich zugeben, dass Ehrenreich nicht Harrison Ford ist und wohl niemand Han Solo je so kultig spielen wird wie das Original. Allerdings macht Ehrenreich seinen Job als jüngere und naivere Solo-Inkarnation gut und man kauft ihm seine eigene Interpretation der Rolle zu jedem Zeitpunkt ab. Sobald man als Zuschauer in der Geschichte des Films involviert ist, akzeptiert man ihn voll und ganz als Han Solo und die Frage, wie ähnlich er nun Harrison Ford sieht oder ob er dessen Grimassen exakt nachahmt, tritt in den Hintergrund.

Alden Ehrenreich als Han Solo und Joonas Suotamo als Chewbacca in Solo: A Star Wars Story

Gnadenlos übertrumpft wird Ehrenreich jedoch von Donald Glover, der Lando Calrissians „Smoothness“, seine leichte Arroganz und seinen Charme mühelos verkörpert. Auch die knalligen Hemden und Capes trägt er mit einer überzeugten Selbstverständlichkeit, als würde er so jeden Tag auf die Straße gehen. Jede Szene mit Lando ist eine Freude beim Zusehen – hier wurde wirklich der perfekte Schauspieler gecastet. Auch Woody Harrelson macht eine gute Figur als Hans zynischer Mentor. Wer ihn in seiner recht ähnlichen Rolle als Haymitch in Die Tribute von Panem schon mochte, wird auch in Solo wieder auf seine Kosten kommen. Thandie Newton kommt, trotz einer guten Performance, etwas zu kurz, während Phoebe Waller-Bridges Droidin L3-37 für eine Portion Humor sorgt. Allerdings wäre L3-37 auch komplett verzichtbar gewesen, da sie zur eigentlichen Handlung wenig beiträgt und stellenweise eher störend davon ablenkt. Ihr Herzensthema „Droidenrechte“ fügt sich nämlich leider nicht sehr organisch in den Film ein, sondern wirkt aufgesetzt und angeheftet. Paul Bettany tritt als leicht klischeehafter, an Bond-Bösewichte erinnernder, eiskalter Gangsterboss wirklich einschüchternd auf. Ihm möchte man nicht nachts auf der Straße begegnen – und eigentlich auch nicht tagsüber. Am wenigsten überzeugen kann in diesem Ensemble Emilia Clarke als Qi’ra, wobei schwer zu sagen ist, ob es an ihrer Darstellung oder an der Konzeption der Figur liegt. Vieles an ihrem Verhalten bleibt unverständlich, einen echten Zugang findet man als Zuschauer zu ihr nicht und sie wirkt flach. Hier hätte es vielleicht geholfen, wenn der Film etwas mehr über ihre nur angedeutete Vergangenheit verraten hätte.

Der Handlungsaufbau

Woody Harrelson als Beckett und Alden Ehrenreich als Han Solo in Solo: A Star Wars Story

Generell lässt sich sagen, dass Solo ein sehr rasanter und actionreicher Film ist, dem es sicher nicht an Schauwerten mangelt, weshalb auch nie Langeweile im Kino aufkommt. Manchmal erschwert die reichlich vorhandene Action aber auch die Identifikation mit den Figuren. Während Solo sich für die bereits bekannten Figuren Chewbacca und Lando jeweils ausreichend Zeit nimmt und ihnen Charakter-Szenen gibt, wirkt die Vorstellung von Beckett und Val eher überhastet. Dies führt dazu, dass man als Zuschauer in der darauffolgenden, bombastisch inszenierten Action-Sequenz noch zu wenig emotionale Bindung zu diesen Figuren hat und dieser Szene daher ein wenig die Brisanz fehlt. Gegen Ende des Films bessert sich dies jedoch, da alle Figuren im Laufe der Handlung immer plastischer werden. Unverständlich bleibt mir jedoch, warum man eine Episode in Hans Leben mit einem Zeitsprung im Film übersprungen hat. Wenn man sowieso vor hat, mehrere Solo-Filme zu produzieren – dass das der Fall ist, macht das Ende des Films sehr deutlich – dann hätte man auch diesen Zeitabschnitt aus Hans Leben erzählen können, der sicher viel Spannendes enthalten hätte.

Der Millennium Falke in Solo: A Star Wars Story

Obwohl wir bei vielen Ereignissen des Films schon wissen, wie sie ausgehen werden, sind diese doch so spannend, kreativ und liebevoll inszeniert, dass es Spaß macht, dabei zuzusehen, wie beispielsweise Han und Chewie sich kennenlernen oder Han beim Sabacc Lando den Millennium Falken abnimmt. Am Ende des Films kommt es dann noch zu einer ganzen Reihe interessanter und überraschender Twists, die nicht so vorhersehbar sind, wie weite Teile des Films davor.

Der Humor

Donald Glover als Lando Calrissian und Phoebe Waller-Bridge als L3-37 in Solo: A Star Wars Story

Nachdem der Humor in The Last Jedi – um es nett auszudrücken – sehr kontrovers war, schwenkt Solo glücklicherweise wieder in die richtige Richtung ein und bietet ziemlich klassischen Star Wars-Humor, der ohne selbstreferenzielle Meta-Kommentare auskommt. Die Figuren bleiben auch in witzigen Szenen stets authentisch und sich selbst treu. Der Humor ergibt sich entweder aus der Situation oder daraus, dass die Figuren, passend zu ihrem Charakter, Sprüche klopfen – was natürlich bei einer Ansammlung von zwielichtigen Ganoven gut passt. Besonders die typischen Han-Momente, in denen er versucht, sich mit den absurdesten Lügengeschichten aus brenzligen Situationen verbal herauszumanövern, sorgen immer wieder für einen Lacher.

Star Wars-Feeling und Worldbuilding

Joonas Suotamo als Chewbacca, Woody Harrelson als Beckett und Alden Ehrenreich als Han Solo in Solo: A Star Wars Story

Genau wie schon beim Humor funktioniert Solo auch in punto Star Wars-Feeling glücklicherweise wieder viel besser als The Last Jedi. Hier wird nicht versucht, die Vergangenheit zu töten, sondern sie wird respektiert. Wenn Chewbacca oder der Millennium Falke erstmals ins Bild kommen, dann sind das tolle Star Wars-Momente, die einem Fan ans Herz gehen. Entgegen der Befürchtungen mancher Fans macht es auch keineswegs etwas vom Mythos Han Solo kaputt, dessen Vorgeschichte gesehen zu haben. Unterstützt wird das Star Wars-Feeling auch durch die Musik von John Powell, die alte Star Wars-Themen von John Williams mit neuen Stücken verbindet (darunter auch ein neu komponiertes Stück von Williams) und in diesem Film wieder prominenter eingesetzt wird als es in The Last Jedi oder Rogue One der Fall war. Auch der typische Wechsel zwischen vielen verschiedenen Welten, die alle einen charakteristischen Look haben, findet statt. Viele spannende Aliens, Kreaturen, liebevoll gestaltete Kostüme und Sets tragen ebenfalls zur Atmosphäre bei. Und selbst für die fortgeschritteneren Fans, die mehr als nur die Filme kennen, werden in Dialogen nebenbei ein paar Stichworte fallen gelassen, die aufhorchen lassen und Verbindungen schlagen.

Fazit
Hyperraum-Sprung nach Komplikationen doch noch geglückt! Insgesamt ist Solo ein solider, gut gemachter und besetzter Abenteuer-Film, der trotz kleinerer Schwächen, zu unterhalten weiß und das klassische Star Wars-Feeling bedient. Nach der chaotischen Produktionsphase eine absolut positive Überraschung!

Julians Kritik

Der Millenium Falke in Solo: A Star Wars Story

Ich kann mich der Meinung von Ines zum größten Teil nur anschließen und habe kaum etwas hinzuzufügen. Ich bin in den Film gegangen und wollte unterhalten werden – und das wurde ich ohne Frage! Ergänzen möchte ich nur ein paar Kleinigkeiten. Als erstes wäre der Filmtitel. Ja, wir alle kennen Han Solo seit 1977. Und Solo liefert nicht nur die Vorgeschichte zu diesem Charakter, sondern auch gleich auch noch dazu, wie Han Solo eigentlich zu seinem Namen kommt. In Punkto Droidin L3-37 muss ich Ines widersprechen, denn diese spielt sehr wohl eine wichtige Rolle, gerade was die Navigation durch den Hyperraum angeht. Für mich hat der Film eine logische und glaubwürdige Vorgeschichte zu Han geliefert. Er fügt sich perfekt in die bisherigen Ereignisse ein und nimmt auch – wie gewohnt – Bezug auf andere Werke. Wer den Kanon über die Filme hinaus kennt, den wird diese und jene Anmerkung aufhorchen lassen. Alle anderen stören diese Erwähnungen aber auch nicht. Der Film als ganzes ist für mich gelungen, einzig die Motivation von Solos Jugendfreundin Qi’ra bleibt unbeantwortet. Der Humor hat mir gefallen, der Soundtrack hat gepasst und alle Schauspieler haben mir gefallen – auch Alden Ehrenreich als Han. Ich hatte mit seiner Besetzung aber auch nie Probleme. Und ein Vögelchen hat uns gezwitschert, dass in der deutschen Synchro das Han-Solo-Feeling noch deutlicher rüber kommen soll. 😉

Des Weiteren zeigt Solo für mich ganz klar, dass ich lieber mehr Spin-Off Filme sehen möchte, die im Star Wars-Universum spielen, als weitere Episoden. Sowohl an Rogue One, als auch jetzt in Solo hatte ich deutlich mehr Spaß als in den beiden neuen Episode VII und VIII.

Die Rezensenten vergeben 4 von 5 Holocrons!

Die Rezensenten vergeben 4 von 5 Holocrons!

Über den Autor

Jedi-Bibliothek

Jedi-Bibliothek
Die Jedi-Bibliothek ist eine Fanseite für Star Wars-Literatur mit Rezensionen und aktuellen News zum Thema, ebenso wie einer umfassenden Datenbank der Bücher und Comics zur Saga.

7 Kommentare

  1. Tobias

    Danke für eure Einschätzung. Nachdem ich die Kritiken etablierter Zeitungen gelesen hatte kam mir der Eindruck, dass diese davon ausgingen, dass eine Geschichte nur weil sie in Grundzügen schon bekannt ist nicht spannend sein kann. Wenn ich lese, dass es unglaubwürdig ist, dass Han Solo auf der Imperialen Akademie war so glaube ich hat man mal wieder nicht die richtigen Leute an die Bewertung gelassen, denn dieser Fakt war ja selbst in den Legends bekannt und in diesen auch noch aus wesentlich intrinsischeren Motiven als hier zum Zweck der Bereicherung. In den Legends verband Han damit Ruhm, Stolz und Anerkennung und nicht nur ein Mittel zum Zweck. Naja ich werde mir den Film am 23. Mai ansehen und mir dann meine Meinung bilden aber so negativ wie viele Zeitungen es aktuell einstimmig schreiben ist der Film denke ich nicht.
    Übrigens folgt man der Argumentation man wisse ja schon was passiert, dann wäre Rogue One ja auch ein absolut schlechter Film da man ja schon weiß, dass Leia die Pläne bekommt. Trotzdem hat man daraus eine der besten Stories im Star Wars Universum gemacht und ich hoffe das Ron Howard etwas ähnlich gutes mit diesem Film gelungen ist.

  2. TarkinTarkin

    Hab den Film heute sehen können und was soll ich sagen: Ich habe „Freudentränen“ in den Augen. Freudentränen. Mein Traum den ich seid der Übernahme von Disney für Star Wars habe, scheint in greifbare Nähe gerückt zu sein. Nun, servieren sie mit Solo genau das, was ich mir schon immer erhofft habe: Eine Origin Story die genau in das Marvel Schema passt und mit einem völlig überraschenden „Gastauftritt“ ein größeres Universum anteasert. Ich kann einfach nicht mehr. Das letzte mal war ich so gehypt nachdem ich Thanos am Ende von Avengers sah, hier sehe ich nun ähnliche Gefühle in mir aufsteigen. Bitte Lucasfilm macht da weiter, hebt das SWCU aus der Taufe und macht mich zum glücklichsten Fan der Welt. Solo macht da alles richtig und diese Vorlage, darf nicht ungenutzt bleiben. Ich kann meine Emotionen da echt kaum beschreiben, so begeistert war ich schon lange nicht mehr in Sachen Star Wars.

    1. Tobias

      komplette Zustimmung. Ich finde der Film hat so viel Metaebene was die Relevanz für das Kommende im Universum angeht. Werde das auch versuchen in meiner Videoreview genauer zu beleuchten. Muss aber aktuell auch erstmal meine Eindrücke und ja Emotionen bündeln und diese niederschreiben!

      Ich sage mal so. Ein Grinsen wie in diesem Film hatte ich noch nie im neuen Kanon und dazu braucht es nicht mal unpassende Komik. Es war ein Grinsen der Freude nicht weil ein Witz gut war. Subtile Situationskomik etc. Das zeichnet den Film finde ich aus und macht ihn auch so gut + ich hatte nach dem Besuch die Star Wars Euphorie die ich bei TLJ vermisst habe.

      1. TXY

        Wie heißt dein Kanal?

      2. Tobias

        Wenn du auf meinen Namen klickst kommst du direkt dorthin 🙂

        Das Video dauert aber noch ein wenig. Muss das alles erstmal ordnen und schneiden 😉

  3. MichaelRen

    Hallo zusammen,
    habe es Gesternabend dann geschafft mir Solo mit ein paar Freunden anzuschauen.
    Bei uns in Halle gab es ein kleines Rahmenprogramm, 2 Stormtrooper und 1 Tie-JägerPilot von der German Garrison waren zu Besuch, haben „Gefangene“ gemacht und gute Stimmung verbreitet – Kompliment an die Cosplayer und auch Cinemaxx, dass sie das möglich gemacht haben.
    Nachdem der Produktionsprozess relativ verworren und die Kritiken der „Experten“ eher verhalten waren, hatte ich eher geringe Erwartungen an den Solo-Film.
    Eins vorweg: diese wurden weit übertroffen – obwohl es 1-2 Sachen gab, die ich mir anders gewünscht hätte (was aber gar nicht so schlimm ist).

    positiv: Solo ist mMn ein echter Fan-Boy-Film, er ist super in den Kanon eingebunden, es gibt massig Verweise auf andere Kanonaktivitäten, alle Fragen zu Solo wurden eigentlich gelöst – da war ich vollumfänglich zufrieden. Fast am besten gefallen hat mir jedoch der SubPlot mit Lando und seiner Droidin – einfach herrlich und herzlich traurig…Und die Gesamtaussage des Films – wem kann man Trauen und wem nicht – man erfährt einfach warum Han so geworden ist, wie wir ihn in Episode 4 kennen gelernt haben. Und warum er doch ein gutes Herz hat 🙂

    negativ: eigentlich hätte mit dem Film und der Geschichte um Solo Schluss sein können, aber das Ende weist wohl auf ein Wiedersehen hin, nicht nur mit Solo sondern auch auf den spontan aufgetauchten Scharlatan aus dem Hintergrund – da weiß ich noch nicht was ich davon halten – zumal man als Rebels-Fan weiß, was mit ihm am Ende passiert – naja abwarten..

    Fazit: die Anthology-Filme sind definitiv bislang eine Bereicherung und sprechen die „alten Fans“ an, wohingegen die neuen „Episoden“ eher neues Publikum ansprechen – für mich eine tolle Mischung, weiter so!

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