TV-Rezension: Star Wars Rebels 2×18: „Verborgene Dunkelheit“

Nach einem kleinen Ausflug ins Innenleben eines Imperialen in „Eis und Ehre“ kehrt Star Wars Rebels in „Verborgene Dunkelheit“ zur Ghost-Crew zurück und legt den Fokus wieder auf die Jedi.

Kanan macht sich Sorgen, weil Ezra und er auf der Suche nach einer neuen Basis immer wieder auf Inquisitoren treffen. Er bittet Ahsoka um Hilfe, welche ihm den Rat gibt, in einer so verzweifelten Lage weisere Meister zu befragen. Zu diesem Zweck reisen die drei Jedi nach Lothal, um in einem verlassenen Jedi-Tempel zu meditieren und Lösungen zu finden. Alsbald gehen auch alle drei auf ihre eigene spirituelle Reise.

Kanan im Kampf mit dem Inquisitor in "Shroud of Darkness"

Kanan im Kampf mit dem Inquisitor in „Shroud of Darkness“

Ezra begegnet Meister Yoda, welchen er dieses Mal auch in Geisterform sehen kann. Mit ihm spricht er darüber, ob es richtig oder falsch ist zu kämpfen und über die Gefahren der dunklen Seite. Schließlich gibt der Jedi-Meister ihm den Tipp, Malachor zu finden. Kanan muss sich zur selben Zeit heftigeren Prüfungen stellen. Er begegnet in seinen Visionen den Jedi-Tempelwächtern, die ihm klar machen wollen, dass er Ezra nicht für immer schützen kann. Dies ist für Kanan zunächst schwer einzusehen. Erst nach langem Kampf ergibt er sich und wird zum Lohn von einem Tempelwächter, der sich interessanterweise als der Großinquisitor herausstellt, zum Jedi-Ritter geschlagen. Ahsoka muss unterdessen die bittere Wahrheit erwägen, dass sich hinter der Maske von Darth Vader wohl ihr alter Meister Anakin Skywalker verbirgt. Doch die Inqisitoren sind den Jedi dicht auf den Fersen und versuchen, in den Jedi-Tempel einzudringen…

Spannend an der Folge ist, wie offen sie gestaltet ist und wie viele Fragen sie aufwirft: Ist es Yoda, der Kanan und Ahsoka die jeweiligen Visionen sendet, oder schöpfen die beiden ihre Erkenntnisse bei der Meditation aus sich selbst? Wusste Ahsoka also unterbewusst schon lange, dass Vader Anakin ist? Wieso wurde ein Jedi-Tempelwächter zum Inquisitor unter dem Imperium? Und warum erscheint ausgerechnet diese Figur, um Kanan den Ritterschlag zu erteilen, und nicht etwa Yoda oder seine Meisterin Depa Billaba? Und hat Ezra wirklich das Potential, der dunklen Seite zu verfallen? – Fragen über Fragen! Doch genau dieses Grübeln über die Folge macht ihren Reiz aus und aktiviert die eigene Fantasie.

Ahsoka erkennt in "Shroud of Darkness", dass Anankin zu Vader wurde.

Ahsoka erkennt in „Shroud of Darkness“, dass Anankin zu Vader wurde.

Auch der erneute Gastauftritt von Ahsoka wertet diese Folge enorm auf. Wann immer die Togruta auftaucht, passiert etwas Relevantes in Rebels. Genau wie Vader wird sie in der Serie niemals nutzlos verschenkt. Ihre Erkenntnis, wozu Anakin geworden ist, ist selbstverständlich ein dramatischer und toll inszenierter Moment, auf den The Clone Wars-Fans schon seit Jahren gewartet haben und der Lust auf mehr macht.

Auch für die anderen Figuren geht es um eine ganz zentrale Wendung der Serie: Ezras möglichen Fall auf die dunkle Seite. Es ist schon auffällig, dass die Gefahren der dunklen Seite in allen drei Visionen der Jedi eine Rolle spielen, sodass Ezras Weg nach dem Schauen dieser Folge beinahe schon vorgezeichnet scheint. Parallelen zwischen Anakin und Ezra werden mehrfach angedeutet, so etwa, als Ezra Holoaufnahmen von Anakin bewundert oder als er Yoda gegenüber voller Enthusiasmus davon spricht, seine Freunde retten und kämpfen zu wollen.

Mich persönlich hat aber Kanans Entwicklung in „Verborgene Dunkelheit“ am meisten beeindruckt. Nachdem er so lange Zeit verunsichert war, ob er Ezra wirklich gut ausbilden kann und ob er selbst über genügend Wissen und Können verfügt, ist es schön, mitanzusehen, wie er endlich eine Anerkennung bekommt für den langen und mühsamen Weg, den er schon zurückgelegt hat.

Yoda in "Shroud of Darkness"

Yoda in „Shroud of Darkness“

Ein Kritikpunkt, den viele Fans an der Folge hatten, war Yodas Aussehen als animierte Rebels-Figur. Mich persönlich hat dies weniger gestört. Vielleicht hätte man Yoda noch etwas liebevoller gestalten können, aber letztendlich zählt doch, welche Weisheiten wir aus seinem Mund hören dürfen. Und was die Persönlichkeit betrifft, hat Rebels Yoda eindeutig gut getroffen.

Insgesamt ist „Verborgene Dunkelheit“ eine zur Abwechslung mal sehr nachdenkliche Folge, die die Handlung der gesamten Serie weiterbringt und einige wichtige Entwicklungen anstößt, die langsam aber sicher die Spannung zum Staffelfinale hin aufbauen. Bei der Bewertung schwanke ich stark zwischen 4 und 5 Holocrons. Da mir die Folge aber aus irgendeinem nicht näher erklärbaren Grund nicht direkt in den Sinn kommt, wenn man mich nach den Top-Folgen der Staffel 2 fragt, entscheide ich mich letztendlich doch „nur“ für 4 von 5 Sternen für eine starke Rebels-Episode.

Die Rezensentin vergibt 4 von 5 Holocrons!

Der Rezensent vergibt 4 von 5 Holocrons!

Hier könnt ihr euch nochmals die Rebels Recon zur Folge ansehen:

Was haltet ihr von der Folge „Verborgene Dunkelheit“?

Über den Autor

Ines

Ines
Ines bildet im echten Leben zahlreiche Padawan-Schüler an einem Gymnasium in den Fächern Englisch und Deutsch aus. Star Wars konsumiert sie am allerliebsten in Romanform und hat sich zum Ziel gesetzt, sämtliche Romane des Kanons zu lesen. Bereits jetzt ist sie begeistertes Claudia-Gray-Fangirl.

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