Rezension: Klonkriege VIII: Der unsichtbare Feind von John Ostrander und Randy Stradley

Chronologisch gesehen der letzte Teil der Reihe Klonkriege ist Band 8, Der Unischtbare Feind, welcher je nach Geschichte entweder nach oder kurz vor der Order 66. beginnt. In Deutschland ist der Band erstmals am 12.04.2006 als Star Wars Sonderband #31 erschienen, bevor er am 17.03.2010 im Rahmen der Reihenneuauflage von Panini neu veröffentlicht wurde. Enthalten sind beide Male die amerikanischen Einzelhefte Republic #79 – #83, welche drei verschiedene Geschichten erzählen: Düstere Zeiten von Randy Stradley (unter dem Pseudonym Welles Hartley), die von Doug Wheatley gezeichnet wurde, Der unsichtbare Feind von John Ostrander, der von Jan Duursema gezeichnet wurde und Kaltblütige Jagd von John Ostrander, die wieder von Doug Wheatley gezeichnet wurde. Der entsprechende englische Sammelband ist übrigens das tatsächliche Ende der Reihe, da dieser dort Band 9 und unser Band 9 dort Band 7 ist. Das Cover zeigt beide Male Darth Vader mit gezogenem Lichtschwert vor einer Frauenleiche, mit Loch in der Brust und abgetrennter Hand. Außerdem im Halbkreis: sieben andere Jedi mit gezogenen Lichtschwertern. Dieses Cover stammt von John Gallagher und Chris Chukry. Die deutsche Übersetzung lieferte erneut Michael Nagula.

Clone Wars #8: Der unsichtbare Feind
Clone Wars #8: Der unsichtbare Feind

Wie gesagt steht Klonkriege VIII chronologisch am Ende in der Zeitlinie der Klonkriege. Vom Verlag angegeben ist dabei der 36. Monat nach der Schlacht um Geonosis, was dem Jahr 19 VSY entspricht. Die erste Geschichte Düstere Zeiten setzt dabei während der Order 66 ein und verwendet bereits Bilder, die so auch in Die Rache der Sith vorkommen. Unter anderem die Tode der Meister Plo Koon und Stass Allie. Diese erste Geschichte erzählt den Weg von drei verschiedenen Jedi nach der Order 66. Zwei Meistern und einer Padawan. Während ein Meister sich fürs Verstecken entscheidet, entscheidet der andere sich für den Widerstand. Auf ihrem Weg treffen sie auf Coruscant vor dem Jedi-Tempel aufeinander und diskutieren, während ein weiterer Jedi, offenbar ein Ritter, der in der letzten Geschichte noch einmal kurz auftritt, offen gegen die Klone vorgeht. Diese Geschichten legen den Grundstein der Reihe Dark Times, deren Hauptcharaktere hier vorgestellt werden.

In der zweiten Geschichte, Der unsichtbare Feind, findet die Geschichte um Quinlan Vos ihr wohlverdientes Ende. Dieser befindet sich während der Order auf Kashyyyk und kann dem Tod mehrmals nur knapp entrinnen. Außerdem wird auch sein Sohn geboren, doch ob er das noch mitbekommt ist hier die Frage. Auch die Jedi Meister Tholme und T’ra Saa, sowie Khaleen kommen noch einmal vor. Gastauftritte haben Yoda, Luminara, deren Tod in diesem Comic durch Rebels widerlegt wurde, wenn man vernachlässigt, dass dieser Comic dem Legends-Bereich angehört (obwohl es durchaus sein kann, dass sie hier auch nur mit einem Betäubungsschuss geschossen wurde), sowie Chewbacca und Tarfful. Auch dieser Comic spielt mit Szenen aus Episode III und Spieler von Battlefront II werden ebenfalls Spaß an diesem Comic finden.

Sonderband #30: Klonkriege VIII: Der unsichtbare Feind
Star Wars Sonderband #30: Klonkriege VIII: Der unsichtbare Feind

Die letzte Geschichte spielt ungefähr zeitgleich mit der ersten und behandelt die Sicht von Darth Vader, der verzweifelt versucht, seinen ehemaligen Meister ausfindig zu machen. Dabei verhört er unter anderem den jungen Jedi, der sich offen gegen die Klone wandte. Weitere Jedi versammeln sich auf Kessel und planen ihr Vorgehen, während eine unter ihnen dieses allerdings schon festgelegt hat.

Generell sind die Zeichnungen wieder imposant gelungen und die Reihe Klonkriege hat einen würdigen chronologischen Abschluss gefunden. Nett fand ich auch die Erwähnung von Durges Tod, welcher im Nachfolgeband behandelt werden wird, doch das ist nur ein Schmankerl. Das Storytelling ist spannend gehalten und nicht nur Quinlan versteht es sich Feinde zu machen. Manchmal dachte man sich: „Och Junge. Wenn gleich die Order 66 kommt bist du sowas von hinüber…“ Und der Leser wurde nicht enttäuscht. Doch speziell dieses Ende hat gepasst und verdient eine Auszeichnung.

Da der Nachfolgeband einer der ersten Comics war, die ich gelesen habe, und ich diesen im Kopf bereits bewertet habe, werde ich diesem Band hier die vollen fünf Holocrons geben. Für einen liebevollen chronologischen Abschluss, wunderbare Zeichner und geniales Foreshadowing auf alles, was da noch kommen mag.

Der Rezensent vergibt 5 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 5 von 5 Holocrons!

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