Gastrezension: Star Wars: Frames von George Lucas

Über Star Wars: Frames

Frames1Am 29.10.2013 auf den Markt gekommen stellt „Star Wars: Frames“ den preisgünstigeren Nachfolger der ursprünglich aus 6 Hardcover-Büchern bestehenden, in einer Holzschatulle eingebetteten Bildbandreihe der kompletten Saga dar.

Hierbei wurde das Originalformat vom hölzernen Schuber auf einen stabilen Karton reduziert und aus den ursprünglichen sechs Büchern wurden zwei – eins für die Prequels und eins für die klassische Trilogie.

Und so hat es diese neue Edition mit seinem Preis von nur noch $150 USD (Originalauflage von Januar 2011: $3000 USD) schnell in die Herzen aller Sammler mit dem kleineren Budget geschafft – und auch in mein Bücherregal.

Unlängst ist das Werk bei mir zu Hause eingetroffen – Zeit, ein paar Worte darüber zu verlieren.

Eindrücke

Der erste Eindruck, den man gewinnt, ist das ungeheure Gewicht, das die beiden Hardcover-Bände auf die Waage bringen.

Vorsichtig werden die Frames also auf den Boden gelegt und von der Folie befreit – es erscheint ein Schuber aus dickem, stabilem Karton in nobelster Aufmachung. Sicherlich kann diese Variation keinesfalls mit dem hölzernen Kollegen von 2011 mithalten, dennoch ist der Anblick mehr als nobel und erinnert entfernt an das Design der Star Wars Blueprints.

Auf beiden Seiten der grauen Hülle mit silbern glänzenden Verzierungen prangert das Star Wars Logo, das unter anderen auch an den Seiten der Schatulle neben weiteren Verzierungen eingraviert  ist.

Doch genug davon, es wird Zeit den größeren Hauptteil der Hülle langsam nach oben hin zu entfernen.

Sichtbar werden nun die beiden Hardcover-Bände, fest umschlossen in der kleineren Hälfte des Äußeren, das nun auf einer Seite die Titel der Prequels und auf der anderen die der klassischen Trilogie trägt. Vorsichtig können auch jetzt die schweren Bände geradlinig nach oben entnommen werden.

Momente einer Saga: Die Frames

Insgesamt zwei großformatige Szenen werden je auf einer Seite dargestellt. Bei beiden Trilogien fällt auf, dass die Fotos größtenteils so gewählt sind, sodass sie Bilder einfangen, die im Film selbst nur wenige Sekunden zu sehen sind. Das ermöglicht einem, manches viel besser auf sich wirken zu lassen und auch Details zu entdecken, die einem in der Schnelllebigkeit des Films zu entgehen vermochten.

Dargestellt sind die Bilder in der chronologischen Reihenfolge, wie sie auch im Film zu sehen sind. Sehr überzeugend ist vor allem die Qualität der Bilder. Meiner Vermutung nach entspringen die Frames der BluRay-Edition, was man nicht zuletzt durch die sichtbaren Pupillen der Ewoks vermuten kann.

Frames6Besonders gelungen eingefangen sind die dynamischen Szenen, wie das Duell zwischen Obi-Wan Kenobi und General Grievous, die Schlachten der Klonkriege, Laserfeuer und auch der rasante Schlagabtausch des finalen Duells zwischen Anakin und Obi-Wan wurde zum Teil fast ohne Verschwimmen eingefangen.

Wer übrigens darauf hofft, im Abschnitt A New Hope anhand der eingefrorenen Szene in der Cantina erkennen zu können, wer denn nun als erstes schießt, der wird enttäuscht werden – der Moment des Schusswechsels wurde nämlich außen vor gelassen.

Frames12Stoff für besonders beeindruckende Bilder hatte in meinen Augen The Empire Strikes Back. Beispielsweise sind in der Schlacht um Hoth die AT-ATs in einem wahren Detailreichtum zu erleben, ferner findet die Verfolgungsjagd im Asteroidenfeld ganz neue Perspektiven und man hat genug Gelegenheit, dem sich am Cockpitfenster des Falken festsaugenden Mynock ins Maul zu sehen.

Einen Wow-Effekt bringt zudem die orange Atmosphäre von Bespin mit sich, bis man dann über die Sturmtruppen im Feuergefecht zum wohl markantesten Duell der Star Wars-Saga gelangt – „Ich bin dein Vater!“

Fazit

Frames17Die Star Wars: Frames leben für den Moment, das Hier und Jetzt – in der lebendigen Macht, wenn man so will. Man kann die Bücher kaum durchblättern, ohne dabei im Hinterkopf die Szene zum Leben erwachen zu lassen.

Der komplett schwarze Hintergrund rund um die Bilder trägt dazu bei, die Aufmerksamkeit stets auf die Frames zu lenken – sie stehen dabei voll und ganz im Vordergrund, sodass George Lucas seine persönlich getroffene Auswahl wie gewollt auf einen wirken lassen kann. Selbst die Buchrücken des jeweiligen Hardcovers sind frei von jeglicher Beschriftung durch ISBNs oder Vergleichbarem. Stattdessen gehört auch dieser Platz ganz den Frames: Darth Sidious und Darth Maul über Coruscant für die Prequels und Darth Vaders Feuerbestattung für die Klassische Trilogie.

Ich finde für mich selbst auch nach intensivem Blättern und Rezensieren keinen Kritikpunkt an dem Werk, das sich im Positiven wirklich maßgeblich von allen anderen Büchern abhebt.

Der Rezensent vergibt 5 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 5 von 5 Holocrons!

In meinen Augen hat sich die Anschaffung mehr als gelohnt, ich bin stolz, diese einzigartige Sammlung von Bildern, verkleidet in nobelster Hülle zu besitzen, die ihrem Preis voll und ganz gerecht wird.

5 von 5 Holocrons sind daher in meinen Augen angemessen und wohl verdient für etwas, das in dieser Art in keiner Sammlung fehlen darf.

Das Buch ist bisher nur auf Englisch erhältlich!
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Dies war eine Gastrezension der Jedi-Bibliothek. Gerne könnt auch ihr auch eine Gastrezension für unseren Blog schreiben – kontaktiert uns dazu einfach hier.

4 Kommentare

  1. Gute Rezension! Das Werk ist wirklich massiv und macht sich genial im Bücherschrank! Ich kann mich nur anschließen: auch ich bin stolz, dies mein Eigen, meinen Schatz (ach verdammt, falsches Franchise 😉 ) nennen zu dürfen und bin froh, dass man sich nach der Deluxe Ausgabe anno 2011 dafür entschlossen hat, die George Lucas Selection auch für etwas weniger Geld zu anzubieten!

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