Crossover-Comic zwischen Marvel-Superhelden und Star Wars angekündigt

Es gibt Headlines, von denen man dachte, man würde sie nie schreiben. Nun, der Tag, den manche Kommentatoren bereits 2015 für unvermeidbar hielten, ist gekommen: Marvel Comics und Lucasfilm haben das erste Comic-Crossover zwischen den Marvel-Superhelden und Star Wars angekündigt: Es trägt den Titel Hope Assembles und soll laut Entertainment Weekly, die die fünfteilige Miniserie exklusiv enthüllen durften, von Januar bis Mai 2027 laufen.

Hope Assembles (Cover der fünf Hefte von David Marquez) | Bild via EW.com | Credit: Lucasfilm Publishing/Marvel Comics

Ein Gimmick wäre allerdings kein Gimmick ohne Gimmick-Autor, und somit wird der Schauspieler und Comicautor Kevin Smith, vielen als Silent Bob aus den Filmen rund um Jay und Silent Bob (z.B. Dogma) bekannt, diese Rolle füllen. Die Illustrationen stammen von David Marquez, der für Star Wars schon einige Cover gezeichnet hat.

In Hope Assembles wird ein „die Realität zerbrechender Fluch“ dazu führen, dass die Marvel-Helden aus deren Primärkontinuität (Erde-616) die Ereignisse von Star Wars: Eine neue Hoffnung auf der Erde passieren sehen werden. Laut EW werden somit Figuren wie Chewbacca, Han Solo, Luke Skywalker und Prinzessin Leia sich mit Marvel-Helden wie Captain America, Black Widow, Spider-Man und dem Hulk verbünden, während sich Doctor Doom und die Schurkenriege des sogenannten „Hauses der Ideen“ auf einer Seite mit Darth Vader und dem Galaktischen Imperium kämpfen werden.

Wie steht ihr zu dieser Ankündigung? Lasst uns in den Kommentaren gerne eure Stimmen hören.

19 Kommentare

  1. Und hier noch meine persönliche Einordnung dieser News:

    Die Ankündigung kommt in einer Zeit, in der man die Star Wars-Comics von Marvel gut und gerne als kreativ kriselnd bezeichnen kann. Der 2025er-Relaunch zum 10-jährigen Marvel-Lizenzjubiläum ging verkaufstechnisch derart in die Hose, dass sämtliche neu begonnenen Reihen binnen 12 Monaten auch wieder beendet wurden, während man 2026 bisher nur Miniserien von wechselhafter Qualität vorlegen konnte, wo aktuell allenfalls die Rogue One-Sonderhefte oder die morgen startende Reihe The Fall of Kylo Ren als Hoffnungsträger gelten. Zwischen Tie-ins zu Galaxy’s Edge oder der kommenden Adaptation von The Book of Boba Fett wirkt Hope Assembles also eher wie ein Akt der Verzweiflung, um mit einem Gimmick Schlagzeilen – und daraus dann hoffentlich Verkäufe – generieren zu können. Ob diese Rechnung aufgeht?

    Ich hätte jedenfalls noch einen alternativen Titel, Marvel.

    1. Dabei gibt es doch zahlreiche Geschichten, die man über weniger beleuchtete Charaktere der Filme noch schreiben könnte. Von der ganzen Epoche der Alten Republik mal ganz zu schweigen … und dann so ein grotesker Quark? Ich verstehs nicht.

  2. Ich sehe diese Ankündigung als endgültige kreative Bankrotterklärung. Es fällt einem schlicht nichts mehr ein und so langsam hat man wohl auch alles nochmal adaptiert und nacherzählt, und so knallt man den Leuten jetzt ein Crossover nach dem anderen um die Ohren …

  3. Werde ich es lesen? Nein.
    Tut es mir weh? Auch Nein.

    Es kommen ja weiterhin andere Werke in anderen Medien, die mich abholen. Vor allem natürlich Romane, aber auch bei Videospielen gibt es sogar zwei dieses Jahr, wir hatten eine gute Maul-Serie und ich hab Hoffnung für Starfighter.

    Diese Totgesänge bringen einen doch nicht weiter. Wir haben uns mal in dieses Universum verliebt und der Grund dafür, ist ja noch immer da. Nicht alles ist für alle und es sind auch mal absolute Nullnummern dabei.

    Trotzdem hat das Universum für mich weiterhin einen besonderen Stellenwert. Würde ein solches Crossover meine Liebe zu dem ganzen Franchise in Frage stellen, würde ich mich eher fragen, ob da vorher die Liebe noch da war.

    Wir hatten die vergangenen Jahre The High Republic, Andor und Co. Jetzt ist mal kreativ etwas die Luft raus. Also mehr Zeit für andere Franchises. Zu Star Wars finde ich trotzdem wieder zurück. Und Lucasfilm bzw. Disney vielleicht ja auch.

  4. Ich bin da kein Fan von.
    Überhaupt keiner.

    Ich hoffe zudem wirklich, dass es nicht Kanon ist.
    (Und selbst wenn, dann bin ich da kein Fan von.)
    Ob ich es lesen werde, mal sehen…
    auf jeden Fall nicht mit einem Lächeln im Gesicht.

    1. Niemals ist das Kanon. Andernfalls wäre ich extrem sauer. Solange es nicht Kanon ist, juckt es mich auch nicht wirklich, ich muss es ja nicht lesen.

  5. Krasse Nachricht. Wie ich es einordne? Für mich ist es der Versuch, zwei kriselnde Franchises irgendwie miteinander zu verbinden und so Auflage zu erzielen. Der Witz ist ja, dass es in den Marvel-Kanon mit den verschiedenen Zeitstrahlen und Paralleluniversen sogar reinpassen würde… ich hoffe nur, dass das wirklich nur ein Gag ist und es keine Auswirkungen auf den Star-Wars-Kanon hat, aber das scheint ja so zu sein. Ich finde es schon verrückt. Ich habe in den letzten Jahren immer mal wieder den Witz gebracht, dass ich mal überlegen würde, ob Darth Vader nicht mal auf die Erde kommen und von den Avengers aufgehalten werden könnte… entweder haben sie den gleichen doofen Humor oder sie haben mich abgehört :-D.

    Am Ende wird es nicht der Untergang von Star Wars sein. Trotzdem wäre es mir lieber gewesen, sie würden Zeit, Geld und Energie lieber dafür verwenden, eine vernünftige Star-Wars-Geschichte zu erzählen. Solange es aber wirklich nur ein Gag ist, bei dem ein paar Autor*innen sich verwirklichen möchten und sich das Ganze nicht so ernst nimmt, sollen sie es von mir aus machen. Ob ich es lesen werde… keine Ahnung. Gebraucht hätte ich es nicht.

    Ich hätte noch ein paar Ideen, z.B. könnte eine Geschichte geschrieben werden, wie die „Men in Black“ in der Hohen Republik auftauchen und Vernestra blitzdingsen. Das könnte dann ihre Vergesslichkeit erklären. Oder es kommt raus, dass nicht Luke Skywalker den ersten Todesstern zerstört hat, sondern die Vogonen aus „Per Anhalter durch die Galaxis“, die dort eine Hyperraumumgehungsstraße bauen wollten :-D.

  6. Immerhin scheint Disney das größer aufzulegen, weil Lego hierzu ebenfalls ein Crossover macht. Das betrifft sowohl neu geschaffene Figuren wie Spider-Han und Hulkbacca, wie auch Raumschiffe wie den Iron-Falcon. Ich bin gestern trotzdem erst von einem Aprilscherz ausgegangen.

    1. Ich frage mich jetzt, ob dieses „Immerhin…“ das wirklich besser macht…

      Aber naja. Ich denke, wenn wir gerade eine starke, solide Comic-Landschaft hätten, wie ca. 2020 (trotz Corona-Fehlstarts einiger Reihen), wo es nur wenige qualitative Ausreißer gäbe (Darth Vader), dann würde mir so ein seltsames Gimmick nicht so sauer aufstoßen wie aktuell, wo Dark Horse die Lizenz verliert, Marvel kaum etwas Vernünftiges zuwege bringt und Mad Cave mit eher befremdlichen Konzepten die Lizenz beginnt.

    2. Dark Horse verliert jetzt die Lizenz wieder? Die haben sie doch erst seit ein paar Jahren.

      Inwiefern besteht denn aus eurer Sicht die Gefahr, dass die Comicsparte insgesamt eingestampft wird?

  7. Tja, muss man jetzt mal so hinnehmen. Mache deshalb jetzt keine Freudensprünge, aber angucken werde ich es wir wahrscheinlich schon wieder.
    Wo hier alle schon so tolle Ideen haben, wie wäre es eigentlich mal mit neuen SW Infinities, z. B. für die Prequels? Hatte für mich schon definitiv seine Daseinsberechtigung bei der OT und regte ja schon ordentlich die Fantasie an.

  8. Grundsätzlich finde ich Franchise-Crossovers schon mal ganz lustig. Einfach als Spielerei. Batman hat ja auch schon gegen Aliens gekämpft und Captain Kirk das Green Lantern Corps getroffen. Das darf man natürlich nicht ernst nehmen. Im Bestfall ist es also ein gelungenes Was-wäre-wenn-Gedankenspiel, ähnlich wie damals die Infinity-Comics bei SW oder eben die What-if-Animationsserie bei Marvel. Im schlimmsten Fall ist es erzählerischer Murks, dann rettet auch eine Armee von Superhelden, die auf dem Todesstern einfällt, die Sache nicht.

Schreibe einen Kommentar