Rezension: Star Wars Adventures – Ghosts of Vader’s Castle #4 von IDW

In Ghosts of Vader’s Castle #4 Beware… The Chosen One ist es diesmal Lina Graf, die im Anflug auf Mustafar von jenen ominösen Alpträumen heimgesucht wird.

Der Inhalt

Die Rahmenhandlung nimmt den Leser unvermittelt ab dem ersten Panel mit auf einen chaotischen Trip durch Asteroidenfelder, Laserfeuer von angreifenden Tie-Fightern und schlimme Albträume. Letztere überfallen Lina im Laufe des Comics immer wieder und werden umso schlimmer und persönlicher, je dichter sie ihrem Ziel, dem Planeten Mustafar, kommen. Ihre Nemesis ist niemand Geringeres als Darth Vader, in all seinen Entwicklungsstadien: vom kleinen Anakin auf Tatooine, über Anakin, den Jedi-Ritter, bis hin zu Darth Vader in voller Rüstung. Ihre Furcht vor Darth Vader mischt sich dabei mit ihrer Sorge um ihren Bruder, bis schließlich kurz vor Mustafar alles zusammenläuft und ihr altes Leben und das, was es ausmachte, in Trümmern liegt: Milo ist zu Vader geworden.

Erst als sie auf Mustafar gelandet sind, hören diese Träume auf und nun müssen sie und ihre drei Verbündeten sich dem stellen, was in Vaders Festung auf sie wartet.

Die Umsetzung

Cavan Scott ist in diesem Heft vom bisherigen Prinzip der getrennten Rahmengeschichte und Geschichte in der Geschichte abgewichen und hat die Traumepisoden von Lina direkt und mehrfach mit der Rahmengeschichte verwoben. Das funktioniert hier sehr gut und steigert die Intensität des Erlebens von Linas Albträume nochmals deutlich, weil sie immer wieder zwischen Realität und Traum hin und hergeworfen wird.

Damit dies vom Optischen auch so gut klappt, mussten die beiden Illustratoren Francesco Francavilla und Chris Fenoglio sehr eng zusammenarbeiten, um das Aussehen Linas und der Räumlichkeiten einheitlich zu gestalten. Für die Alptraumfantasien selber haben Scott und Fenoglio alle Register gezogen und bringen alle Tricks und Kniffe des Horrorrepertoires zum Einsatz. Dabei beschränken sie sich natürlich nicht nur auf die Figuren selber, sondern beziehen auch Beleuchtung, Schatten, und die Gestaltung der Panelrahmen selber mit ein.

Das Heft liefert alles, was es liefern muss, und hält die Spannung hoch. Das letzte Panel hingegen finde ich etwas verschwendet, denn das gleich darauf folgende, sehr geschickt komponierte Vorschaupanel auf die nächste Ausgabe ist noch viel ausdrucksstärker – aber gut, vielleicht war dies zum Zeitpunkt der Erstellung noch nicht bekannt.

Wie üblich gibt es drei Cover zum Heft, wobei eines – abweichend vom üblichen Vorgehen – von Derek Charm statt Chris Fenoglio gestaltet wurde.

Fazit

Scott und sein Künstlerteam legen in diesem Heft in Sachen Grusel noch mal eine Schippe drauf und spannen den Leser nun auf die Folter, was hinter all dem steht und wie es im folgenden, finalen Heft zur Auflösung kommt.

Auf das große Finale müssen wir nicht bis Halloween warten, sondern bekommen es schon am am 20. Oktober präsentiert, wenn Heft #5 erscheint..

Wir danken IDW Publishing für die Bereitstellung des digitalen Rezensionsexemplars und der Vorschauseiten.

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