Rezension: Klonkriege IX: Besessen von Haden Blackman und Miles Lane

„Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.“

~Agent Smith, Matrix Revolutions

Sonderband #35: Klonkriege IX: Besessen

Star Wars Sonderband #35: Klonkriege IX: Besessen

So auch die Reihe Klonkriege, die ihr furioses Ende mit Star Wars Sonderband #35 feierte, welcher am 13.12.2006 bei Panini erschien. Auf dem Cover zu sehen war Anakin Skywalker, der mit gezogenem Lichtschwert aggressiv aus dem Bild schaute. Dahinter zwei Eta-2 Actis-Klasse Abfangjäger. Für die, die jetzt kein Bild im Kopf haben: das sind die Jedi-Sternenjäger aus Episode III. Noch einmal dahinter und leicht durchscheinend ist Obi-Wan Kenobi abgebildet, der Anakins Pose spiegelt.

Das Cover des Remakes zeigt General Grievous, ohne Hintergrund, mit zwei gezogenen Lichtschwertern und wehendem Mantel. Der Sammelband ist in den USA als Clone Wars 7: Obsession bei Dark Horse Comics erschienen und enthält die amerikanischen Einzelhefte Obsession #1-5 von Haden Blackman, sowie die Einzelgeschichte Brothers in Arms von Miles Lane. Die Übersetzungen stammen auch in diesem letzten Band von Michael Nagula.

In der Besessen-Geschichte sucht Obi-Wan immer noch nach Asajj Ventress, da er nicht glaubt, dass Anakin diese wirklich getötet hat. Während dieser Suche trifft er auf viele bekannte Elemente der Reihe, unter anderem die Schwarze Sonne, bei der Aayla Secura grade undercover ermittelt.

Anakin unterdessen gönnt sich den Urlaub, auf dem sein ehemaliger Meister auch sein sollte, auf Naboo bei seiner Frau Padmé, die voller Entsetzen Anakins Narbe bemerkt. Auch in der Animationsserie Clone Wars gibt es eine ähnliche Szene und in beiden Fällen wird ihm die Narbe von Ventress zugefügt. Ob nun auf Yavin IV oder auf Coruscant bleibt letztlich offen.

Es gibt sogar eine Anspielung auf die klassische Trilogie: „Du bist meine letzte Hoffnung“ sagt Obi-Wan hier zu Anakin.

Clone Wars #9: Besessen

Clone Wars #9: Besessen

An den Zeichnungen hat Brian Ching sich dieses Mal selbst übertroffen. Es gibt mehrere großformatige Bilder, die ich mir so auch an die Wand hängen würde. Meine beiden Favoriten sind hierbei ein Sonnenaufgang mit der Skyline von Theed und (zugegeben, den würde ich mir nicht an die Wand hängen) einer Nahaufnahme eines brüllenden und verbrannten Durges, kurz vor seinem Tod.

Auch Alpha hat seinen letzten Auftritt der Reihe, doch ist seine Rüstung leider angepasst worden und wirkt nicht mehr so ARC-Trooper-mäßig.

In Besessen gibt es außerdem mehrere Elemente, die bereits vor dem Legends-Schnitt nicht mehr kanonisch waren: Adi Gallia war zum Zeitpunkt der Schlacht um Boz Pity bereits durch die Hand, oder besser den Kopf, von Savage Oppress umgekommen. Zudem wurde Asajj Ventress Auftritt durch einen Eintrag Leeland Chees auf starwars.com im September 2012 für unkanonisch erklärt (danke hier an die Kollegen der jedipedia.net, die sowas immer dokumentieren). Weitergeführt wurde ihre Geschichte stattdessen durch The Clone Wars und zuletzt durch den Kanonroman Dark Disciple von Christie Golden.

Würde die Rezension hier enden, dann gäbe es nun fünf Holocrons, aber leider geht es noch weiter.

Denn in diesem Band befindet sich außerdem die Nachfolge-Geschichte Brothers in Arms, die im deutschen einfach Klonkriege genannt wurde. Diese wurde von Miles Lane geschrieben, von Nicola Scott gezeichnet und weist so ziemlich keine Handlung auf. Stattdessen wird uns ein Lückenfüller präsentiert, der uns erklären soll, weshalb die Republik in Episode III auf Cato Neimodia aktiv ist, doch das ist auch alles. Da dieser Teil allerdings nur einen Bruchteil des gesamten Bandes ausmacht, vergebe ich für Klonkriege IX: Besessen vier von fünf Holocrons.

Der Rezensent vergibt 4 von 5 Holocrons!

Der Rezensent vergibt 4 von 5 Holocrons!

Nun zu euch. Da die Reihe nun vorbei ist und ihre Höhen und Tiefen mehr als ausführlich besprochen sind: was haltet ihr von dieser Reihe und jetzt wo The Clone Wars abgedreht ist, wie behandelt ihr die unterschiedlichen Quellen? Zeigt mir eure Seite der Klonkriege! Und Möge die Macht euch leiten.

Clone Wars #9: Besessen (Dienstag, 20. Juli 2010)

Clone Wars #9: Besessen (20.07.2010)
Gattung/Sprache: ()
Ausgabe/Format:Sammelband, Softcover
Erscheinungsdatum:20.07.2010
Autor(en):,
Übersetzer:
Zeichner:,
Cover:,
Verlag: (Verlagsseite)
Reihe:
Seiten:148
ISBN:978-3-86607-687-7
Preis:12,95 €
Kanonstatus:
Ära:,
Chronologie:-20 VSY
Nachschlagen auf:Amazon.de (Amazon.com, Amazon.co.uk)
Sammlung:
Nicht im Besitz
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(Vor)Bestellt
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Nicht gelesen
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Verlagsinfo

Das furiose Finale der Klonkriegs-Saga!

Obi-Wan ist besessen! Besessen von einer erbarmungslosen Erzfeindin, die er bereits für tot hielt.

Dieser Band ist das Bindeglied zwischen den Kino-Highlights Episode 2 und 3.

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

4 Kommentare

  1. JohannJohann

    Diese Bonus-Geschichte ist seltsam, da stimme ich mit dir überein. Und ja, Besessen war ein sehr interessanter Comic. Der Jedi-Verschleiß war mir etwas hoch, aber alles an allem ist es doch schade, dass TCW Ventress‘ Ende so geändert hat.

  2. riepichiep

    Als MATRIX-Fan möchte ich darauf hinweisen, dass der Satz erst in MATRIX REVOLUTIONS kommt – da allerdings auch vom Orakel 😉

    1. MaximilianMaximilian(Autor des Beitrags)

      Immer diese Nerds hier auf der Seite ;P
      Nein, FIlmtitel wird natürlich angepasst. Hatte mit Mtrix ursprünglich die Reihe gemeint, wie es auch bei uns star Wars ist.
      Das Orakel hatte ich ausgelassen, weil Smith es glaube ich später gesagt hat und die Szene auch bekannter ist. Korrigiere mich bitte, wwnn ich da falsch liege 😀

      1. riepichiep

        Schrecklich, Nerds auf einer solchen Seite 😉

        Das Orakel sagt es am Anfang zu Neo.
        Dann wird das Orakel von Smith ja „verschlungen“.
        Und am Ende des Endkampfes sagt Smith den Satz auch – ein Schlüsselmoment, weil Neo erkennt, dass das Orakel noch lebt. Smith ist auch selbst iritiert, weil er eigentlich etwas anderes sagen wollte 😉
        Danach lässt Neo sich besiegen um Smith vernichten zu können …

        Der langen Rede kurzer Unsinn (aus Hackers ;-)):
        Bekannter ist sicher die Szene, wo Smith (oder das Orakel in Smith) den Satz sagt …

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