Rezension: Star Wars #6, Darth Vader #6 & Princess Leia #4

Heute gibt es direkt drei neue Star Wars-Comics von Marvel, die wir euch nachfolgend kurz präsentieren und auch spoilerfrei rezensieren möchten. Wie immer seid ihr eingeladen, uns in den Kommentaren auch eure Meinungen mitzuteilen, wenn ihr die Hefte gelesen habt.

Princess Leia #4 von Mark Waid & Terry Dodson

Das vorletzte Heft der Princess Leia-Miniserie zeigt uns, wie Leias Bestrebungen zur Rettung der Alderaaner weitergehen. Der Sammelband erscheint (voraussichtlich) am 15. September und kann hier vorbestellt werden. Digitale Ausgaben der Miniserie gibt es hier. Der deutsche Sonderband Prinzessin Leia erscheint am 12. Oktober bei Panini und ist hier vorbestellbar.

Mini-Rezension

Princess Leia #4 bietet mal wieder grottige Illustrationen, allerdings durchaus ein bis zwei schöne Panels, die allerdings mehr oder weniger von den Filmen abgezeichnet wurden (z.B. eine Nahaufnahme von Leias Gesicht und Leia, die vor R2-D2 kniet). Auf Seiten der Geschichte geht es recht vorhersehbar zu, allerdings finde ich es nett, dass Leia als schlaue Kommandantin präsentiert wird und nicht als naiv oder unfähig. Die Motivationen der Nebenfiguren sind nicht immer ersichtlich und auch der neue imperiale Antagonist erscheint nur als blasse Karikatur eines Stereotypen. Insgesamt ist das Heft zwar lesbar, aber für mich weiterhin kein Genuss. Ich habe mir überlegt, 3 von 5 Holocrons vergeben, aber die offensichtlichen Schwächen der Serie (besonders bei den Illustrationen) hindern mich daran, dem Heft mehr als zwei Holocrons zu geben. Nett war immerhin, dass die neuen Nebenfiguren aus der Miniserie selbst endlich Dinge zu tun bekommen – und natürlich auch Nien Nunb, der aus Episode VI bekannt ist.

Star Wars #6: Skywalker Strikes, Part 6 von Jason Aaron & John Cassaday

Das Finale von Skywalker Strikes bringt uns Luke Skywalker vs. Boba Fett, schockierende Enthüllungen bei Han und ein Crossover mit Darth Vader. Dabei sollte Star Wars #6 definitiv vor Darth Vader #6 gelesen werden. Der Sammelband zu Skywalker Strikes erscheint am 15. September und ist hier vorbestellbar. Digitale Ausgaben gibt es hier.

Mini-Rezension

John Cassadays letztes Heft zeigt wieder eine Besserung in den Illustrationen, aber tatsächlich ist das Interessante hier die Story und damit sticht es aus den drei Heften, die heute erscheinen, definitiv als Bestes heraus. Wie der Kampf zwischen Luke und Boba Fett ausgeht kann sich jeder denken, aber das Heft bietet zum Glück noch andere Highlights. Eine durchaus unerwartete und bestimmt auch recht kontroverse Wendung der Ereignisse erreicht uns im Han/Leia-Handlungsstrang, wo die Identität der mysteriösen Verfolgerin von Han Solo aufgedeckt wird, die auch unlängst auf dem Cover von Star Wars #9 präsentiert wurde. Das Ende des Handlungsstranges leitete hier auch gleich den Anfang des Obi-Wan-Flashbacks ein, das in dem von Simone Bianchi gezeichneten „One-Shot“ Star Wars #7 eine Geschichte aus dem Tagebuch von Ben Kenobi zeigen wird – vermutlich ist „The Journals of Ben Kenobi“ sogar der Titel des Heftes. Jason Aaron beendet die laufenden Handlungsstränge nicht bzw. nicht alle, sodass das Heft sehr offen endet und noch genug Fragen für künftige Ausgaben lässt. Das Niveau des Heftes ist mindestens auf dem von Darth Vader #6, welches ich nachfolgend rezensieren werde, aber durch die Vorhersehbarkeit des Luke-Handlungsstranges, der keinen unbeachtlichen Teil des Heftes einnimmt, bleiben wir bei 4 von 5 Holocrons.

Im Übrigen würde ich es mir sehr stark wünschen, wenn Jason Aaron in Zukunft auch andere Filmnebenfiguren oder eigene Figuren einführt, die eigene Handlungsstränge bekommen, in denen die Großen Drei nicht vorkommen. Der Fokus auf diese jahrelang ausgetretenen Charaktere nimmt mir persönlich zu viel Zeit weg, auch wenn dies jetzt ihre „kanonische“ Geschichte ist.

Darth Vader #6: Vader, Part 6 von Kieron Gillen & Salvador Larroca

Das Finale des ersten Darth Vader-Handlungsbogens mit dem schlichten Titel Vader kommt ganz ohne Variantcover daher und berichtet uns, wie Darth Vader gegen Cylos Cyborg-Armee kämpft, bevor ein gewisser Kopfgeldjäger ihm folgenschwere Neuigkeiten überbringt… Der Sammelband erscheint am 20. Oktober und kann hier vorbestellt werden. Digital könnt ihr die Hefte hier lesen.

Mini-Rezension

Chronologie-Hinweis:: Es empfiehlt sich, Star Wars #6 vor Darth Vader #6 zu lesen! Ich habe es anders herum gemacht und mir dabei einen fetten Spoiler eingehandelt…

Darth Vader #6 beendet den ersten Handlungsbogen der Serie auf zweifache Weise. Einerseits erfahren wir den Ausgang der Cylo-Storyline, der – wie der gesamte Handlungsbogen rund um die Vader-Ersatz-Cyborgs – eher flach ausfällt. Allerdings baut Kieron Gillen sich hier durchaus ein paar Dinge auf, die im weiteren Verlauf der Serie noch wichtig werden, anstatt direkt reinen Tisch zu machen, was ich dem Autor zugute halte, denn ansonsten wären die letzten fünf Ausgaben mehr oder weniger Zeitverschwendung gewesen. Um Längen stärker fällt dahingegen der zweite Teil des Heftes aus, denn Boba Fett kehrt von seiner Mission zurück und bringt Vader eine Nachricht, die nicht nur für emotionalen Tumult im Dunklen Lord der Sith sorgt, sondern uns auch visuell beeindruckende, ganzseitige Panels von Salvador Larroca bringt, der gemeinsam mit Kolorist Edgar Delgado zur Höchstform aufläuft. Auch wenn sich hier einige Panels aus Star Wars #6 wiederholen, ist es doch erfrischend, sie von einem mindestens ebenso talentierten Zeichner wie Cassaday interpretiert zu sehen. Auch Kieron Gillens Vader/Sidious-Konversationen sind großes Kino. Der erste Teil des Heftes hätte von mir nicht mehr als zwei Holocrons bekommen, aber der hervorragende zweite Teil stimmt mich wieder gnädiger, sodass dem Heft 4 von 5 Holocrons beschieden seien. Dennoch hätte ich mir gewünscht, wenn Kieron Gillen nicht so viele Handlungsstränge auf einmal in den ersten Handlungsbogen gepackt hätte, was die Hefte mehr episodisch denn fortlaufend wirken ließ.

Und jetzt ihr – wie fandet ihr die heutigen Comics?

5 Kommentare

  1. Achtung, Spoiler!

    Nachdem ich in der letzten Zeit nicht viel zum Lesen gekommen bin, hab ich die letzten vier Hefte heute abend in einem Schwung gelesen, so dass ich noch relativ geflasht bin, gerade von SW, von dem ich dadurch zwei Ausgaben hintereinander hatte (was dann auch dazu führte, dass ich sie zum Glück vor DV gelesen habe.

    Fangen wir damit auch ruhig an: Der Abschluss des ersten SW-Handlungsbogens gefällt mir sehr gut, auch wenn ich unter einem runden Abschluss sicher etwas Anderes verstehe. Die Enthüllung bzgl. Han (von der ich leider vor der Lektüre woanders erfuhr) sorgt ja für reichlich Furore (welch Überraschung). Mich persönlich schockt diese Offenbarung überhaupt nicht. Wird schon alles seine Solo-typischen Gründe haben, da mache ich mir absolut keine Sorgen. Das ganze Gezeter zwischen Han und Leia fand ich wie üblich ein wenig zu aufgesetzt, aber wirklich stören tut’s mich nicht.

    Den ganzen Plot um Luke und Boba Fett hingegen fand ich richtig klasse, gerade eben auch den Kampf, denn der war super und spannend umgesetzt, gerade auch wegen der Enge der Räumlichkeit, in der er stattfand. Bärenstark fand ich den Moment (und eben auch das Panel), als Luke den Blasterschuss abwehrte. Das war absolutes Gänsehautfeeling. Für mich war der Kampf damit ein Winner.

    Natürlich ist dann das Ende mit Boba und Vader absolut phantastisch …

    …und damit zu DV#6. Ich muss zugeben, dass mich der ganze Plot um die Cylo-Krieger entschieden genervt hat. Da das Thema ja augenscheinlich noch nicht durch ist, hoffe ich, dass dem Autor dazu in den nächsten Handlungsbögen etwas mehr einfällt.

    Interessant hingegen fand ich, herauszufinden, wie sauer Palpatine tatsächlich auf Vader ist. In den ersten Heften schien er einfach nur sehr unzufrieden mit der Gesamtentwicklung zu sein, aber mittlerweile wird klar, dass es ihn nicht schert, was mit Vader geschieht. Anakins Scheitern auf Mustafar muss da wohl wirklich enttäuschend gewesen sein. Möglicherweise hat Palpatine seit damals nie wieder rechten Glauben an Anakin gehabt und ihn auch deswegen so völlig entmenschlicht und zu Vader gemacht. Er hat ihn gerettet, ja. Ihn in einen lebensrettenden Anzug gesteckt, ja. Und benutzt. Als Bluthund. Aber die Dynamik zwischen Lehrer und Schüler war angekratzt. Das hat auch der Roman „Lords of the Sith“ gezeigt, den ich zufälligerweise ebenfalls heute morgen beendet habe. Damit zeichnet der neue Kanon insgesamt ein sehr differenzierteres Bild der Beziehung zwischen den Beiden; deutlich weniger harmonisch, als ich es immer gesehen habe, weswegen mich Vaders Luke-Gehabe stets irritierte. Das Ende von DV#6 aber erklärt alles. Es erklärt den Bruch und führt ihn zu seiner logischen Vollendung. Vader hat verstanden, was er für den Imperator ist – und als ihm Fett die Nachricht bringt, sehen wir auch, was in seinem Kopf vorgeht. Woran er denkt. Und dann handelt er; er tut das einzig Richtige – nämlich seinen „Meister“ zu informieren. Das muss er, um keinen Verdacht zu erwecken. Aber danach lässt er die Gedanken schweifen, und wir sehen genau, wie sich die Vorstellung in ihm regt, die ihn letztlich zu der ikonischen Szene in Episode V treibt, wo er Luke den Platz an seiner Seite anbietet.

    Damit ist die ganze Dynamik zwischen Palpatine, Vader und Luke in sich logisch und auch atmosphärisch und inhaltlich stimmig für mich hergeleitet. Mehr kann man von einem Comic – kanonisch oder nicht – kaum erwarten. Überhaupt: Dass wir einen so wichtigen Moment wie Vaders Erkenntnis, um wen es sich bei dem jungen Piloten handelt, in einem, nein, gleich zwei Comics sehen durften, in meisterhafter Bearbeitung, aus zwei verschiedenen Perspektiven, stilistisch und atmosphärisch perfekt, ist nicht nur großartig; das war kinoreif. Thx, Marvel.

    Bleibt noch das hier so ungeliebte Stiefkind, Princess Leia.

    Also, ja, ich sehe auch, dass die Zeichnungen nicht so gut waren bisher wie die der beiden Hauptserien. Und auch die Story gefiel mir bisher jetzt nicht hundertprozentig. Aber ich fand, dass gerade #4 einiges an Boden wettgemacht hat. Zum einen gefiel mir die Handhabung der Dialoge (nicht mal so sehr die Story, sondern die Texte selbst, die fand ich ganz gut), zum anderen gelang es sogar den Zeichnungen diesmal, mich zu überzeugen. Zwar hat sich der Stil nicht verändert, aber als Leia sich die Haare wieder zusammendrehte und zu der etwas vertrauteren Gestalt wurde, habe ich das sehr begrüßt und konnte plötzlich auch irgendwie mehr Vertrautes in ihrem Gesicht wiederfinden. Es relativiert damit auch ein wenig den vorherigen Stil, den es zeigt damit deutlich, dass es einfach eine Design-/Frisur-Entscheidung war und man vielleicht doch nicht ganz so weit weg vom Original war, wie es so mancher Leser empfunden hat.

    Insgesamt finde ich den Plot um die Zusammenführung der überlebenden Alderaaner selbst mal besser, mal schlechter, aber letztlich nicht völlig umsonst, zumal er uns nun in etwas vertrautere Gefilde führt und wir deutlich dem Höhepunkt entgegenstreben. Ich bin gespannt und hoffe, das der eingeschlagene Weg beibehalten wird. Dann wäre die Miniserie zumindest für mich mit einem blauen Auge davongekommen und letztlich besser als ihr Ruf.

    Abschließend muss ich sagen, dass es mir schwer fällt, Sterne zu vergeben. Vieles, was uns gerade die beiden Hauptserien präsentieren, ist genial und volle 5 Sterne wert, aber manches lässt mich kalt oder langweilt mich sogar, trotz hervorragender Zeichnungen, andersherum bei PL. Es sind mehrschneidige Schwerter, die uns Marvel präsentiert, aber insgesamt lohnt sich die Reise auf jeden Fall.

    Ich bleibe dran.

      1. Gerne doch. Tut mir auch Leid, dass in den letzten Wochen kaum dazu gekommen bin, die Einzelhefttopics zum Rezensieren zu nutzen, wo du dir doch die Mühe gemacht hast, sie für uns einzurichten. Ich gelobe Besserung.

        Meine Rezi zu Lords of the Sith reiche ich noch nach, versprochen, nur heute nicht mehr.

  2. Nachdem Nick so voll des Lobes war, hier mal meine (gewohnt [zu?] kritische) Meinung:

    SPOILER

    Star Wars #6 war noch ok. falls sich die Geschichte mit Hans Frau ordentlich auflöst. Ich war aber erneut nicht so begeistert, wie ich es jüngst beim erneuten Lesen der Dark Horse Komplettreihe von vielen Heften war (insbesondere Republic, Legacy und einige Miniserien wie Crimson Empire waren mMn besser gezeichnet und besser geschrieben)

    Aber Vader #6 zeigt mir (ganz offensichtlich im Gegensatz zu Nick), dass die Einhaltung des Kanons durch die Story Group schlicht nicht funktioniert.

    Palpatine und Vader verhalten sich nicht, als wären seit Mustafar knapp 20 Jahre vergangen. Es macht keinen Sinn, Vader erst jetzt sein Versagen vorzuwerfen und nicht schon Jahr(zehnt)e früher. Wenn Vader 20 Jahre lang keinerlei Erfolge gefeiert hätte, wäre er länsgt abgesägt worden.
    Auch der Versuch ihn durch diese albernen Cyborgs zu ersetzen widerspricht sich ja sogar innerhalb des Comics mit Palpatines Sith Denken vom Lehrer und Schüler, weil er den Cyborgs schlicht nichts über die Macht beibringen könnte, im Falle ihres Erfolgs über Vader. Und Vader fühlt sich auf einmal, nach 20 Jahren, von der Bande bedroht, nachdem er ernstzunehmende Konkurrenten, die seiner Position wirklich hätten gefährlich werden können (z.B. die Inquisitoren), Jahre zuvor ganz offensichtlich geduldet hat. Nein, das macht als Einzelgeschichte vielleicht noch halbwegs Sinn (wobei der für mich eigentlich schon bei der Droiden-legenden Geonosianerin aufgehört hat zu existieren) aber im „Großen Ganzen“ passt das Verhalten von Vader und Palpatine in meinen Augen so ganz und garnicht in die Zeit zwischen IV und V. Nach Ep III (ohne Luke dann natürlich) hätte sich das besser angefühlt.
    Die Zeichnungen blieben teils hinter meinen Erwartungen zurück (insbesondere der Imperator und die Kampfszenen) und waren dann stellenweise wieder wirklich hübsch, ein bisschen inkonsistent eben.

    Und da muss ich einfach ehrlich sagen, dass das „Spiel“ zwischen Vader und Palpatine bei Dark Horse auch ganz ohne die Story Group authentischer rüberkam. Sei es der Tadel seiner Besessenheit auf die Jedi-Verfolgung in Dark Times und Purge, die bedingungslose Loyalität in Ghost Prison, die Tests selbiger in 9th Assassin, das Hin und Her um Luke Skywalker in Vader’s Quest, das Ausspielen gegen Xizor in SotE usw usw, das hat mir persönlich schlicht wesentlich mehr Freude bereitet und erschien mir im Gesamtbild viel stimmiger. Ich würde lieber auf Marvels Vader ein Legends Banner sehen, als auf +90% des Vader-relevanten Dark Horse Materials.
    Zu schade, dass man hier in der Kommentarsektion nicht vernünftig diskutieren kann. Würde mich gerne mal einen Abend gemütlich mit den Lesern zusammensetzen und das alles im Detail durchgehen – in eimem Bruchteil der Zeit, die es hier schriftlich bräuchte und mit weniger Gefahr, missverstanden zu werden.
    Schade, dass bei mir die Freude über die neuen Sachen immernoch nicht eintreten will, ihr seid ja offenbar alle davon angetan aber für mich fühlt es sich zu so einem hohen Prozentsatz „falsch“ an, dass ich den Rest der Geschichten schon garnicht mehr genießen kann.

    1. Ich denke, das Problem liegt – gerade bei dir – natürlich auch in der Möglichkeit, mit dem Legends-Material zu vergleichen. Das hat Jahrzehnte auf dem Buckel, in deren Verlauf naturgemäß viele Highlights waren, an die man sich natürlich nun gerne zurückerinnert, während der neue Kanon gerade mal ein Jahr alt ist und noch reifen muss. Der wird auch schon noch seine Highlights kriegen.

      Was die Darstellung des Verhältnisses zw. Vader und Palpatine angeht, so habe ich ja geschrieben, dass das nichts ist, was in den zwanzig Jahren gewachsen ist. Ich denke einfach, dass Palpatine damals schon dachte: „Naja, so ganz perfekt ist der Junge dann doch nicht.“ Mag sein, dass Vader dieses Misstrauen über die Jahre durch seine Erfolge abgebaut hat. Aber wenn man sich überlegt, wie das Empire ackern musste, um diesen einen Death Star zu bauen, und dass das Ding dann kurz nach Inbetriebnahme schon Schrott ist – das ist mehr als ein Klacks. Das ist völliges Versagen. Möchte gar nicht wissen, was Palpatine mit Tarkin gemacht hätte, wenn der da lebend rausgekommen wäre. Aber Vader hat hier ganz klar – erneut – versagt, insbesondere, wenn man mal vergleicht, wie einfach er in „Lords of the Sith“ feindliche Jäger beim Angriff auf den Sternzerstörer beiseitefegt und dann in Episode IV nicht mal auf die Idee kommt, so ’ne blöde X-Wing einfach mal eben gegen die Grabenwand zu lenken, bevor sie ihren Torpedo abfeuern kann, statt sie unbedingt abschießen zu wollen (das regt mich kontinuitätsmäßig viel, viel mehr auf als alles Andere).

      Interessanterweise erinnere ich mich noch an SotE, das ich damals auch gelesen habe, und auch mir sind die Szenen mit Vader in lebhafter & positiver Erinnerung geblieben.

      Letztlich ist vieles Auslegungssache. Dass gerade die Legendsfans da besonders kritisch sind, ist ihr gutes Recht und sicher hier und da auch angebracht. In diesem Sinne: einfach weiterlesen und hoffen, dass es euch irgendwann besser gefällt.

Kommentar hinterlassen