Marvel-Mittwoch: Jar Jar #1

Nach drei Wochen Pause versorgt Marvel die Comic-Leser mit einem etwas ungewöhnlichem One-Shot: Jar Jar.

Achtung: Wie immer besprechen wir im Marvel-Mittwoch die Handlung der Comics, sodass sowohl der Beitrag als auch die Kommentare Spoiler enthalten können.

Der Inhalt

Jar Jar #1 (11.02.2026)
Jar Jar #1 (11.02.2026)

Der One-Shot spielt kurz nach den Ereignissen von Episode II, in der Jar Jar Kanzler Palpatine zu Sondervollmachten für die Klonkriege verholfen hat. Die Folgen von genau diesen, erfährt der tollpatschige Held auf einer diplomatischen Mission nach Urubai. Dort angekommen, begibt er sich direkt in Schwierigkeiten und wird fast von einem örtlichen Kriminellen überfallen. Glücklicherweise erscheint Jedi-Ritter Kelleran Beq zu Hilfe und eröffnet Jar Jar, dass er ihn nach Urubai gerufen hat und der diplomatische Kontakt nur ein Vorwand war um den wahren Grund zu verschleiern. Urubai ist bekannt für den Abbau von Coaxium, das wichtig für die Stärkung der großen Armee der Republik ist. Der Arbeitsschutz der Minenarbeiter hat als Konsequenz der Sondervollmachten extrem nachgelassen. Eine Arbeitergruppe namens The Unseen schuftet sich Tag für Tag ab um die benötigten Mineralien abzubauen, jedoch auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit. Jar Jar hat ein schlechtes Gewissen und möchte die Bedingungen verbessern, jedoch muss er dafür mit Palpatine reden. Beq und Binks werden außerdem in das Versteck von Mirja Bridger geführt. Dort erfahren die beiden, dass Coaxium nicht das einzige wichtige Mineral ist. Der Planet verfügt über verschiedenste seltenen Erden und die Instabilität von ganz Urubai steht auf dem Spiel. Das wichtigste Mineral scheint dabei Crystalit zu sein, das als Schlüssel für ein sicheres und vor allem privates Kommunikationsnetzwerk dient, an dem Bridger arbeitet. Dass unabhängige Kommunikation für viele Parteien ein Dorn im Auge ist, merken unsere Helden, als sie von den Kopfgeldjägern Rum Sleg und Aurra Sing angegriffen werden. Sie schaffen es zwar gerade so noch zu Jar Jars Schiff (Spitzname: Die Ente), doch begibt sich auch Aurra Sing als blinde Passagierin an Bord. Somit entfacht ein Kampf zwischen Beq und der Kopfgeldjägerin, den Beq aber für sich entscheiden kann. Sleg greift gleichzeitig aus seinem eigenen Schiff die Ente an, wodurch Schiffskapitän Ric Olie verletzt wird. Somit muss Jar Jar den Sprung in den Hyperraum starten und schafft dieses trotz seiner tolpatschigen Art. Auf Coruscant angekommen soll Bridger das nächste Schiff auf einen anderen Planeten im äußeren Rand nehmen (wenn das mal nicht Lothal ist…) und Binks sucht das Gespräch zu Palpatine um die Ausbeutung von Urubai zu verhindern. Zwar sieht der Kanzler den Mineralabbau für seine eigenen Pläne als äußerst wichtig an, erlaubt aber Binks in seinem Namen auf Urubai für die Durchsetzung von Arbeitsschutz- und Antisklavereigesetzen zu sorgen. Jar Jar hegt dennoch Vermutungen, dass Palpatines Pläne größer sind als zunächst gedacht. Kelleran Beq wird somit von Jar Jar angewiesen weitere Gruppen wie die Unseen zu finden und zu befreien. Das unabhängige Kommunikationssystem soll dabei helfen und wird prompt vom Gungan in Betrieb genommen. Beq willigt ein, allerdings nur unter der Bedingung, dass er die Ente auch mal für eigene Zwecke nutzen kann…

Die Umsetzung

Ich hatte großen Spaß mit dem Jar Jar One-Shot. Der Comic hat erstaunlich viele Verbindungen zu anderen großen Werken wie Star Wars Rebels, Solo und The Mandalorian. Die Chemie zwischen Jar Jar und Kelleran Beq funktioniert ausgesprochen gut und lässt hoffen, dass wir in Zukunft vielleicht noch einmal das Vergnügen eines solchen Team-Ups bekommen. Es ist umso schöner zu sehen, dass Ahmed Best als Autor dieses Comics noch einmal die Möglichkeit für ein wenig Jar Jar Redemption bekommt. Der Gungan wird als starker und vor allem wichtiger Charakter dargestellt und ist durchgehend gut geschrieben, was sicherlich auch an der Hilfe von Co-Autor Marc Guggenheim liegt. Die Zeichnungen sind durch die Bank weg sehr gut und alle Charaktere haben einen großen Wiedererkennungswert.

Fazit

Prequel-Fans (und eigentlich auch alle anderen) sollten unbedingt diesen One-Shot lesen. Die Verbindungen zu anderen Filmen und Serien ist eine positive Überraschung und das Team-Up zwischen Jedi und Gungan weiß zu überzeugen. Gerne mehr solcher kurzweiligen Storys! ich vergebe 5 von 5 Holocrons.

Bewertung: 5 von 5 Holocrons
Bewertung: 5 von 5 Holocrons

In der nächsten Woche folgt dann Star Wars #10.

Wir bedanken uns bei Marvel für die Bereitstellung der digitalen Vorabexemplare, ohne die unser Marvel-Mittwoch nicht möglich wäre.

Ein Kommentar

  1. Ich glaube, ich habe noch nie so schnell einen neuen Comic gekauft wie diesen hier und ich wurde ebenfalls nicht enttäuscht. Mal abgesehen davon, dass ich Zeichner*innenwechsel im Laufe eines Hefts immer etwas blöd finde, sind die Zeichnungen aber trotzdem insgesamt sehr gut. Die Story passt auch und mir macht Jar Jar eigentlich immer viel Spaß. Dazu kommen noch nette Kleinigkeiten wie das Design der Urubaianer*innen, der Name des Schiffs oder die Verknüpfungen zu anderen Werken, die den Eindruck abrunden – ich gehe mit fünf von fünf Holocrons voll mit.

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