Diesen Mittwoch erscheint das vorletzte Heft der bislang großartigen Legacy of Vader Comicreihe. Kann die Serie auch auf den Zielgeraden überzeugen?
Achtung: Wie immer besprechen wir im Marvel-Mittwoch die Handlung der Comics, sodass sowohl der Beitrag als auch die Kommentare Spoiler enthalten können.

Der Inhalt

Das Heft setzt nahtlos an die Geschehnisse der letzten Ausgabe an. Kylo Ren wurde von Machtvisionen in Vaders Festung auf Mustafar geplagt, die ihn nicht nur mental sondern vor allem auch körperlich schwer verwundeten. Vaders ehemaliger Cyborg-Diener Vanee leitet daraufhin sofort die lebensehraltenden Maßnahmen ein, die jedoch seine wahren Machenschaften zum Vorschein tragen. Sein großer Plan war es die ganze Zeit, Kylo Ren zum neuen Darth Vader zu machen. Laut ihm habe es einzig unter Vaders Hochphase wirkliche Ordnung gegeben. Er hat ihn nicht zu all den früheren Lebensmittelpunkten seines Großvaters geführt um sich mehr von ihm zu lösen, sondern um sich ihm immer mehr anzunähern. Der Plan wird dadurch gekrönt, dass der Diener Kylo sogar Vaders Helm aufsetzt und ihn in einer entflammten Grube ebenfalls zu verbrennen um sein volles Potenzial zu erschöpfen. Der Oberste Anführer ist mit dieser Offenbarung allerdings gar nicht happy, möchte doch lieber für sich stehen und schafft es aus den glühenden Flammen zu springen und jagt Vanee quer durch die Festung. Dabei durchläuft er allerhand Fallen, die stellenweise doch sehr an Indiana Jones erinnern. Während des wilden Parkours bildet sich so viel Rage in unserem Protagonisten, dass er den Kyberkristall eines gefunden grünen Lichtschwerts direkt ausbluten lassen kann ohne weitere Anstrengungen auf sich zu nehmen. daraufhin schmeißt er den Cyborg in die Flammen der Grube, der sich dabei recht versöhnlich zeigt und froh ist, von der Blutlinie Vaders niedergestreckt zu werden. Das große Finale wird damit eingeläutet, dass Kylo Ren Vaders geheimes Verlies betritt…
Die Umsetzung
Das Heft wurde wie immer von Charles Soule geschrieben, der den Charakteren die passenden Worte in den Mund legt und die klaren Zeichnungen von Luke Ross dirigiert. Das gesamte Heft dreht sich um den wahren Plan von Vanee, der in den vergangenen Heften immer mal wieder angedeutet wurde. Kylo Ren macht hier ebenfalls eine starke Entwicklung durch, da er sich klar dagegen entscheidet, einzig eine Kopie seines Großvaters zu sein, was in Episode VII noch sein größtes Ziel zu sein schien. Diese Charakterwandlung ergänzt die Interpretation aus vergangenen Heften und den Filmen gut und lässt auch dieses Heft zu einer weiteren starken Ausgabe der Reihe aufsteigen. Leider wirkt das ganze Heft aber etwas gehetzt, was wohl daran liegt, dass nächsten Monat schon das große Finale erscheint.






Fazit
Legacy of Vader #11 setzt die Handlung mit gewohnter charakterlicher Tiefe und spannenden Reveals fort. Einzig die gehetzte Erzählweise stört mich etwas. Eine so starke Comicreihe hätte durchaus mehr Hefte verdient, aber Marvel scheint aktuell fleißig mit dem Rotstift zu sein, wenn man beispielsweise Doctor Aphra: Chaos Agent und das verfrühte Absetzen betrachtet. Daher gebe ich ein Holocron Abzug, komme aber immer noch auf sehr gute 4 von 5 Holocrons.
Das voraussichtlich letzte Heft der Reihe, Legacy of Vader #12: Reign of Kylo Ren, Part 12, erscheint am 14. Januar 2026. In der nächsten Woche steht dann Han Solo: Hunt for the Falcon #4 an.
Wir bedanken uns bei Marvel für die Bereitstellung der digitalen Vorabexemplare, ohne die unser Marvel-Mittwoch nicht möglich wäre.












Ein wirklich starkes Heft, bei dem mir auch die Komposition und der Zuschnitt der Panels sehr positiv aufgefallen sind. Jetzt liegen die Erwartungen an das finale Heft echt hoch, hoffentlich nicht zu hoch. WIr werden sehen.