Diese Woche beginnt Dark Horse den Comic-Mittwoch mit der Fortsetzung der Codebreaker-Reihe innerhalb der Hyperspace Stories, die sich zeitlich in etwa an die Poe Dameron-Reihe von Marvel anschließt.
Der Inhalt
Poe und Cheka sind weiter auf der Flucht vor der Ersten Ordnung. Poe versucht dabei seine alten Kontakte in Nar Kaaga City zu nutzen, ihnen eine Fluchtmöglichkeit zu verschaffen, aber die reagieren seinen Bitten gegenüber nicht so aufgeschlossen, wie er es sich erhofft hatte. Und während sie so weiter nach einem Raumschiff suchen müssen, dass sie vom Planeten bringen kann, erzählt Cheka Poe wie sie zur Ersten Ordnung gelangte. Poe versucht sie zu trösten, muss dann aber feststellen, dass sie – entgegen seinen Plattitüden – das Schlimmste noch nicht hinter sich haben, sondern es noch vor sich haben. Direkt vor sich, in der Form eines Kopfgeldjägers namens Grummgar, der Poe zeigt, was er von dessen diplomatischen Verhandlungsgeschickt hält. Mit vereinten Kräften überstehen sie auch diesen und können weiter fliehen, aber ihr Ziel, das Raumshuttle nach Coruscant ist aufgrund massiver Präsenz der Ersten Ordnung nicht für sie erreichbar. Ein gerade wenig beachtetes Ausflugsflugsangebot kommt ihnen da gerade recht und so finden sie sich alsbald im Museum für die Raumschlacht über Bothawui wieder. Während Cheka als fleißige Schülerin brav die Museumsführung des neuprogrammierten Kampfdroiden Guy-Dee (Vorsicht hochgelobter Eigen-Wortwitz!) über sich ergehen lässt und BB-8 mal wieder seine Fingerchen nicht ruhig halten kann, sendet Poe einen Hilferuf. Der wird zwar von der Neuen Republik empfangen, wird aber nicht an Leia weitergeleitet, sondern ruft die Erste Ordnung mit ein paar alten Bekannten auf den Plan, mit denen sich Poe dann im nächsten Heft herumschlagen darf.
Die Umsetzung
Ethan Sacks liefert in diesem Heft endlich mal wieder eine seiner besseren Geschichten ab. Dabei profitiert die etwas dünne Story deutlich vom ausgiebig eingestreuten Humor, auch wenn manche Szenen, wie die Droiden-Kippen durch BB-8 schon etwas sehr albern waren. Sehr schön war hingegen die Reminiszenz an die Schlacht über Bothawui und den anderen Blickwinkel auf diese nun als historisch bewertete Schlacht, in der damals Anakin und Ahsoka gekämpft haben. Der Einblick in die dramatischen Kindheits-Erlebnisse von Cheka gibt ihrem Schicksal noch mal etwas mehr Tiefe. Kurz, es ist eine runde Geschichte, die – wie so oft trotz eigentlich unnötiger Aktionseinlage – die Story und Interaktion zwischen Poe und Cheka gut vorantreibt.






Marc Yarzas Zeichnungen sind wieder sehr klar, die Mimik der Figuren ist zumeist gut getroffen und die Panels sind gut konstruiert. Gelegentlich sieht Poe etwas zu jung aus, aber das sind Kleinigkeiten. Die farbliche Umsetzung der jeweiligen Stimmungen ist Nicola Righi durchgängig gelungen. Die Tuscheanteile von José Marzan Jr. sind ebenfalls funktional und sauber. Und auch am Lettering durch Jimmy Betancourt und Tyler Smith gibt es nicht auszusetzen. Die lautmalerischen Ergänzungen kamen ja primär in Poes Kampfszene zum Tragen. Und auch das Cover von Diego Galindo ist sehr gut und stimmungsvoll gelungen. Kurz, volle Punktzahl für das Künstlerteam.
Fazit
Ein etwas überdurchschnittlicher Comic, der die Geschichte gut voranbringt und auch grafisch zu gefallen weiß.
Das letzte Heft dieser Reihe, Hyperspace Stories: Codebreaker #4, steht für den 15. Oktober an. Der Sammelband mit allen vier Heften ist dann für den Februar nächsten Jahres geplant.
Wir danken Dark Horse für die Bereitstellung des digitalen Rezensionsexemplars und der Vorschauseiten.











