Nach mehr als zwei Monaten geht es heute endlich weiter mit der Mini-Reihe Tides of Terror von Dark Horse. Autor George Mann, Zeichner Luis Morocho, Tuschezeichner Le Beau Underwood sowie Kolorist Michael Atiyeh nehmen uns im zweiten Heft der vierteiligen Reihe erneut mit auf die unter Wasser liegende Axil Station, die im vorigen Heft durch eine Explosion destabilisiert wurde…
Zum Inhalt

Mace Windu und Shaak Ti versuchen vergeblich, in Panik geratene Personen auf der Station davon abzuhalten, vorschnell mit nur halbvollen Rettungskapseln abzulegen, obwohl noch gar kein Evakuierungsbefehl vorliegt. Derweil machen sich Kit Fisto und sein Padawan Nahdar Vebb auf den Weg, um gegen das in die Station eindringende Wasser vorzugehen. Dabei stellt sich schnell heraus, dass es sich wohl um Sabotage handeln muss, da die Stations-Ingenieure auch aus ihren Systemen ausgesperrt sind, die die Schutztore schließen könnten. Die beiden Jedi müssen also ins Wasser abtauchen und die Tore manuell zu schließen, wobei sie auch mit den Piranha-artigen Carcaros, Fischen mit sehr spitzen und zahlreichen Zähnen, sowie einer Art Riesen-Oktopus Bekanntschaft machen. Derweil mangelt es natürlich bei der nun anlaufenden Evakuierung an genügend Plätzen in den Rettungskapseln, und zu allem Übel werden die Kapseln, die bereits abgelegt haben, von den Unterwassermonstern, den Xorfin, angegriffen. Stationsleiterin Scooth versucht, die aufgebrachte und sie beschuldigende Meute zu beruhigen, als die Saboteurin wieder in Aktion tritt und für einen kurzen Stromausfall sorgt. Kit Fisto und Nahdar Vebb sind entschlossen, sie zu stellen…
Zur Umsetzung
Nachdem ich im ersten Heft noch begeistert davon war, wie viel mehr spannende Inhalte es über reine Monster-Action hinaus bot, beißt mich diese Aussage heute in den Hintern wie ein Carcaros. Denn heute kommt die von mir nur wenig geliebte Monster-Action in geballter Ladung. Der Hauptteil der Geschichte besteht daraus, dass Kit Fisto und Nahdar Vebb gegen diverse Monster kämpfen und die fliehenden Boote ebenso in Gefahr sind, von den Xorfin verspeist zu werden. Für Charaktermomente bleibt inmitten dieser Hektik wenig Zeit. Und das spannendere Thema der Saboteurin wird hier leider (noch) nur angeschnitten. Allerdings darf man sich ziemlich sicher sein, dass diese Figur im nächsten Heft dann eine zentrale Rolle spielen wird.
Obwohl ich Monster-Szenen nicht sonderlich spannend finde, muss ich sagen, dass sie visuell toll aussehen. Michael Atiyehs stimmungsvolle Unterwasser-Farben sind sehr wirkungsstark und der Anblick von Lichtschwertern unter Wasser ist ohnehin immer ein Highlight. Luis Morochos Zeichnungen vermitteln auch einen guten Eindruck davon, dass wir es bei Kit Fisto und Nahdar Vebb mit zwei Jedi zu tun haben, die sich aufgrund ihrer Spezies unter Wasser komplett in ihrem Element fühlen und sich dort auch sehr schnell und geschickt bewegen können.





Allgemein hätte ich mir aber gewünscht, dass dieses Heft, dessen Ende ja nun schon die Hälfte der Gesamtgeschichte markiert, uns noch etwas mehr zu dem im ersten Heft angeteaserten Geheimnis rund um die Ruinen der untergegangenen Zivilisation und die Xorfin geliefert hätte. Dieses Worldbuilding wurde hier in Heft zwei leider gar nicht genutzt. Außerdem hätte ich gerne noch mehr spannende Charaktermomente zwischen Kit Fisto und seinem Padawan gesehen. Auch hier schließt das heutige Heft bedauerlicherweise zu wenig an seinen Vorgänger an.
Fazit
Insgesamt ist Tides of Terror #2 ein sehr monsterlastiges Heft, das das spannende Worldbuilding und die Charakterarbeit seines Vorgängers zu wenig aufgreift. Die Unterwasser-Action sieht jedoch zugegebenermaßen ziemlich cool aus und das Ende deutet an, dass wir im nächsten Heft mehr Informationen zur Saboteurin bekommen sollten. Dafür vergebe ich drei von fünf Holocrons.
Wir danken Dark Horse für die Bereitstellung des digitalen Rezensionsexemplars und der Vorschauseiten.











